Machen wir doch mal eine Wohnmombiltour durch die Region Centro. Einige Orte und Landstriche sind bekannter, wie beispielsweise Coimbra, Peniche oder Nazaré. Hier gibt es aber auch hübsche Flecken, die vermutlich in kaum einem Reiseführer stehen.


Região Centro

Diese Region grenzt im Norden an die Regiao Norte, im Süden an den Alentejo und nimmt etwa ein Viertel von Portugal ein, ist somit die zweitgrößte Region Portugals. Meinem Eindruck nach findet man hier auch in ländlicheren Gegend etwas mehr Wohlstand als beispielsweise im Alentejo. Zwar finden sich auch hier einige Ruinen, doch sind die Häuser, gerade auf dem Lande, besser hergerichtet und auch teurer. Auch die Straßen sind zumeist gut.

Das Centro ist ein abwechslungsreiches Reiseziel, denn es gibt einige interessante Städte (z.B. Coimbra, Castelo Branco), Naturparks (z.B. Serra da Estrela), Flüsse, Stauseen und natürlich die Atlantikküste.

Ich habe das Centro jetzt insgesamt 4x bereist, teilweise über mehrere Wochen hinweg  – und längst nicht alles gesehen. Für eine schöne Wohnmobiltour mit 16 Stationen reicht es aber 😉 Und wie immer gilt: Du kannst diese Tour in 15 Tagen schaffen – es wäre jedoch schade, wenn du durch das so entspannte Portugal hetzen würdest. Hast du also nur 15 Tage (oder weniger) Zeit, dann lass einige Stationen aus.

Diese Wohnmobiltour ist auch für größere Wohnmobile gut geeignet. Selbst wenn du noch einen Hänger am langen Womo dran hast dürfte es kein Problem sein. Denn die Freistehplätze mit den abenteuerlichen Anfahrten habe ich mal außen vor gelassen. Und wenn ich mir mal nicht sicher bin, habe ich es beim jeweiligen Platz mit dazu geschrieben 😉 Mit teilweise schlechteren Straßen musst du in Portugal immer rechnen – aber grundsätzlich ist diese Tour frei von Sandpisten.

Wo anfangen?

Diese Wohnmobiltour ist keine Roundtour. Ich gehe davon aus, dass du entweder im Norden oder im Süden reinkommst, also von Porto oder Lissabon aus in die Region Centro reinfährst. Ich habe bei der Routenplanung darauf geachtet, dass es nicht allzu lange Fahrtzeiten sind. Oft sind es nur 30 Minuten bis zum nächsten Ziel, maximal jedoch 90 Minuten. Wir starten im Norden:


Serra da Freita & Geopark Arouca

Arouca Portugal

Okay, eigentlich beginnt diese Tour noch in der Region Norte – aber direkt an der Grenze zum Centro.  Über »Vale de Cambra« fahren wir hoch auf die »Serra da Freita«. Denn hier oben gibt es einiges zu sehen: bei gutem Wetter bietet die Geostation (40.844789, -8.279829) eine grandiose Aussicht. Dann gibt es noch einige Praia Fluvials, Wasserfälle, historische Steine, Aussichtspunkte usw. zu sehen.

Da oben rumzufahren kann etwas holprig werden, da die Wege teilweise aus Pflastersteinen bestehen.

Es gibt gut gemachte Webseite mit interaktiver Karte: http://aroucageopark.pt/en/plan/interactive-map/

Wer hier oben nicht übernachten möchte fährt nun wieder runter, nach Arouca:

Übernachten: kostenloser Stellplatz in Arouca

  • Koordinaten Stellplatz: 40.926102, -8.251132
  • Entfernung ab Serra da Freita (Geostation): 16km, ca. 35min
  • Kosten: 0€
  • Infrastruktur: Teil eines größeren Parkplatzes, kostenlose VE, Toiletten, Supermarkt nebenan
  • Alternativ: kleiner Campingplatz auf der Serra da Freita (40.873292, -8.291756)
  • Freisteher: einer der Picknickplätze – oder sonstwo, da oben hat es Platz ohne Ende.

Restauranttipp für Arouca

Da bestellt man schon extra eine „halbe“ Portion, und was bekommt man serviert? Essen, das für eine ganze Familie reichen würde. In dieser Gegend ist es wohl üblich, dass man sich ein Gericht bestellt und diese Platte dann mit mehreren Personen isst. Aber auch, dass die Vorspeise schon so üppig ausfällt, dass man davon gut satt wird. Und leicht panisch auf den Hauptgang wartet. Und am Ende überrascht wird, wie wenig das ganze doch gekostet hat.

Nach einem Bummel durch das überschaubare Arouca kann ich dir das Restaurante »O Parlamento« (40.929024, -8.247213) sehr empfehlen. Du bekommst auch auf der Terrasse was zu essen. Wir gehen übrigens immer ab 19 Uhr zum Essen. Denn wir haben die Erfahrung gemacht, dass gute Restaurants ab 21 Uhr voll sind, alles ist reserviert.

Auf dem Weg zum nächsten Ziel: Passadiços do Paiva

Wer gut im Treppensteigen ist kann das 8km lang tun, (fast) immer dem Rio Paiva entlang. Denn da haben sie einen sehr, sehr langen Holzsteg das Tal entlang gebaut. Mit Hängebrücke, mal am Fels entlang, mit Wasserfall und Praia Fluvial. Bei normalem Lauftempo ist die Wanderung in 2,5h zu schaffen. Es ist kein Rundweg, also läufst du entweder den gleichen Weg zurück oder du nimmst dir das Taxi, das hier hin und her pendelt.

Es bringt dich zurück zum großen Parkplatz (40.929024, -8.247213), den ich dir auch empfehlen würde zu nutzen, denn mit einem (größeren) Wohnmobil runter an den Praia Fluvial zu fahren ist etwas … abenteuerlich.

http://www.passadicosdopaiva.pt/

Hier kann man auch übernachten:

Passadiços do Paiva

Auf dem hinteren Teil des großen Parkplatzes sind Wohnmobilplätze ausgewiesen. Wir haben das als Einladung verstanden dass man hier auch schlafen kann. Nachts herrscht hier eine Totenstille. Denn in den Eukalyptus-Wäldern rundherum lebt ja nichts. Kein Vogel, nichts. Fast schon zu still …


Castro Daire / Rio da Paiva

Vom Flüsschen »Paiva« waren wir ja bisher nicht so angetan. Was aber weniger am Bach selbst liegt, sondern an den Eukalyptus-Monokulturen drumherum. Das ändert sich mit der Fahrt nach Osten. Bereits auf halbem Wege nach »Castro Daire« steuern wir nette Picknickplätzchen am Paiva an und denken uns »Hui, ist ja hübsch«.

Die Straße nach »Castro Daire« ist so mittel. Naja Okay, eher schlecht. Aber immerhin kaum befahren, so dass man gemütlich im dritten Gang (oder auch im zweiten) entspannt dahincruisen kann. Es geht immer den Hang entlang, mal etwas bergauf, mal wieder bergab. In Castro Daire selbst lohnt es sich, eine Runde durch die Stadt zu drehen. Es gibt eine katholische Ecke, die auch zum Unesco Weltkulturerbe gehört. Außerdem hier und da ein Brunnen mit Wandmalerei, eine Kappelle, ein netter Park mit Dampflock usw.

Übernachten: Frei oder Camping

Unseren eigenen Übernachtungsplatz kann ich hier nicht preisgeben. Die Anfahrt mit Auswaschungen und 20% Steigung sind auch etwas abenteuerlicher. Gesehen habe ich aber einerseits ein „Campingplatz“-Schild, außerdem einen Praia Fluvial sowie einen nett aussehenden Parkplatz in der Stadt.

  • Praia Fluvial: 40.888035, -7.906241
    Wie gut die Anfahrt ist weiß ich nicht, auf Google Street View steht dort jedoch ein Wohnmobil …
  • Parkplatz in der Stadt: 40.901774, -7.931139
    Ein Sandplatz mit Bäumen, zentral gelegen.
  • Entfernung ab Passadiços do Paiva: 43km, ca. 70min

Auf dem Weg: Viseu

Da die Etappe bis zum nächsten Ziel mit 100km etwas länger ist kannst du andenken, die Stadt »Viseu« zu besuchen. Wir müssen Viseu erst noch richtig erkunden, waren nur kurz drin – und haben spontan beschlossen, dass wir wieder kommen werden. Es gibt hier auch einen offiziellen, kostenlosen Wohnmobilstellplatz am Rande der Altstadt (40.6647 , -7.9163).


Barril de Alva, am Fuße der Serra da Estrela

Wohnmobilstellplatz Barill de Alva

Wir fahren weiter nach Süden, genauer gesagt an den südwestlichen Fuße der »Serra da Estrela« Das Dörfchen »Barril de Alva« ist überschaubar, aber irgendwie haben sich hier in der Gegend viele Aussteiger / Auswanderer angesiedelt. Außerdem gibt es hier einen richtig netten kostenlosen Wohnmobilstellplatz, am Rande des Ortes, an einem Praia Fluvial gelegen. Und nicht zu vergessen an einem Restaurant: Hier wirst du noch von Mutti bekocht, ihre Enkel machen den Service. Sowas wie eine Speisekarte gibt es nicht: Couvert (Brot u. Oliven), eine Suppe, zum Hauptgang hast du die Wahl zwischen Fisch oder Fleisch, dann noch ein leckerer Nachtisch. Dazu eine Karaffe Rotwein und einen Kaffee. Das macht 16 Euro für zwei Personen. Lecker, einfach, günstig.

Einmal im Monat (an jedem dritten Samstag) findet am Restaurant ein Aussteiger-Treffpunkt mit Markt (Flohmarkt, Selbstgemachtes, selbst angebautes etc.) statt. Hier kannst du Deutsche, Holländer, Franzosen und vor allem Briten treffen, die sich hier zusammenfinden.

Übernachten: kostenloser Stellplatz am Praia Fluvial

  • Koordinaten Stellplatz: 40.926102, -8.251132
  • Entfernung ab Castro Daire: 100km via (kostenpflichtiger) Autobahn, ca. 80min
  • Kosten: 0€, Strom möglich für kleines Geld (im Restaurant fragen)
  • Infrastruktur: VE kostenlos

Auf dem Weg zum Torre: Käse kaufen in Ponte 3 Entradas

Wenn du dich am nächsten Morgen auf dem Weg zum nächsten Ziel machst kommst du an der »Ponte das Tres Entradas« vorbei. Als Käsefan solltest du einen Stopp beim örtlichen Minimercado (40.307643, -7.871639) machen. Denn der verkauft lecker Käse aus der Region, zu angenehmen Preisen. Und das super frisch: der Käse den ich gekauft hatte wurde erst vor zwei Tagen mit einem Produktionsdatum versehen.


Torre, der höchste Berg Portugals

Serra da Estrela Wohnmobil

Wir machen uns auf zum Torre (40.321690, -7.613543), quälen unser Wohnmobil so richtig schön den Berg hoch. Der Torre ist mit 2000 Metern der höchste Berg Portugals, im Winter kannst du hier sogar Skifahren (und danach 2h nach Westen fahren, um im Meer zu surfen. Verrückt.).

Hier oben kannst du einfach nur die Aussicht genießen (mit etwas wettertechnischem Glück zumindest, du kannst in den Touriläden glückselig werden (Käse, Schinken, regionale Produkte und typisches Tourinippes gibt es hier zu kaufen), ein paar schöne Fotos machen, oder eine schöne Wanderung.

Freunde der Fotografie sollten zu Neumond hochfahren um die Milchstraße ohne Fremdlicht zu fotografieren.

Achtung: wer im Winter fährt sollte den Wetterbericht checken. Da oben ist ein Skigebiet, das heißt es kann schneien.

Übernachten auf der Serra da Estrela

Offizielle Stellplätze gibt es da oben nicht, und weil die Serra da Estrela ein Naturpark ist, ist das Übernachten im Wohnmobil eigentlich besonders verboten. Wir haben es dennoch gemacht, ich will es ja nur gesagt haben.

  • Frei, zwischen dem Torre und Manteigas (40.3838,-7.54584 oder 40.3565,-7.55889)
    Entfernung ab Barill de Alva: 52km, ca. 80min
    Infrastruktur: reine Parkplätze
  • Es gibt einen Campingplatz, auf dem Weg nach unten kurz vor Covilha (40.287398, -7.527121)
    Vom Torre aus sind es 16km (30min) bis zum Campingplatz.

Unhais da Serra: am Südhang der Serra da Estrela

Wohnmobiltour Portugal Unhais da Serra

Wir bleiben noch einen Tag an der Serra da Estrela, fahren nach »Unhais da Serra«. Wer mit einem kompakten Wohnmobil unterwegs und abenteuerlichen Straßen nicht abgeneigt ist kann die direkte Route vom Torre aus nehmen, alle anderen fahren über Covilha. In »Unhais da Serra« steht man schön auf dem örtlichen Wohnmobilstellplatz, der direkt neben einem Praia Fluvial gelegen ist. Das Wasser ist wahnsinnig klar, doch selbst im Sommer etwas frisch. Ist aber kein Problem, denn der Ort ist bekannt durch seine Therme – perfekt für einen kälteren Tag, oder?

Im benachbarten Strandbistro gibt es guten Kaffee und Eis am Stil. Wenn du hier ein paar Tage in Ruhe ausspannen möchtest, dies ist ein guter Ort dafür.

Übernachten: kostenloser Wohnmobilstellplatz mit VE am Praia Fluvial

Der Wohnmobilstellplatz wird von der Gemeinde kostenlose zur Verfügung gestellt. Es gibt auch einen überdachten Grillplatz, mit Waschbecken, Toilette und einem separaten Wasserhahn an den man ranfahren kann – allerdings keine Entsorgung.

  • Entfernung ab Torre: 42km, 60min
  • Entfernung ab Covilha: 25km, 40min
  • Kosten: 0€, kein Strom

Sortelha: Dorf, historisch.

Sortelha Portugal

Rund um die Serra da Estrela befinden sich histörische Dörfer, die »Aldeicas historicas«. Wir haben noch nicht alle zwölf gesehen, aber von denen, die wir kennen, hat uns »Sortelha« am besten gefallen. Parken kannst du direkt hinter der alten Stadtmauer am Friedhof (40.328994, -7.217568). Hier gibt es viele alte Steine, informative Hinweistafeln (auch auf Englisch), alles ist richtig schön nett hergerichtet. Aber nicht so sehr, dass es schon wieder zu viel ist. Unter der Woche ist hier nicht viel los, und du kannst dir die kleinen Gassen in Ruhe anschauen. In einem Café machst du Pause, dem alten Herrn im Dorfladen kaufst du vielleicht etwas Kunsthandwerk oder von Mutti eingekochte Marmelade ab. Wer schwindelfrei ist kann auch auf der Stadtmauer umherlaufen, ansonsten einfach die tolle Aussicht vom Castelo aus genießen.

Übernachten in Sortelha:

Es würde mich sehr wundern, wenn es jemanden stören würde, wolle man mit seinem Wohnmobil irgendwo an der alten Stadtmauer stehen bleiben. Empfindest du das anders, kannst du den von der Gemeinde eingerichteten Wohnmobilstellplatz anfahren. Dieser ist übrigens nur 1,1km vom Friedhof entfernt, man könnte also durchaus direkt hier parken und zum historischen Dorf reinlaufen 😉

  • Kostenloser Stellplatz: 40.3326,-7.20339
  • Infrastruktur: VE, Müll, kostenlos
  • Entfernung ab »Unhais da Serra«: 50km, ca. 60min (teilw. mautpflichtig) oder 60km, 70min (mautfrei)

Benquerenca: Relaxen am Praia Fluvial

Wenn du dir mal anschauen möchtest wie die Portugiesen das mit dem Picknick machen, dann komme an einem Sonntag hierher (ab Mai). Dann finden sich hier Hund, Kind, Kegel und Oma zusammen für das Familienpicknick. Ansonsten ist es hier eher ruhig und beschaulich, gerade in der Nebensaison. Der Bach wurde aufgestaut, so dass hier ein Praia Fluvial entstanden ist. Hier kann man schön stehen und eine entspannte Zeit verbringen. Vor allem aber ist Kraft tanken angesagt, denn morgen geht es zu Fuß auf den Berg …

Übernachten: kostenloser Stellplatz am Praia Fluvial

Überraschung, schon wieder ein kostenloser Stellplatz mit Ver- und Entsorgung, an einem netten Praia Fluvial. Dieser hier hat sogar ein Waschhaus mit Toiletten und Duschen (vermutlich sind die kalt), Grillstation, und ein Café / Snackbar. Tipp: Im Sommer nicht zu nahe an den Rasensprengern parken 😉

  • Koordinaten: 40.229434, -7.221150
  • Entfernung ab Sortelha: 20km, 30min
  • Infrastruktur: VE, Waschhaus, Grillstelle, Mülleimer, Restaurant, kein Strom.

Penha Garcia & Monsanto

Wir befinden uns in einer der bezaubernsten Ecke von Portugal. Und heute schauen wir uns gleich zwei Orte an, die ich zur Kategorie „Alte Steine“ zähle.

Penha Garcia: alte Mühlen und ein Praia Fluvial mit Wasserfall

Penha Garcia

Erste Station ist das Dörfchen »Penha Garcia«. Wobei wir es nicht direkt auf das Dorf abgesehen haben, sondern auf das, was dahinter liegt. Um das zu erreichen parken wir an der Staumauer und begeben uns zu Fuß hinab zu den »Moinhos de Aqua«. Historische Mühlen, liebevoll restauriert. Eine Mühle ist sogar in Betrieb, stolz ist man auch auf die kleine Fossilien-Ausstellung. Geht man den Weg weiter bachabwärts, kommt man zu einem der schönsten Praia Fluvials überhaupt, dem »Praia Fluvial do Pego«.

  • Koordinaten Staumauer: 40.045614, -7.014013
  • Entfernung ab Benquerenca: 43km, ca. 50min

Monsanto: bis hoch zum Castelo

Monsanto Portugal

Das portugiesischste aller portugiesischen Dörfer überhaupt heißt »Monsanto«. Hier gewinnt mein Lieblingsbegriff „alte Steine“ an ganz neuer Dimension. Es gibt Häuschen im Stein, unterm Stein und aufm Stein. Und ganz oben drohnt natürlich ein Castelo. Dessen Highlight ist vor allem die Aussicht auf das umliegende Land. Ich empfehle sehr, das Wochenende zu meiden – zumindest im Sommer war da einiges los. Werktags, an einem Nachmittag, ist es angenehm da oben und es hat auch gutes Licht zum Fotografieren.

Erst einmal aber parken wir das Wohnmobil im Ort davor, auf dem Dorfplatz von Relva – denn in Monsanto selbst kannst du nicht reinfahren, und die Parkmöglichkeiten sind begrenzt. Wenn überhaupt nichts los ist, dann geht das aber schon, vor allem mit einem Kastenwagen 😉 Ansonsten fährt dich ein Bus nach oben.

Tipp für eine Pause: Terrasse der Taverna Lusitana

Guten Kaffee und bei Bedarf auch was zu essen gibt es in der bezaubernden »Taverna Lusitana«. Durch den Gastraum kommst du hoch auf die urige Terrasse. Verfehlen kannst du sie nicht, auf dem Weg zum Castelo kommst du automatisch an ihr vorbei.

Restaurantempfehlung: Adega Tipica O Cruzeiro

Ein sehr gutes Restaurant, mit atemberaubendem Ausblick, vor allem bei Sonnenuntergang! Erst dachten wir, dass es ein schickes, teures Restaurant sei, aber es ist einfach etwas neuer / moderner eingerichtet. Das Essen ist einfach nur super, die Preise fair, das Personal freundlich. Kann ich nur empfehlen! Koordinaten:  40.039953, -7.113013

Übernachten: Dorfplatz von Relva

  • Koordinaten Stellplatz: 40.045937, -7.115993
  • Entfernung ab Penha Garcia: 12km, 15min
  • Infrastruktur: Öffentl. Toiletten, ansonsten ist es einfach der Dorfplatz / ein Parkplatz, in den Womoapps als offizieller Stellplatz ausgewiesen.

Castelo Branco: Shopping und alte Steine

Zugegeben, wir haben das Schöne an der Stadt »Castelo Branco« erst einmal übersehen. Sind wir doch die anvisierten Shoppingmöglichkeiten im Süden direkt über die Schnellstraße angefahren. Auf den zweiten Blick lohhnt sich aber auch ein Besuch der Innenstadt. Inklusive dem Erklimmen des Hügels, auf dem das Castelo steht. Es ist nicht nur der tolle Ausblick, sondern schon der Weg dorthin: es geht durch alte, kleine Gassen, mit teils renovierten, heruntergekommenen bis zerfallenen Häusern. Fußfaule die den Hügel nicht raufmöchten werden aber auch im Zentrum fündig – Kirchen, Plätze und eine lebendige Altstadt laden zum Stadtbummel ein.

Shopping: Forum Castelo Branco

Ein typisch portugiesisches Einkaufszentrum: viele Läden aller Art, inklusive einer netten kleinen Fressmeile. Wenn du mal wieder Lust auf einen guten Döner hast oder ein lecker Softeis hast, hier wirst du fündig 😀

Übernachten: zentrumsnah parken

Es gibt einen großen Dreckplatz südlich der Altstadt, auf dem immer ein paar Wohnmobile stehen. In etwa 15 Minuten zu Fuß ist man im historischen Zentrum drin. Es geht eine Straße dran vorbei, für eine Nacht sollte das aber Okay sein, zumal man auch im hinteren Bereich bei den Bäumen etwas ruhiger stehen kann.

  • Parkplatz: 39.815162, -7.503918
  • Entfernung ab Monsanto: 53km, ca. 60min
  • Infrastruktur: keine, ist nur ein staubiger Platz.
  • Alternative: Camping Municipal im Norden: 39.8583,-7.49462

Vila Velha de Rodão – am Tejo

Direkt am Tejo gelegen findest du das Örtchen »Vila Velha de Rodao«. Hier lohnt sich ein Spaziergang, um einen Blick auf die »Portas de Rodao« zu werfen. Felsen, die sich links und rechts vom Tejo auftürmen. Mit dem Wohnmobil, E-Bike oder zu Fuß kannst du hoch zum Castelo, der Ausblick von oben auf den Tejo ist grandios. Aber auch ein Bummel durch das kleine Städtchen geht immer.

Übernachten: kostenloser Wohnmobilstellplatz mit VE

Wieder begegnet uns auf der Wohnmobiltour durch Centro ein kostenloser Stellplatz von der Gemeinde. Er ist direkt am Ort gelegen, auch zum Fluss sind es nur ein paar Schritte.

  • Koordinatien: 39.651500, -7.672194
  • Entfernung ab Castelo Branco: 27km, 30min
  • Infrastruktur: VE, Müll, kein Strom

Weiter geht es, und wir fahren heute mal eine etwas längere Strecke. Unterwegs gibt es ein paar Zwischenziele, die sich für Pausen mit Sightseeing eignen: Das Städtchen »Serta« oder der Stausee von »Pedrogao Grande« beispielsweise.


Coimbra – Studentenstadt mit Charme

Bei der Studentenstadt »Coimbra« scheiden sich die Geister: schön oder so lala? In Coimbra trifft sich jung und alt: Junge Menschen und Moderne, sowie alte Gebäude und Traditionen. Es gibt keinen super schick hergerichteten Häuserfronten, aber genau das macht den eigenen Charme von Coimbra aus.

Übernachten: kostenloser Stellplatz am Fluss

Direkt am Fluss gibt es Parkplätze, welche teilweise auch für Wohnmobile ausgewiesen sind. Vorteil dieses Stellplatzes ist die Lage: einfach über die Fußgängerbrücke, und schon bist du in der Stadt. Nachteil dieses Platzes ist die Lage: die Schnellstraße direkt nebenan kann etwas laut sein. Aber das empfindet wohl jeder anders. Ich fand sie zu laut, andere fanden sie Okay.

  • Koordinatien: 40.200069, -8.429208
  • Entfernung ab Vila Velha de Rodao: 130km, ca. 2h (mautfrei, mit Mautautobahn geht’s schneller)
  • Infrastruktur: keine

Estrada Atlantica, die Küstenstraße

Ja, die »Estrada Atlantica« ist eine Straße. Die am Atlantik entlang führt. Genauer gesagt entlang eines episch langen Sandstrandes. Und wenn du von Coimbra aus erst einmal zum Meer gefunden hast, dann lege doch am »Praia do Pedrogão« einen ersten Halt ein. Südlich des Ortes am Kreisverkehr gibt es einen Sandplatz wo man parken kann (39.917288, -8.954361). Hier heißt die Straße noch »Estrada Florestal«, weiter nach Süden führend wird sie jedoch zur »Estrada Atlantica«. Unterwegs finden sich immer wieder strandnahe Parkplätze und auch Campingplätze, wo man stehen bleiben kann.

Übernachten: Parkplatz am Praia da Vieira

  • Koordinaten: 39.769066,-9.028832
  • Entfernung ab Coimbra: 94km, 90min (mautfrei)
  • Infrastruktur: keine, ist ein einfacher Sandplatz. In der Nähe eine Strandbar, Strandduschen, Mülleimer
  • Alternativ: ein paar hundert Meter weiter ist ein Campingplatz

Nazaré: Monsterwellen und mehr

Nazare Portugal

Nazaré ist vor allem durch eines bekannt: die Riesenwellen, die bei entsprechend passendem Wetter am Praia do Norte ankommen. Meist ist das die Winterzeit, und dann wagen sich die Profisurfer auf das Wasser. Alle anderen sollten sich vom Meer fern halten, aus gutem Grunde ist das Schwimmen am Praia do Norte verboten. Es gibt aber noch den Südstrand, der auch direkt an den Ort Nazaré anschließt.

Übernachten in Nazaré

Wenn nicht gerade ein Surfwettkampf stattfindet kann man am Praia do Norte mit dem Wohnmobil am Strand stehen. Ansonsten soll es etwas schwieriger sein, es gibt jedoch einen Campingplatz im Süden von Nazaré.

  • Praia do Norte: 39.612450, -9.083627
  • Infrastruktur: keine, reiner Parkplatz
  • Entfernung ab Praia da Vieira: 21km, 30min
  • Alternativ Orbitur Campingplatz: 39.597949, -9.056339

Fatima & Grutas de Mira de Aire

Diese beiden Ziele stehen noch auf unserer Todo-Liste. Ich nehme sie dennoch hier auf, denn Freunde von uns waren schon da und konnten uns glaubhaft versichern, dass es sich lohnt.

Fatima

Wie lange man in Fatima verweilen möchte hängt sicherlich davon ab, wie sehr man an katholischen Wallfahrtsorten interessiert ist – das dürfte also auch eine Glaubensfrage sein. Uns interessiert nur der Sightseeing-Charakter, da wir nicht katholisch veranlagt sind. Fatima hat den weltgrößten Kirchvorplatz. Und jährlich zieht es abertausende von Pilgern nach Fatima. Kritisiert wird häufig die Kommerzialisierung des heiligen Ortes, aber das ist eigentlich bei allen Wallfahrtsorten die ich bisher gesehen haben so – die Andenkenvermkartung funktioniert bei so vielen Touristen und Gläubigen immer sehr gut.

Übernachten kannst du mit dem Wohnmobil in Fatima, auf normalen Parkplätzen. Nachts ruhig, tagsüber jedoch kommen Busladungen mit Wallfahrern an. Oder du fährst dem Trubel einfach davon, direkt zum nächsten Ziel:

Grutas de Mira de Aire

Begeben wir uns in die Tiefe: in »Mira de Aire« gibt es gigantisch große Grotten zu besichtigen. Gut zu Fuß sollte man dabei sein, denn es geht viele Meter unter die Erde. Felsformationen, Tropfsteinhöhlen, beleuchtet und vielfarbig – das sieht toll aus, da müssen wir unbedingt mal hin!

Mein Dank an die beiden Bilder geht an Roberta und Stefan

Übernachten in Mira de Aire

Ein kostenloser Stellplatz beim Sportplatz, nur wenige hundert Meter von den Grotten entfernt.

  • Koordinaten: 39.5424 , -8.7035
  • Entfernung ab Fatima:
  • Infrastruktur: VE kostenlos

Das war ein kurzer Abstecher ins Inland, aber zum Abschluss geht es nochmal ans Meer:


Peniche: Klippen und Surfer

Peniche Wohnmobil

Peniche ist eine Halbinsel (also fast eine Vollinsel), ein bei Surfern sehr beliebtes Ziel. Mit dem Wohnmobil kannst du einmal um die Insel fahren. Die Steilküste von Peniche ist beeindruckend. Ich könnte stundenlang auf den Klippen sitzen, Vögel und Angler beobachten. Vor allem wenn das Wetter etwas stürmischer Unterwegs ist bekommst du eine gute Show geboten.

Übernachten in Peniche

Die Freistehmöglichkeiten am Nordzipfel von Peniche gibt es nicht mehr, ist jetzt vollgepflastert mit Wohnmobil-Verbotsschildern – was uns dazu veranlasst hat, nicht in Peniche zu bleiben. Es standen ein paar Wohnmobile am Leuchtturm, möglich dass dort Freistehen möglich ist. Ansonsten gibt es noch einen relativ neuen Wohnmobilstellplatz, für 5€ / Nacht, zzgl. Strom. Der ist allerdings nicht sehr idyllisch, aufgrund seiner sehr betonlastigen Ausgestaltung.

  • Campingplatz vor dem Ort: 39.3541 , -9.3611
  • Wohnmobilstellplatz, kostenpflichtig, betoniert: 39.3662 , -9.3792
  • Parkplatz am Leuchtturm: 39.3599 , -9.4081

Was man eigentlich noch gesehen haben sollte …

Wir haben selbst noch einige Punkte auf unserer Todo-Liste.

  • Leira soll eine schöne Stadt sein, wie man uns versichert hat.
  • Das gleiche gilt für Tomar.
  • Sintra gehört rein geografisch gesehen auch noch zum Centro, wäre nach Peniche vielleicht der nächste Anlaufpunkt. Auf jeden Fall ist es eines der touristischen Highlights von Portugal, die auf keiner Wohnmobiltour durch das Land fehlen sollte.

Roadtrip durch Portugal – Besonderes im Centro

  • Wohnmobilstellplätze, privat betrieben und mit allem Schnickschnack gibt es gerade im Inland eher weniger. Dafür jedoch Campingplätze, und diese sind in Portugal größtenteils ganzjährig geöffnet. Wenn du autark bist und lieber frei stehst, das ist eigentlich kein Problem – auch wenn es in ganz Portugal offiziell verboten ist. Viele Gemeinden bieten eine kostenlose Übernachtungsmöglichkeit inklusive VE für Wohnmobile an, meist eine Ecke auf einem größeren Parkplatz.
  • Frischwasser und eine Möglichkeit zu entsorgen (normalerweise mit Bodeneinlass) gibt es an vielen Intermarché-Supermärkten. An Tankstellen nett fragen hilft auch, dort bekommst du kostenlos Wasser. Ein Wasserdieb dabei zu haben ist sinnvoll. Und wenn man nicht tankt einfach ein Eis kaufen und etwas Trinkgeld geben, dann wird auch der nächste Wohnmobilfahrer an dieser Tanke Wasser bekommen.
  • Waldbrände im Sommer. Bis in den Oktober hinein herrscht in ganz Portugal große Waldbrandgefahr. Im Sommer 2017 hat es gerade die Region Centro sehr getroffen. Auch im September ist die höchste Risikostufe ausgerufen. Gerade für Freisteher gilt daher: der Übernachtungsplatz am Waldrand, am Ende einer Sackgasse ist vielleicht nicht optimal. Schau immer, dass es einen Fluchtweg gibt. Nicht nur das Feuer selbst ist gefährlich, es ist der Rauch, der zu einem Problem werden kann. Es sind unvorstellbar große Rauchwolken. Hast du mal so eine aus der Nähe gesehen wird dir die Problematik erst richtig bewusst.
  • Essen gehen. Wie sonst auch in Portugal gilt: Vor 19 Uhr bekommst du nichts zu essen, und gute Restaurants sind ab 20:30 voll. Wir gehen gerne um halb acht essen, da bekommst du auch ohne Reservierung noch einen Tisch. Bring einen guten Hunger mit! Die Portionen im Centro können teilweise sehr groß sein. Auch gibt es als Couvert (Vorspeise, die man automatisch auf den Tisch bestellt bekommt) gerne schonmal etwas mehr als nur Brot, Butter, Oliven. Günstig ist es auf jeden Fall!

Mehr!

Du möchtest mehr über Portugal lesen? Dann kauf dir doch meinen bebilderten Wohnmobil-Reiseführer „Roadtrip Portugal“. Oder schau einfach auf der Themenseite, was ich sonst noch so über das Reisen mit dem Wohnmobil nach Portugal geschrieben habe.

Wohnmobiltour Portugal Centro zum Herunterladen & Ausdrucken

Wohnmobiltour Centro (PDF)

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Die meisten fahren mit dem Wohnmobil durch den Alentejo, sind jedoch nur auf Durchreise, auf ihrem Weg an die Algarve. Dabei ist diese Region von Portugal so schön, dass sie mehr Aufmerksamkeit verdient hat. Mir gefällt der Alentejo – eine Region, welche so viel zu bieten hat. Gut, sie ist deutlich weitläufiger als die Algarve, und bereits diese größere Fläche bedeutet eine größere Vielfalt.

Wohnmobiltour Alentejo Karte

Der Alentejo, die größte Region Portugals – und sicherlich auch die abwechslungsreichste. Hier findest du, wofür Portugal steht: endlose Strände, Naturparks, Korkeichenwälder, schwarze Schweine. Einfaches Landleben sowie historische Städte, gewählte Einsamkeit plus Sightseeing im Pulk asiatischer Reisegruppen, alles ist möglich.

Hier machen wir keine Rundreise, sondern fahren Zickzack. Du kannst diesen Alentejo-Roadtrip also von Nord nach Süd oder umgekehrt machen – je nachdem, in welche Richtung es dich gerade zieht. Eine bunte Mischung aus schönen Städten, superschönen Stränden und so manch ein hübscher Stausee ist mit dabei.

Diese Alentejo-Tour hat 15 Stationen, wäre theoretisch wohl in 15 Tagen zu schaffen. Doch stelle ich mir sowas recht stressig vor. Wenn du für deine Wohnmobiltour also wirklich nur zwei Wochen Zeit hast um den Alentejo zu erkunden, dann würde ich 2-3 Stationen auslassen. Normalerweise ergibt sich das jedoch von selbst – wie oft haben wir uns dazu entschieden am schönen Stausee noch eine Nacht länger zu bleiben … Wie auch immer habe ich bei der Routenplanung darauf geachtet, dass sich tägliche Fahrtzeiten in Grenzen halten. Auch wenn der Alentejo flächenmäßig größer, dadurch etwas mehr Fahrerei als bei der Algarve-Wohnmobiltour verbunden ist. Anderthalb Stunden ist für mich das Höchste der Gefühle, so bleibt dieser Roadtrip durch den Alentejo entspannt.

Wie auch bei der Algarve-Wohnmobiltour empfehle ich immer Landstraße zu fahren, die Strecken sind auch nicht so lange dass sich eine Autobahn lohnen könnte. Die Tour ist so geplant, dass spätenstens alle 3-4 Tage eine Möglichkeit zur Ver- und Entsorgung besteht, auch zeige ich optional Campingplätze auf. Kostenpflichtige Wohnmobilstellplätze gibt es im Alentejo weniger, dafür einige (günstige) Camping Municipal, also Campingplätze, die von der Kommune betrieben werden. Weitere Infos über den Alentejo und über das Reisen mit dem Wohnmobil in Portugal findest du am Ende dieser jetzt beginnenden Wohnmobiltour:

Verwendete Begrifflichkeiten:
Barragem = Stausee.
VE: Ver- / Entsorgungsstation für Wohnmobile.
Castelo: alte Festung, fast jedes Städtchen im Alentejo hat eines.
Municipal: gemeindeeigene Campingplätze, Schwimmbäder etc.

Station 1: Nisa & Barragem de Póvoas e Meadas

Unser Alentejo-Raodtrip startet am „Barragem de Póvoas e Meadas“

Wir starten unsere Wohnmobilreise im Nordosten des Alentejo, einem netten Städtchen namens Nisa. Hier verlassen wir einfach mal die Nationalstraße, drehen eine Runde durch die Kopfsteinpflastergassen, schauen uns ein paar alte Steine an, bummeln etwas durch die Gassen, trinken einen Café. Wir bestellen »Um Galao e um Pastel de Nata, por favor«. Wer seinen Milchkaffee lieber als Espresso trinkt bestellt statt dem Galao einen Pico. Nach dieser netten Pause fahren wir noch ein Stück weiter nach Süden, zu unserem Übernachtungsplatz:

Übernachten: Wohnmobilstellplatz am Barragem

Direkt am Stausee „Barragem de Póvoas e Meadas“ befindet sich ein kommunaler Wohnmobilstellplatz. Man kann sich hier direkt auf die Rasengittersteine stellen, oder einfach daran vorbei und sucht sich ein nettes Plätzchen am See. Am besten nicht direkt an dem großen Container, denn in diesem lagern Kanus, und es kann durchaus passieren, dass ein Omnibus vorbei kommt und eine Kinderschar ausspuckt. Aber keine Sorge, eine Stunde später ist der Spuk schon wieder vorbei. Und du kannst die Ruhe an diesem netten See genießen, rüber zur Wirtschaft an der Staumauer (die haben auch Eis), oder einfach eine Runde spazieren gehen. Dank gut markierter Wanderwege findest du vermutlich auch wieder zurück zum Wohnmobil. Unsere kleine Wohnmobiltour durch den Alentejo beginnt also sehr entspannt 🙂

  • Koordinaten Stellplatz:
  • Entfernung ab Nisa: 12 km, Fahrtzeit: 20 Minuten
  • Kosten: 0€; VE, Waschhaus, Mülltonnen, kein Strom

Station 2: Barragem de Montargil

Hübscher Stausee mitten im Norden vom Alentejo

Montargil, Alentejo Portugal

Ich finde den Alentejo so toll, weil es so viele Stauseen gibt – einfach perfekt für eine Wohnmobiltour. Und so fahren wir direkt den nächsten See an. Auf der Fahrt zum Barragem de Montargil wirst du erstaunt sein, wie sehr sich die Landschaft verändert. Und dieses Erstaunen wird die nächsten Tage anhalten, auch wenn wir kaum längere Strecken fahren. Die heute ist wohl eine der Längsten. Und deshalb packen wir uns heute mit unserem Wohnmobil auch einfach nur an den See und genießen den Tag:

Übernachten: Barragem de Montargil, Staumauer / Campingplatz

Wir fahren an das Südufer des Sees. Wer einen Campingplatz bevorzugt findet ihn am Westufer. Wenn du frei stehen möchtest, über die Staumauer und nach der Repsol-Tankstelle geht es links rein, hier kannst du dir ein Plätzchen am Seeufer suchen.

  • Koordinaten: 39.052121, -8.169182
  • Entfernung ab Barragem de Póvoas e Meadas: 92 km, Fahrtzeit: ca. 90 Minuten
  • Kosten: 0€, keine Infrastruktur
  • Alternative: Campingplatz am Westufer, nördlich von Montargil: 39.100853, -8.144611

Station 3: Campo Maior

Altes Städtchen mit See, ohne Touris

Campo Maior, Alentejo

Nach diesem kleinen Abstecher ins Zentrum des Alentejo geht es erst mal wieder nach Osten. Unser Ziel ist Campo Maior, ein kuschelig altes Städtchen. Es ist recht übersichtlich, in einer Stunde hast du alles innerhalb der Stadtmauer erkundet. Du parkst am Park, der Straßenrand bietet genügend Parkplätze. Und läufst einfach immer geradeaus, bis du zur Stadtmauer kommst. Hier findest du das Castelo, und links davon eine alte, zerfallene Kirche. Auf dem Weg zurück gibt es noch eine Knochenkapelle zu besichtigen. Hier musst du etwas Glück haben, dass die Angestellte (die Hausmeisterin) dich kommen sieht und dir aufschließt. Ansonsten ist es ein Ort mit schöner Infrastruktur: so gibt es diverse Supermärkte, darunter einen Intermarché mit Waschmaschine.

Im Ort selbst bleiben wir für die Nacht nicht stehen, sondern fahren ein Stück außerhalb an die Staumauer des „Barragem do Caia“:

Übernachten: Barragem do Caia

Bevor es über die Staumauer geht findest du rechter Hand einen Campingplatz. Möchtest du lieber frei stehen lässt du ihn rechts liegen und fährst direkt vor der Staumauer rechts rein.

  • Koordinaten Freistehplatz: 39.004986, -7.139222
  • Entfernung ab Barragem de Montargil: 112 km, Fahrtzeit: ca. 1 1/2 Stunden
  • Kosten: 0€, ohne alles
  • Alternative Campingplatz: 39.005886, -7.130614

Station 4: Elvas

Alte Steine nahe Spanien

Elvas Wohnmobiltour

Die nächste Stadt Elvas ist nicht weit entfernt, und ein bisschen größer. Wie alle Städtchen nahe der spanischen Grenze hat auch diese ein Castelo sowie viele weitere alte Steine. Hast du keine große Lust auf Sightseeing, sondern stehst mehr auf Shopping? Fahr doch kurz rüber nach Spanien, bis Badajoz ist es nur ein Katzensprung. Am Ortseingang findest du linker Hand ein gigantisches Einkaufszentrum (38.886306, -7.019323).

Übernachten: Aquädukt von Elvas

Auf dem großen Parkplatz am riesigen Aquädukt von Elvas kann man mit dem Wohnmobil auch über Nacht stehen. Er ist ein idealer Ausgangspunkt um die historische Altstadt zu erkunden, zur Stadtmauer sind es keine 10 Minuten.

  • Koordinaten: 38.878754, -7.172468
  • Entfernung ab Campo Maior: 18km, 20min
  • Kosten: 0€, ohne Infrastruktur
  • VE: am Intermarché ( 38.874556, -7.184423 )

Wenn du noch frisches Wasser brauchst: am Intermarché hat es eine VE. Denn am heutigen Übernachtungsplatz gibt es keine, wir fahren den nächsten Freistehplatz am Stausee an:


Station 5: Barragem do Divor

Stauseehopping vom Feinsten

Barragem do Divor, Alentejo

Bevor wir uns in die nächste größere Stadt aufmachen geht es erst nochmal zum Chillen an den nächsten Stausee. Am Barragem do Divor ist nicht viel los, du kannst die ein schönes Plätzchen aussuchen, unter den Bäumen oder direkt am Wasser.

Übernachten: Barragem do Divor – Staumauer

Wir sind am Ende der Staumauer gestanden. Es möchte erwähnt sein, dass es sich hierbei um einen (schwulen?) Sextreff handelt. Bis auf ein paar Autos am Abend, die langsam her und wieder wegfahren, war aber kein großer „Verkehr“ 😉

  • Koordinaten: 38.700150, -7.928975
  • Entfernung ab Elvas: 93 km, Fahrtzeit: 90 Minuten
  • Kosten: 0€, ohne Infrastruktur

Station 6: Evora

volles Touriprogramm

Evora Portugal Alentejo

Nach einer sehr ruhigen Nacht am Barragem Divor haben wir es nicht weit bis nach Evora, der größten Stadt auf unserer Wohnmobiltour durch den Alentejo. In Evora gibt es viel Altes zu sehen. Es hat jede Menge alter Steine aus römischen Zeiten, die ersten bekommst du direkt beim Reinfahren in die Stadt zu Gesicht, in Form eines imposanten Aquädukts. Weiter brauchst du mit deinem Wohnmobil auch gar nicht zu fahren, denn hier werden wir übernachten. Direkt am Rande der Altstadt, ein perfekter Ausgangspunkt um diese per Fuß zu erkunden.

Anschauen solltest du dir die Knochenkapelle. Sie ist auch das einzige, für das wir Eintritt bezahlt haben. Es gibt außerdem jede Menge Kirchen und Museen, doch die wollten alle Geld, und so sehr kann ich mich dann doch nicht mehr für Geschichte und Religion begeistern. Tipp: stehe gleich morgens um neun Uhr vor der Knochenkapelle. Denn ab halb zehn kommen Busladung voller asiatischen Touristengruppen. Wenn du eher da sein solltest: Frühstück gibt’s im Park nebenan, Kaffee und süße Teilchen waren dort sehr lecker. Weiter sehenswert ist der alte römische Tempel mit einem schönen Ausblick vom dahinter liegenden Park aus und das Aquädukt, welches dich zurück zum Wohnmobil führt. Nimm ruhig ein paar kleinere Gassen, denn sie machen den besonderen Reiz einer jeden älteren Stadt im Alentejo aus, und irgendwie kommst du schon wieder irgendwo raus 😉

Essen gehen: „Sao Domingos“

Essen gehen am Abend, da habe ich eine klare Empfehlung: ein kleines Restaurant in der Altstadt, vielleicht 10 Minuten zu Fuß vom Übernachtungsplatz entfernt. Das Sao Domingos findest du hier: 39.004986, -7.139222. Es hat eine kleine Karte, das Essen ist fein, typische Alentejo-Küche. Das schwarze Schwein ist sehr empfehlenswert. Komm nicht zu spät, es ist ein kleines Restaurants wo viel reserviert wird. Um 19 Uhr waren wir schon da,
eine Stunde später war es schon relativ voll.

Übernachten: Aquädukt von Evora

Zwischen Viadukt und dem großen PKW-Stellplatz gibt es einen Sandplatz, auf dem man ganz gut mit dem Wohnmobil übernachten kann. Es ist dank angrenzender Hauptsraße nicht gerade ruhig, nachts geht es aber.

  • Koordinaten: 38.577073, -7.914611
  • Entfernung ab Barragem do Divor: 20 km, 25 Minuten
  • Kosten: 0€, keine Infrastruktur

Station 7: Pego do Altar

Alentejo von seiner schönsten Seite

Portugal Roadtrip: Pego do Altar

Nach dem Trubel in Evora folgt die gewählte Einsamkeit am einsamen Stausee. Dafür fahren wir an einen See, den vermutlich jeder Überwinterer kennt: den „Barragem do Pego do Altar“. Wer etwas Gesellschaft und ein brauchbares Restaurant in der Nähe haben möchte fährt an die Staumauer – dort ist ein (offizieller, inoffizieller?) Wohnmobilstellplatz, wo immer welche stehen. Wenn du lieber alleine stehst und dabei einen schönen Blick über den See und mit Korkeichen bewachsene Hügel bevorzugst, fährst du oben rein, bei Santa Susana (siehe graue Box).

Hier legen wir einen entspannten Ruhetag ein, drehen eine Runde mit dem Hund (geht glaub auch ohne) ein Stück den See entlang.

Übernachten: Pego do Altar / Santa Susana

Am Ende der Zufahrtsstraße erblickst du den Stausee, der meist nicht allzu viel Wasser führt. Hier kannst du dich entscheiden ob links rum oder rechts rum. Platz hat es genug. Bitte nicht kuscheln, an diesem See stehen Wohnmobile, die eben nicht Kuschelcamping an der Staumauer machen möchten!

  • Koordinaten: 38.446336, -8.379490
  • Entfernung ab Evora: 68km, Fahrtzeit 1 Stunde
  • Kosten: 0€, keine Infrastruktur (Auf der Zufahrtsstraße Picknickplatz mit Wasserhahn)
  • Sonstiges: Internetempfang nur nahe der Zufahrtsstraße, weiter rechts wird schlechter.
  • Alternative: Stellplatz an der Staumauer ( 38.420474, -8.392002 )

Station 8: Praia da Aberta Nova / Melides

mehr Meer geht nicht!

Praia da Aberta Nova, Melides

Wir fahren ans Meer, in den Naturpark „Alentejo Litoral“, Kommen automatisch in „Alcacer do Sal“ durch. Hier kann man einen netten kleinen Bummel durch den Ort machen, oder durch den örtlichen Lidl. Weiter geht es die IC1 runter, die wir kurz vor Grandola verlassen um ans Meer zu fahren. Ich weiß nicht mehr genau welche Straße es war, aber sie heißt „Straße des Todes“. Richtig böse Schlaglöcher und Blowups am Straßenrand, man muss bitte wirklich gut aufpassen. Die letzten zwei Kilometer sind dann noch besonders spaßig: zwei Kilometer Waschbrettpiste führen zum auserkorenen Strandparkplatz.

Dort angekommen lassen wir also erst einmal alles stehen und liegen, gehen runter zum Strand, entspannen bei einem ausgedehnten Strandspaziergang. Hat das Restaurant geöffnet, gibt es hier sicher einen Kaffee. Im Winter hatte es allerdings geschlossen. Und was macht man hier abends? Ganz klar, Sonnenuntergang gucken.

Übernachten: Strandparkplatz Praia da Aberta Nova

Der Strandparkplatz hat zwei Ebenen. Ich finde es oben schöner, der Ausblick ist besser und man hält die strandnahen Parkplätze für die einheimischen Angler / Tagesgäste / Restaurantbesucher frei. Oben ist es auch ruhiger, da Angler gerne früh morgens oder spät abends herfahren.

  • Koordinaten: 38.177331, -8.779597
  • Entfernung ab Pego do Altar: 57km, Fahrtzeit ca. 1 Stunde
  • Kosten: 0€, keine Infrastruktur (Mülltonnen vorhanden), Restaurant im Winter geschlossen
  • Sonstiges: Internet geht mit NOS gut, mit MEO weniger.
  • Alternativ: Campingplatz etwas nördlich, direkt am Meer gelegen ( http://campinggale.com/ )

Wir fahren nach Süden, bleiben am Meer. Kommen an „Vila Nova de Santo André“ vorbei, ein Stadt, die jetzt nicht so wahnsinnig charmant ist. Aber sie hat einen Intermarché mit kostenloser Ver- und Entsorgung. Was man im Alentejo übrigens öfters vorfindet. Vor der Stadt ist die „Lagoa de Santo André“. Hier kann man auf dem neu gemachten Parkplatz parken, meines Wissens auch noch übernachten. Als wir dort waren ging das jedenfalls. Es hat einen großen Strand inklusive Strandrestaurant, ist nett da.

Auch in Sines kann man durchaus einen Stop einlegen. Die Altstadt ist nett, es gibt ein „Cabo de Sines“, das „Castelo de Sines“ … Südlich von Sines biegen wir am Kraftwerk rechts ab (M1109), parken bei den Surfern auf dem Parkplatz direkt am Strand. Nach einem netten Strandspaziergang geht es diese Straße weiter bis Porto Covo, immer der Küste entlang. Es mag nicht der schnellste Weg sein, aber es ist ein schöner. Die CM1072 führt uns weiter direkt zum Tagesziel, Vila Nova de Milfontes


Station 9: Vila Nova de Milfontes

ein Städtchen, viele Strände

Vila Nova de Milfontes, Alentejo

Ein nettes portugiesisches Küstenstädtchen darf auf unserer Wohnmobiltour durch den Alentejo natürlich nicht fehlen. „Vila Nova de Milfontes“ hat alles zu bieten, was dazu gehört: Farol, Cabo, Forte, Praias (also Leuchtturm, Kapp, Festung, Strände).

Essen: „O Dunas Mil“

Was auf einer Tour durch Portugal freilich nicht fehlen darf ist das Verspeisen von Meeresgetier. Außer vielleicht man ist Vegetarier. Diese können die Portugiesen ganz vorzüglich zubereiten, und im O Dunas Mil, seines Zeichens ein Meeresfrüchte-Restaurant, klappt das besonders gut.

Angucken: Schiffswrack am Strand

Das steht noch auf meiner Bucket-List, das Schiffswrack, welches bei Vila Nova de Milfontes am Strand rumliegt, seit 1996. Wie es dazu kam weiß man so genau nicht, aber es heißt, dass Schmuggler sich vor der Polizei versteckt haben, dabei auf Grund gelaufen bzw. gekentert sind. Und irgendwie hat es nie jemand weggeräumt. Heute sicherlich ein Geheimtipp, kann man sich mal anschauen. Du findest es am Praia do Patacho (37.725781, -8.792643), gleich neben dem Ort.

Übernachten: Parkplatz in der Stadt

Unten am schönen großen Strand (Praia das Furnas) darf man echt nicht mehr stehen, wir hatten dort auch Besuch von der Polizei (GNR), welche uns auf den Umstand hingewiesen haben, dass es 300€ Strafe kosten würde, wollten wir hier die Nacht verbringen. Sie meinten aber auch, dass es im Ort einen Parkplatz gibt, wo man übernachten könnte:

  • Koordinaten: 37.724445, -8.784936
  • Entfernung ab Praia da Aberta Nova: 68km, gute Stunde
  • Kosten: 0€, ohne alles
  • Sonstiges: sehr zentral im Ort gelegen
  • Alternative Campingplatz: 37.724445, -8.784936 Es gibt zwei Campingplätze gleich nebeneinander, recht zentral am Ortsrand gelegen.

Station 10: Santa Clara Stausee

Hach ja, noch ein Barragem …

Santa Clara Stausee, Alentejo

Nach den letzten Tagen am Meer wird es mal wieder Zeit für einen Stausee auf unserer Wohnmobil Tour. Am Barragem de Santa Clara kannst du schön an der Staumauer übernachten. Entspannen und Spazieren gehen ist hier super, es gibt auch einen markierten Wanderweg und Zugang zum Wasser. Das Ufer ist relativ steil, aber es gibt Zugänge zum Wasser. Hier trifft man immer Wohnmobile an, auch alternative bis abenteuerliche Gefährte. Die Gegend ist übrigens recht beliebt bei Aussteigern, auch einige Deutsche haben sich hier angesiedelt, leben als Selbstversorger in den Hügeln rund um den See. Mit dem Wohnmobil bleiben wir aber lieber an der Staumauer stehen, die unbefestigten Wege rund um den See sind eher was für Pickups.

Wenn du dich etwas bewegen möchtest, mach doch einen Spaziergang in den nächsten Ort, „Santa Clara a Velha“. Der Ort selbst ist schnell erkundet. Du findest dort Tankstelle, Minimarkt, das obligatorische Café-Restaurant – und nette Kopfsteinpflaster-Gassen mit typischen Alentejo–Häuschen.

Übernachten: Staumauer / Barragem de Santa Clara

Ich empfehle, über die Staumauer zu fahren, dahinter hat es gut Platz. Aber auch vor der Staumauer kannst du mit dem Wohnmobil stehen.

  • Koordinaten: 37.515579, -8.444111
  • Entfernung ab Vila Nova de Milfontes: 59km, ca. 70 Minuten
  • Kosten: 0€, ohne Infrastruktur

Station 11: Castro Verde

nettes Städtchen im Alentejo
Auf dem Weg in Richtung spanische Grenze machen wir einen Halt in Castro Verde. Eine nette kleine Stadt im Süden vom Alentejo. Wir steuern den gemeindeeigenen Campingplatz an, denn dieser ist gut, günstig, zentral gelegen. Perfekt für einen Ausflug per Pedes in die Stadt.

Übernachten: Campingplatz Municipal

Dieser Campingplatz hat – zumindest im Winter – eher Stellplatzcharakter. Vorne kann man sich schön im Wohnmobilbereich in die Reihe stellen, hinten ist es allerdings besser. Es gibt alles an Infrastruktur, was das Herz nach einigen Tagen Freistehen begehrt: Ver- und Entsorgungsstation, günstige Waschmaschine + Trockner, großzügige Sanitäranlagen. Direkt nebenan ist das gemeindeeigene Hallenbad.

  • Koordinaten: 37.704772, -8.088213
  • Entfernung ab Barragem Santa Clara: 60km, ca. 1h
  • Kosten: 8,50€ (Wohnmobil + 2 Personen), Strom 2€

Station 12: Mertola

Maurische alte Steine am Rio Guadiana

Mertola, Alentejo Portugal

Direkt am Rio Guadiana liegt das alte Städten Mertola. Hier gibt’s viele schöne alte Steine, ein obligatorisches Castelo, Museen, und viel Natur drumherum. Einfach durch die Gassen bummeln und selbst entdecken was es zu entdecken gibt. Wenn du vorher noch eine kleine Wanderung machen möchtest, dann würde ich nicht direkt nach Mertola fahren, sondern einen Abstecher nördlich davon einlegen:

Ausflug: Cascata do Pulo do Lobo

Die Koordinaten verweisen auf einen Parkplatz. Hier das Wohnmobil stehen lassen und zu Fuß runter zum Fluss gehen. Dort findest du Stromschnellen vor, und Wanderwege. Wichtig: es gibt kein Internet da unten, ich empfehle also vorher Offlinekarten herunter zu laden. Denn die Wanderwege sind jetzt nicht so super markiert stellenweise.

  • Koordinaten: 37.810124, -7.644680
  • Entfernung ab Castro Verde: 51km, ca. 50min
  • Entfernung bis Mertola: 26km, ca. 40min

Übernachten: am Hafen von Mertola

Bisher konnte man eher inoffiziell am Hafen übernachten, seit neuestem geht das wohl auch offiziell. Ich bin mir fast sicher, dass man den Stellplatz auch mit einem größeren Wohnmobil anfahren kann – auch wenn die letzten Meter runter zum Fluss etwas steiler ausfallen.

  • Koordinaten: 37.637978, -7.662616
  • Entfernung ab Castro Verde: 43km, etwa 40 Minuten
  • Kosten: 0€, meines Wissens keine Infrastruktur
  • Alternative: großer, unbefestigter Parkplatz oberhalb von Mertola ( 37.6403 , -7.6637 )

Station 13: Mina de São Domingos

bunte Seen & ein Stausee

Wohnmobiltour Alentejo Sao Domingos

São Domingos ist vom Bergbau geprägt, zumindest in der Vergangenheit (bis ca. 1966) wurde hier Pyrit abgebaut. Heute kann man die stillgelegte Mine besichtigen. Sie erstreckt sich auf ca. 6km, zieht sich durch ein Tal, immer wieder findet man (bunte) Seen, Stollen, Überreste von Gebäuden, Brücken über die man lieber nicht gehen will. Es empfiehlt sich, das Minengelände aufgrund seiner Weitläufigkeit mit dem Radl zu erkunden. Wenn du darauf keine allzu große Lust verspürst nimmst du den kleinen Rundweg am Eingang und ein paar ältere Gebäude dort mit.

Gehst dann wieder zurück zum See, drehst noch eine Runde durch das nette Dorf.

Übernachten: Parkplatz am Praia Fluvial

Dieser Parkplatz am Praia Fluvial (Badestelle am Stausee) Es ist kein offizieller Stellplatz, aber normalerweise werden Wohnmobile hier geduldet. Es scheint, dass es schonmal Probleme gegeben hat, also bitte jegliche Art von Camping vermeiden (keine Stühle raus, Markise bleibt drin etc.)

  • Koordinaten: 37.672382, -7.504239
  • Entfernung ab Mertola: 19km, halbe Stunde
  • Kosten: 0€, ohne alles. VE: 37.671438, -7.500560, 2€

Station 14: Beja

Schöne Altstadt

Beja Portugal

Weiter geht unsere Wohnmobilreise in die nächste größere Stadt, nach Beja. Auf dem Weg dorthin bitte nicht weinen, die Straße ist auf den ersten Kilometern wirklich schlecht, sie wird aber irgendwann besser. Für eine Stadtbesichtigung kannst du mit dem kleinen Wohnmobil sicher auch am Mercado parken, wir jedoch haben ein Stück südlich davon einen komfortabel großen Straßenrand gefunden: 38.009804, -7.855810. Der Mercado hat vormittags geöffnet, dort einzukaufen ist bestimmt super, es hat viele verschiedene Geschäfte und Stände. Wir waren natürlich nachmittags da.

Beja ist auf jeden Fall ein Besuch wert. Entspannt durch den Stadtkern bummeln, dabei ein paar kleinere Gassen nehmen, per Zufall dann wieder auf einem größeren Platz oder vor einer alten Kirche stehen … Die Fußgängerzone von Beja ist schön gemacht, aber nicht allzu groß, also ein schöner kleiner Ausflug.

Übernachten tun wir nicht in Beja, denn der nächste Stausee unserer Wohnmobiltour ist nicht weit:

Übernachten: Barragem do Roxo

Direkt vor der Staumauer gibt es Parkmöglichkeiten, einen Picknickplatz, einen Wasserhahn. Hier kannst du direkt auf dem Parkplatz stehen bleiben, oder du suchst dir ein lauschiges Plätzchen unter den Bäumen, oder direkt am See. Hier ist nicht viel los, es gibt eine Ziegenherde, ab und an kommt ein Angler vorbei. Du solltest auf genügend Abstand zwischen deinem Hund und der Ziegenherde achten, die Herdenhunde verstehen da keinen Spaß.

  • Koordinaten: 37.936903, -8.081111
  • Entfernung Mina Sao Domingos > Beja: 66km, mind. 60 Minuten
  • Entfernung Beja > Barragem do Roxo: 28km, 30 Minuten
  • Kosten: 0€, Wasserhahn (1-Zoll-Gewinde, kostenlos)

Station 15: Barragem do Roxo

Am Ende der Alentejo-Tour chillen wir

Barragem do Roxo Wohnmobil

Hier endet unsere Alentejo-Wohnmobiltour, wie sie begonnen hat: an einem Stausee.

Links um den See rum, rechts über die Staumauer … Spazieren gehen, in der Sonne chillen, entspannen und überlegen wie es weiter geht. Runter an die Algarve? Wenn dir diese Wohnmobiltour durch den Alentejo gefallen hat, dann kannst du ja gleich mit meiner Algarve Wohnmobiltour weiter machen 😉 Diese könntest du in Ameixal starten, was nur eine gute Stunde vom Barragem do Roxo entfernt ist. Auch hier findest du eine bunte Mischung aus Seen, Stränden, Städtchen und vor allem viel Natur.


FAQ Wohnmobil in Portugal & im Alentejo

Dieser Absatz ist vor allem für jene interessant, welche sich noch nicht so in Portugal auskennen. Weitere Infos findest du im umfangreicheren Artikel Mit dem Wohnmobil in Portugal überwintern.

  • Freistehen im Alentejo: GNR deutlich entspannter. GNR ist die portugiesische Staatspolizei, für ländlichere Regionen in Portugal zuständig. Während sie es an den Küsten, insbesondere in den Nationalparks, schonmal genauer nehmen, kommt es im Alentejo, gerade im Inland, eher selten vor dass man darüber informiert wird, dass frei stehen nicht erlaubt ist. Wenn sie doch mal was sagen: Man diskutiert nicht mit der GNR, das kann nämlich teuer werden. Man respektiert, dass frei stehen in Portugal eigentlich grundsätzlich verboten ist und kommt dem Wunsch nach, einen anderen Übernachtungsplatz aufzusuchen.
  • Einkaufen: Im Alentejo findest du alle möglichen Supermarktketten: Minipreco, Supermarché, Jumbo, Lidl … Außerdem noch die Kette „Loja Alentejo“, vergleichbar mit unserem Edeka. In größeren Städten hat die Markthalle (Mercado Municipal) jeden Vormittag offen, in kleineren Städtchen nur Samstag morgen.
  • Wohnmobilstellplätze, Freistehplätze und Campingplätze im Alentejo finden: Kleinere Campingplätze, ofmtals Municipal, findest du an vielen Stauseen. Offizielle Wohnmobilstellplätze sind im Alentejo eher seltener anzutreffen. Ganz klar, Campingplätze und offizielle Wohnmobilstellplätze sind in den üblichen verdächtigen Datenbanken sowie Reiseführern verzeichnet. Auch die Plätze dieser Wohnmobiltour sind alle dort enthalten. Ja, unsere schönsten Plätze habe ich hier nicht angegeben – denn wir möchten nicht, dass diese publik werden, früher oder später auch in diesen Datenbanken auftauchen. Wie du also selbst diese Plätze findest? Google Maps, Satellitenkarte, gutes Internet und etwas Zeit.
  • Nomaden-Infrastruktur: Frischwasser gibt es oftmals an Picknickplätzen, auch bei Tankstellen kann man fragen. Waschmaschinen findest du (inzwischen fast allen) Parkplätzen der Intermarché-Supermärkte. Müllentsorgung ist in Portugal generell kein Problem, große Mülltonnen stehen überall rum.
  • Mobiles Internet: MEO (15€ für 30GB innerhalb 15 Tage) oder NOS (1€ / Tag, Datenflatrate) bieten Prepaid-Internet-SIM-Karten an. Diese kaufst du dir in einem MEO bzw. NOS Laden, zu finden in jeder mittelgrößeren Stadt. Die Netzabdeckung ist bei beiden Anbietern sehr gut, meistens hat es LTE.

Zum Abschluss: Impressionen zur Inspiration

Solche schönen Plätze an den Stauseen im Alentejo findet man mit Google Maps, Bodenfreiheit, Abenteuerlust. Ach ja, man sollte keine Angst vor Kratzern im Lack haben, denn so manche Anfahrt entpuppt sich als sehr ruppig …

Alentejo-Wohnmobiltour als PDF

Auch diese Wohnmobiltour gibt es wieder zum runterladen & ausdrucken:

Wohnmobiltour Alentejo (PDF)

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Eine Rundreise von 2-3 Wochen, mit dem Wohnmobil durch die Algarve – hier kommt mein Vorschlag für deine Wohnmobiltour.

Interessant für alle, die nicht nur auf gut besuchte, touristische Highlights aus sind. Sondern auch das Besondere der Algarve genießen möchten: Hier ein schöner Wochenmarkt, dort die Ruhe der wunderschönen Natur. Kleinere, historische Städtchen, einsame Strände.

Anstelle eines Algarve-Reisebericht mache ich euch also einfach den Reiseführer. Denn nach zwei Überwinterungen an der Algarve habe ich vermutlich noch längst nicht alles gesehen, aber vieles.


Diese Tour ist für Wohnmobile geeignet, die mal einige Tage frei stehen können (& möchten), dann auch mal einen Stellplatz bzw. Campingplatz anfahren. Da gerade im Naturpark freistehen verboten ist, empfehle ich hier eher das Übernachten auf offiziellen Plätzen.

Diese Wohnmobiltour ist in 14 Tagen zu schaffen – wobei ich es als sehr schade empfinden würde, wenn du dir wirklich nur zwei Wochen Zeit für die Algarve nehmen möchtest (oder kannst). Drei Wochen wäre ein besseres Zeitfenster, denn es gibt Einiges zu entdecken – inklusive schöne Orte, an denen man gerne eine Nacht länger bleiben möchte.

Es ist eine Rundreise, einsteigen kannst du also dort, wo du in die Algarve einreist. Kommst du von Spanien, dann empfehle ich dir Tavira als erste Station. Von der Atlantikküste runter kommend Aljezur, vom Osten Portugals einreisend Odeleite.


Station 1: Tavira

Eine charmante, kleine Stadt an der Südküste
Wer von Spaniens Küste nach Portugal rüber kommt sollte unbedingt Tavira besuchen. Denn hier kannst du gut erleben, wie Tourismus funktioniert, ohne dass eine Stadt an ihrem Charme verliert. Die historische Altstadt ist einen Besuch wert, mit ihren vielen Kirchen, gepflasterten Wegen, engen Gassen. Und natürlich das Castelo, wie es in so vielen portugiesischen Städtchen zu finden ist. Die vorgelagerte „Ilha de Tavira“ bietet Strand ohne Ende, und sogar einen Ankerfriedhof, am Strand „Praia do Barril“.

Aber Vorsicht, Portugal macht instant süchtig, und wenn du noch einen Tag in Tavira dran hängen möchtest, kannst du dein Wohnmobil auf den Parkplatz vom Mercado Municipal (Markthalle) stellen. Koordinaten: 37.121904, -7.643462

Ansonsten fahren wir ein Stück weiter, zum nächsten Ziel, für eine ruhige Übernachtung.

Übernachten: Parkplatz vom Pego do Inferno

Ein einfacher Parkplatz, ohne alles. Das vorbeiführende Sträßchen ist nachts absolut ruhig, allenfalls die Wachhunde der benachbarten Zitronenplantage geben mal laut. Auch tagsüber ist auf dem Parkplatz direkt nicht allzu viel los, da es ein paar Meter näher am Pego do Inferno noch einen weiteren Parkplatz gibt der von den Besuchern eher genutzt wird.

  • Zielkoordinaten: 37.157094, -7.699404
  • Entfernung ab Tavira: 10km, Fahrtzeit: 15 Minuten
  • Kosten: 0€, ohne Infrastruktur

Station 2: Pego do Inferno

Kleine Oase hinter Tavira

Algarve: Pego do Inferno bei Tavira

Nach einer ruhigen Nacht darf es gerne noch am Vormittag zu Fuß zum „Pego do Inferno“ gehen. Keine Sorge, es wird keine ausgedehnte Wanderung. Du folgst der geteerten Straße, bis rechts ein unbefestigter Weg abgeht. Diesem folgst du bis zu den Ruinen, dann dem Trampelpfad mittendurch. Weitere ausgetretene Wege führen dich direkt zum Ziel: ein kleiner See mit einem Wasserfall. Besuchst du diesen Ort bei gutem Wetter am Nachmittag, kannst du den einheimischen jungen Leuten bei ihren Sprungkünsten zusehen.

Auf dem Weg zum nächsten Übernachtungsplatz wollen wir uns die Beine vertreten, dabei etwas vom Hinterland sehen. Dazu empfiehlt sich eine Runde durch das überschaubare Städtchen Sao Bras de Aportel, ein Besuch der Fonte Ferrea oder Fonte Benémola. Ein bisschen fahren, etwas laufen und anschauen, zwischendurch ein Café besuchen („Um Galao e um Pastel de Nata, por favor“).

Übernachten: Wallfahrtskirche von Loulé

Ein ruhiger, meist leerer Parkplatz an der futuristisch anmutenden Kuppel der Wallfahrtskirche „Santuário de Nossa Senhora da Piedade“.

  • Zielkoordinaten: 37.138198, -8.026047
  • Entfernung ab Pego do Inferno: 42km, Fahrtzeit: 45 Minuten (ohne Zwischenstopps)
  • Kosten: 0€, keine Infrastruktur

Station 3: Loulé

Samstag = Markttag

Loulé Algarve Markthalle

Heute haben wir auf unserer Wohnmobiltour idealerweise Samstag, denn Samstag ist Markttag. Nicht nur in Loulé, sondern auch in anderen portugiesischen Städtchen. Aber in Loulé wird es am Markttag besonders interessant. Um zur Altstadt zu gelangen machen wir unser Wohnmobil fahrbereit, siedeln auf den nahe der Altstadt gelegenen, großen Parkplatz um (37.138216, -8.026100). Nach einem Besuch des Marktes einfach noch ein bisschen bummeln gehen – der Kunsthandwerkermarkt ist direkt nebenan, nette kleine Gassen und historische Gebäude gibt es zu bewundern. Die „Capela de Nossa Senhora da Conceição“ (37.139745, -8.023308) liegt gleich neben dem Castelo, und nette kleine Ecken, ein kleiner Park usw. finden sich dann quasi automatisch.

Nach ein paar Tagen im Inland wird es mal wieder Zeit für die Küste, also fahren wir weiter:

Übernachten: Motorhome Park Falesia

Da die meisten Wohnmobile alle paar Tage an Strom müssen oder eine Ver- und Entsorgung ansteuern wollen, integrieren wir dies auf unserer Tour. Bevorzugt an der Küste, wo freistehen mit dem Wohnmobil ohnehin nicht so gerne gesehen wird. Der Motorhome Park Falesia ist ein angenehmer Wohnmobilstellplatz, welcher im Winter schonmal sehr voll wird. Er hat aber relativ große Parzellen, zu Fuß kann man über Pfade in wenigen Minuten den großen, oft leeren Sandstrand erreichen.

  • Zielkoordinaten: 37.090392, -8.160396
  • Entfernung: 18km ab Loulé, Fahrtzeit: 25 Minuten
  • Kosten: 8€ / Nacht, inklusive Strom

Station 4: Praia da Falesia

Portugals vielleicht schönster Strand

Praia da Falesia

Ich finde, dass der Praia da Falesia zu den schönsten Stränden der Algarve zählt. Rote Felsen, leere, saubere Strände … vor allem in der Morgendämmerung und beim Sonnenuntergang solltest du an den Strand! Ansonsten ist „Olhos de Agua“ ein astreiner Tourikaff, mit Hotels, Ferienanlagen, vielen Restaurants sowie Touriläden. Im Winter recht ausgestorben, im Sommer recht voll.

Wenn du Lust auf richtig gute italienische Pizzeria hast, es gibt eine fußläufig vom Stellplatz aus, das „Ristorante San Marino“ (37.090458, -8.167800). Portugiesen gehen übrigens nicht vor 20 Uhr essen, ab 18 Uhr haben wir aber schon was bekommen.

Übernachten: Praia da Marinha

Ja, das ist ein Freistehplatz an der Küste, es ist hier definitiv verboten zu stehen. Weil dieser Platz aber ohnehin in jedem Stellplatzführer verzeichnet und sehr schön ist, führe ich ihn mal auf. Hier gilt, wie generell beim Freistehen an der Algarve: Stehen schon sehr viele hier, und sieht es halb wie auf einem Campingplatz auf, dann such dir zum Übernachten einen anderen Platz. Denn dann besteht die Gefahr, dass er geräumt wird. Du kannst mit dem Wohnmobil auf dem großen Sandplatz stehen, oder hinter dem Platz in den Büschen. Alternativ gibt es in Alvor einen Wohnmobilstellplatz (37.124832, -8.595175).

  • Zielkoordinaten: 37.091427, -8.413070
  • Entfernung: 33km, Fahrtzeit: 45 Minuten
  • Kosten: 0€, ohne Infrastruktur

Station 5: Praia da Marinha & Carvoeiro

Wunderschöne Felsalgarve

Algarve Praia da Marinha

Hier sind wir nun angekommen, an der typischen Felsalgarve. Hier findest du die gängigen Postkartenmotive: gelbe Felsen, kleine Buchten. Es führt ein schöner Wanderweg die Küste entlang. Du siehst mal schöne Felsformationen, dann diese großen Senklöcher in die man reingucken kann, dann wieder ein kleiner Strand. Hier findest du übrigens auch ein paar schöne Geocaches. Vom Praia da Marinha kannst du die Küste entlang bis zum Praia da Benagil gehen. An beiden Stränden findest du Anbieter für eine kleine Bootstour in die Grotten.

Auf dem weiteren Weg nach Osten empfiehlt es sich, einen Abstecher nach Carvoeiro oder auch Ferragudo zu machen. Nette kleine Küstenorte, die zu einem Bummel einladen.

Übernachten: In Lagos am Stadion

Der offizielle Stellplatz von Lagos am Fußballstadion ist nicht schön, aber strategisch günstig gelegen. Und da sich ein Ausflug nach Lagos wirklich lohnt, ist er für eine Nacht Okay.

  • Zielkoordinaten: 37.115940, -8.679230
  • Entfernung: 33km ab Praia da Marinha, Fahrtzeit: 40 Minuten
  • Kosten: 3€, bezahlbar am Automaten. VE, Dusche, Waschmaschine, kostet extra. Kein Strom.

Station 6: Lagos

Die schönste Stadt der Algarve?

Lagos

Lagos ist ein wirklich hübsches Städtchen. Es hat sich trotz Tourismus seinen Charme bewahrt. Straßenkünstler, Straßencafés, schöne Häuser und Gassen, nette kleine Läden. Vom Stellplatz aus kann man mit dem Rad reinfahren oder die ca. 2,5km zu Fuß gehen – einfach dem Fluss folgen. Es gibt auch zentrumsnahe Parkplätze, südlich und westlich der Altstadt.

Im Januar ist von dem Flair übrigens nicht allzu viel zu spüren, hier haben die ganzen Läden Urlaub.

Die Ponta da Piedade ist das ultimative Postkartenmotiv der Algarve. Mit dem Wohnmobil kannst du direkt am Leuchtturm parken (37.081296, -8.669681) und auf Pfaden die Klippen entlang gehen, und/oder die Stufen runter zum Wasser. In Lagos kannst du auch eine Bootstour buchen, zumindest in der Saison.

Zwischen Lagos und dem nächsten Ziel Sagres finden sich wunderschöne kleine Sandstrände – die schönsten an der Algarve und auf unserer Wohnmobiltour wie ich finde. Das Übernachten ist grundsätzlich verboten, und die GNR räumt diese Strände auch schonmal, insbesondere wenn sie von den Aussteigern mit den bunten Bussen allzu sehr in Beschlag genommen werden. Einen Besuch sind sie aber auf jeden Fall wert! Da hätten wir den „Praia da Boca do Rio“, der über eine geteerte Straße gut zu erreichen ist. Mein Highlight ist der „Praia das Furnas“, der Strand ist bei Flut klein, bei Ebbe wird er gigantisch. Und hier gibt es den wohl schönsten Geocache der Algarve zu finden. Aber Vorsicht, die Anfahrt ist etwas sehr holprig. „Praia do Zavial“ und „Praia da Ingrina“ sind da schon wieder besser anzufahren.

Übernachten: Parkplatz am Fortaleza

Der Parkplatz am Fortaleza de Sagres liegt auf einer Landzunge, zwischen drei Stränden. Von hier aus kannst du das Fort wie auch die Stadt fußläufig besuchen. Dieser Parkplatz ist kein offizieller Stellplatz, wird jedoch in einer offiziellen portugiesischen Womo-Broschüre als legitimer Übernachtungsplatz ausgeschrieben. Parke in den Markierungen und lass die Stühle drin, dann dürfte es keine Probleme geben.

  • Zielkoordinaten: 37.005856, -8.945722
  • Entfernung: 31km ab Lagos, Fahrtzeit: 33 Minuten
  • Kosten: 0€, keine Infrastruktur. VE am nahe gelegenen Intermarché (hinter der Tankstelle)

Wer lieber auf den Campingplatz möchte findet Infos dazu im nächsten Kasten, denn wir bleiben zwei Nächte in Sagres.


Station 7: Sagres

Am südwestlichsten Punkt Kontinentaleuropas

Algarve Wohnmobiltour Sagres

Die kleine Stadt am südwestlichen Zipfel von Festland-Europa hat einiges zu bieten: du kannst das Fortaleza besuchen, dir die Surfer anschauen (oder mitmachen), es gibt gleich zwei Strände, viele Restaurants und Cafés, und der Besuch des Leuchtturms am „Cabo de São Vicente“ ist obligatorisch. Zu diesem pilgern die Touris, um sich den Sonnenuntergang anzusehen. Keine Ahnung warum, ich finde er sieht dort aus wie auch sonst an der Westküste. Schön ist es aber dennoch. Es gibt eindrucksvoll hohe Klippen und schöne Fotomotive. Ach ja, und die „letzte Bratwurst vor Amerika“.

Von weil der Tag hier so schnell rum ging, bleiben wir gleich noch eine Nacht in Sagres, auf dem Parkplatz oder dem Campingplatz:

Übernachten: Campingplatz Orbitur in Sagres

Gerade wenn es stürmt ist man auf dem Campingplatz besser aufgehoben als direkt an der windigen Küste. Wie alle Orbitur-Campingplätze in Portugal ist die Ausstattung gut, es ist ein einfacher, solider, grüner Platz mit moderaten Preisen. Ich finde ja, dass dieser Campingplatz einer der schönsten an der Algarve ist – einfach, weil es hier keine Dumping-Monatsangebote für Überwinterer hat. Das schafft Platz.

  • Zielkoordinaten: 37.022641, -8.945606
  • Entfernung: 3min, westlich von von Sagres
  • Kosten: ab 13€, je nach Saison u. Personen. Strom geht extra, hat VE + Waschmaschine

Station 8: die Strände von Carrapateira

Ein Highlight an der Westküste

Praia da Bordeira, Carrapateira Algarve

Auf dem Weg nach Aljezur kommen wir auf unserer Wohnmobiltour in Carrapateira vorbei. Das Dorf selbst ist überschaubar, das Highlight ist aber auch außerhalb zu finden: der Strand „Praia da Bordeira“. Ein wirklich riesiger Sandstrand, mit hauseigener Düne, definitiv ein Highlight der Algarve. Vom Parkplatz aus muss man durch eine kleine Lagune waten, die je nach Wasserstand und Jahreszeit warm und tief wie eine Badewanne ist, oder etwas kühler und tiefer. Egal, es lohnt sich auf jeden Fall! Ebenfalls, mal die Straße hoch auf die Klippen zu gehen.

Etwas südlicher liegt der „Praia do Amado“ (37.169480, -8.900485), ein bei Surfern beliebter Strand. Er ist mit dem „Praia da Bordeira“ über eine Sandpiste verbunden, die allerdings schon etwas sehr ruppig zu befahren ist. An beiden Stränden kann man theoretisch auch mit dem Wohnmobil übernachten, zumindest im Winter. Manchmal wird geräumt, insbesondere wenn sich zu viele Wagenburgen bilden / Camping betrieben wird. Daher gilt auch hier: wenn, dann bitteschön kein campingähnliches Verhalten: keine Keile, Stühle, Markise usw. Mehr zum Freistehen erzähle ich weiter unten.

Nach dem Strandbesuch in Carrapateira fahren wir ein Stück weiter nach Aljezur:

Übernachten: Markthalle von Aljezur

Hinter dem Mercado Municipal von Aljezur findet sich ein Parkplatz, auf dem Wohnmobile geduldet werden. Vormittags, wenn die Markthalle offen hat, ist mit Pkw-Verkehr zu rechnen. Ansonsten ist es ruhig. Außer, der Bauer treibt gerade seine Rindviecher durch den Bach und über den Parkplatz.

  • Zielkoordinaten: 37.317084, -8.803025
  • Entfernung: 44km ab Sagres, Fahrtzeit: 45 Minuten
  • Kosten: 0€, keine Infrastruktur

Station 9: Aljezur

Klein, aber fein

Aljezur, Praia da Amoreira

Unser nächstes Ziel ist nicht weit von Carrapateira entfernt, heißt Aljezur. Es ist von überschaubarer Größe, und sein historische Kern dementsprechend schnell erkundet. Kleine, einstöckige, weiß getünchte Häuschen schmiegen sich am Hügel, dazwischen enge Gassen. Oben gibt es dann ein kleines Castelo zu besichtigen. Vormittags hat die Markthalle nebenan geöffnet, es gibt Obst, Gemüse, frischen Fisch und ein paar Spezialitäten. Zu fairen Preisen, in ausgezeichneter Qualität.

Praia da Amoreira (noch so ein schöner Strand)

Wer noch nicht genug von den Stränden der Algarve hat, der findet nördlich von Aljezur den „Praia da Amoreira“. Hier würde ich (insbesondere mit einem sperrigen Wohnmobil) nicht zwingend ganz vorne parken, denn da kann es bei gutem Wetter etwas beengeter / voller werden. Besser weiter hinten (37.343067, -8.837306), mit Zugang zur Flussmündung. Im Ribeira de Aljezur hat es dann auch Süßwasser, was natürlich immer toll ist wenn man Hunde oder Kinder dabei hat. Außerdem verirren sich nur wenige Besucher her. Am Fluss entlang kannst du nun einen schönen Spaziergang zum eigentlichen Strand machen.

Wenn du jetzt noch mehr Strand möchtest, weil es ja ab sofort ins Inland der Algarve geht, dann mach doch noch einen Abstecher nach Odeceixe (Strandparkplatz: 37.441175, -8.795183). Der Strand von Odeceixe ist preisgekürt, als (einer) der schönsten Strände Portugals. Im Übrigens mündet hier der Grenzfluss von Algarve / Alentejo ist Meer. Um von diesem Parkplatz an den eigentlichen Strand zu kommen muss man durch den Fluss waten. Der ändert seine Fließrichtung gezeitenabhängig. Ein nettes Fleckchen.

Nun ist es aber gut mit Strand und Meer, es geht ins Inland und von 0 auf 900 Meter hoch:

Übernachten: auf dem Foia

Wir fahren auf den Foia, und nutzen die dort für Wohnmobile ausgewiesenen Parkplätze für eine Übernachtung. Ich war am Wochenende oben, da war für meinen Geschmack etwas zu viel los, außerdem gibt es kein Internet, deshalb sind wir zum Übernachten ein Stück weiter runter gefahren sind. Dort einfach auf einem unbefestigten Platz (37.309071, -8.606692) übernachten, und diesen auch gleich als Ausgangspunkt für eine nette Wanderung am nächsten Tag nutzen.

  • Zielkoordinaten: 37.316555, -8.592189
  • Entfernung: 28km, Fahrtzeit ab Aljezur: 40-60 Minuten (je nach Motorisierung, es geht bergauf)
  • Kosten: 0€, ohne alles

Station 10: Foia

Unsere Wohnmobiltour führt uns hoch hinaus

Foia Algarve

Der Foia ist mit 902 Metern der höchste Berg der Algarve. Und punktet bei klarer Sicht mit einem grandiosen Ausblick. Die Fahrt dorthin führt durch eine richtig nette Gegend, und auch ein größeres Wohnmobil kann den Berg auf der gut ausgebauten Straße gut erklimmen. Wenn dein Navi dich auf schmale Straßen führen möchte, ignoriere es bitte! Erst Monchique und dann Foia sind gut ausgeschildert. Oben angekommen lohnt sich das Klettern auf den Steinhaufen um den besten Rundumblick zu haben. Bei klarer Sicht kann man hier bis zur Westküste UND Südküste sehen. Man muss aber Glück haben, denn oft ist es diesig.

Wanderung zum Cascada do Barbelote

Ja, Cascada heißt Wasserfall, und dieser hier ist ein kleiner, versteckter, der nur für trittsicherer Menschen zu erreichen ist. Ich empfehle Wanderschuhe anstatt Flip-Flops, denn die letzten 100 Meter sind etwas steil und schotterig. Vom oben erwähnten Parkplatz aus zum Wasserfall (37.316824, -8.612912) und zurück sind es insgesamt 5,5km. Der Rückweg geht nur bergauf, was du bei hohen Temperaturen beachten solltest.

Hast du dich von dieser kleinen Wanderung erholt geht es weiter, wir fahren den Berg wieder runter und Richtung Osten, das nächste Ziel ist in Silves. Dort stellen wir uns mal wieder auf einen anständigen Wohnmobilstellplatz mit Infrastruktur:

Übernachten: Parque do Rio Silves

Weil wir uns morgen Silves näher ansehen möchten stellen wir uns heute auf den hiesigen Stellplatz. Es gibt drei Wohnmobilstellplätze in Silves, dieser hier ist aber am schönsten, relativ ruhig am Fluss gelegen, gleich neben dem Hallenbad und in ein parkähnliches Freizeitgelände integriert.

  • Zielkoordinaten: 37.185428, -8.445596
  • Entfernung: 35km ab dem Foia, Fahrtzeit: 50 Minuten
  • Kosten: 5€, Strom 2€, hat auch Wama, Dusche, Wlan

Station 11: Silves

Viele alte Steine

Algarve Silves Wohnmobil

Silves ist die älteste Stadt Portugals und war in der Historie recht umkämpft. So wurde das Castelo von Silves immer wieder ausgebaut, und seit einigen Jahren restauriert. Es ist auf jeden Fall einen Besuch wert, und vom Wohnmobilstellplatz aus ergibt sich automatisch ein netter Bummel durch die Altstadt mit ihren netten Gassen.

Wenn du am Abend etwas schicker essen gehen möchtest und ihr auf Meeresfrüchte steht, ist das Restaurant „Marisqueira Rui“ (hier: 37.187836, -8.439958) zu empfehlen. Wir haben es bei einem abendlichen Bummel durch die Altstadt per Zufall entdeckt. Preislich nicht das günstigste, aber es war aus gutem Grund das um die frühe Uhrzeit (19 Uhr) gut besuchte Restaurant – alle anderen waren leer.

Übernachten: Barragem do Arade

Zwischen Silves und São Bartolomeu de Messines liegt der Barragem do Arade. Ein Stausee, an dem man auch mit dem Wohnmobil stehen kann. Das Gelände gehört vermutlich den Wasserwerken, und bisher war das Stehen hier nie ein Problem. Der schönere Platz mit Aussicht ist oben. Sollte der voll sein, beispielsweise weil hier einige den halben Winter verbringen, dann ein Stück zurück und unten an die Staumauer stehen. Hier ist es übrigens wunderschön zum Spazierengehen!

  • Zielkoordinaten: 37.239424, -8.377697 (oberer Platz)
  • Entfernung: 35km ab dem Foia, Fahrtzeit: 50 Minuten
  • Kosten: 0€, ohne alles

Alternative Übernachtung: São Bartolomeu de Messines. Während ich dies hier schreibe wird auf dem großen Busparkplatz in Messines gerade ein Wohnmobilstellplatz gebaut. Er wird vermutlich parzelliert und kostenpflichtig werden. Der Platz ist zentral gelegen, dennoch ist es (zumindest nachts) recht ruhig. Das Restaurant am Kreisverkehr ist sehr empfehlenswert! Genauer gesagt empfehle ich das Kotelett vom Schwarzen Schwein.


Station 12: Alte

Wasser quellt, Wasser fällt

Alte Algarve

Am nächsten Morgen fahren wir weiter nach Alte. Das Wohnmobil stellen wir nicht gleich auf unseren Übernachtungsplatz, sondern wir fahren daran vorbei zu unserem nächsten Ausflugsziel, die Quelle, nutzen den Parkplatz hier: 37.236905, -8.173085

Jetzt nur noch über die Brücke. Nach links geht es ins Städtchen, nach rechts zur Quelle mit seinen kneippartigen Anlagen, wie ein kleiner Park. Mit Restaurant und allem, doch das hatte bei unserem Besuch leider geschlossen.

Übernachten: Hinter dem Friedhof von Alte

Manche stehen den halben Winter über hier, wir bleiben eine Nacht: hinter dem Friedhof von Alte gibt es Parkplätze, die von Wohnmobilen den ganzen über genutzt werden. Die Aussicht ist schön, noch schöner ist der kleine Spaziergang runter ins Tal, denn hier gibt es einen hübschen kleinen Wasserfall.

  • Zielkoordinaten: 37.231917, -8.180864
  • Entfernung: 24km ab São Bartolomeu de Messines, Fahrtzeit: 30 Minuten
  • Kosten: 0€, keine Infrastruktur

Station 13: Ameixial

Im Hinterland der Algarve

Wohnmobil Stellplatz Ameixial

Wir fahren in den nördlicheren Bereich der Algarve, und erleben eine wunderbar hügelige Landschaft. Nach Ameixial fahren wir nicht wirklich, weil es dort irgendein Highlight gibt – ehrlich gesagt, hier liegt der Hund begraben. Der Ort besteht aus wenigen Gassen, Kirche, Friedhof – und zwei kostenlosen, von der Gemeinde betriebenen Wohnmobilstellplätzen. Aber die Gegend ist schön, und auf dem Weg dorthin gibt es ein kleines exotisches Highlight:

Auf dem Wege: Stupa Budista

Diese buddhistische Anlage gehört zu einem buddhistischen Zentrum und ist frei zugänglich. Einfach hinfahren, anschauen, runterkommen, die schöne Aussicht genießen. Es liegt je nach Navieinstellung fast auf dem Weg: 37.301122, -8.101222


Übernachten: kostenloser Stellplatz in Ameixial

Es gibt zwei kostenlose Stellplätze. Einer ist im Winter in britischer Hand, der andere am Fußballplatz in französischer. Wir nehmen den französischen, einfach weil es netter aussieht. Man ist schnell im Ort und findet auch schöne Wege zum Spazieren gehen.

  • Zielkoordinaten: 37.364653, -7.959470
  • Entfernung: 35km ab Alte, Fahrtzeit: 55 Minuten (direkte Rute, über Stupa Budista ist es etwas länger)
  • Kosten: 0€, Wasser und Strom (eine Steckdose für alle) kostenlos

Station 14: Odeleite

Natur pur im Osten

Wohnmobil Odeleite

Am nächsten Morgen fahren wir zum kleinen Ort Odeleite, am gleichnamigen Stausee. Wir machen einen Stop am See (37.335489, -7.497355), trinken einen Kaffee mit Seeblick, und fahren dann weiter zum Übernachtungsplatz. Denn dieser ist ein idealer Ausgangspunkt für eine längere Wanderung in den Hügeln.

Übernachten: Wohnmobilstellplatz

Ein privat betriebener Stellplatz namens „Area de Serviço do Almada D´Ouro Club-Algarve“, der einem Verein gehört. Er liegt auf einer Anhöhe, was bei Wind nicht optimal ist, ansonsten ist er aber nett und ruhig gelegen. Die Straße nebenan ist kaum befahren.

  • Zielkoordinaten: 37.3316 , -7.4678
  • Entfernung: 60km ab Ameixial, Fahrtzeit: ca. 70 Minuten
  • Kosten: ca. 5€, VE, Strom extra

Station 15: Manta Rota

Wo der Strand einfach kein Ende hat

Stellplatz Wohnmobil Manta Rota

Zum Abschluss geht es nochmal an den Strand. In Manta Rota gibt es einen riesen großen und wunderschönen davon, denn hier beginnt der Naturpark Ria Formosa – und zwar direkt am Stellplatz. Perfekt für ausgiebige Spaziergänge am Strand. Der Ort selbst ist nicht gerade der Hit, da allzu sehr touristisch veranlagt.

Übernachten: Manta Rota

Wenn du im Winter unterwegs bist, und du dir mal einen richtig schön vollen Wohnmobilstellplatz geben willst, dann übernachte in Manta Rota. Die gute Lage macht es wett, denn du kannst direkt vom Wohnmobil aus über die Düne zum Strand. Der Stellplatz hat in den Sommermonaten angeblich zu.

  • Zielkoordinaten: 37.1643 , -7.5216
  • Entfernung: 28km ab Odeleite, Fahrtzeit: 30 Minuten
  • Kosten: 4,50€, Strom extra

Tipps für deine Wohnmobiltour: Tanken, Wäsche waschen, …

Wie läuft es in Portugal so?

Hier die wichtigsten Infos, damit du dir die Sucherei etwas ersparen kannst:

  • Internet: MEO oder NOS. Für 1€ am Tag bekommst du in Portugal richtig viel Internet. Suche ein Geschäft mit dem Logo von MEO oder NOS, du findest Telefonläden in größeren Städten, oftmals auch beim Intermarché. Für 15€ bekommst du 15 Tage Internet, die Karte ist normalerweise direkt aktiviert. Mehr dazu hier: https://www.amumot.de/mobiles-internet-portugal-prepaid/
  • Tanken: Supermarché oder Jumbo. Die supermarkteigenen Tankstellen sind teilweise bis zu 10 Cents pro Liter Diesel günstiger.
  • Einkaufen: Markthalle, Discounter, Dorfladen … Jeder mittelgroße Ort hat eine Markthalle, die entweder täglich oder samstags geöffnet ist. Gerade an der Algarve findest du eine große Auswahl an Supermärkten: Lidl, Aldi, Minipreco, Jafer’s, Intermarché, Continente, Apolonia …
  • Wäsche waschen: Es gibt Waschsalons, Wäscheservice und Waschmaschinen – letztere nutzen wir auf unseren Wohnmobiltouren durch Portugal, die meisten von ihnen sind auf dem Parkplatz vom Intermarché zu finden. Google MyMaps: Waschmaschinen in Portugal
  • Freistehen an der Algarve. Ist grundsätzlich verboten. Oft wird es geduldet, da es jedoch immer mehr Wohnmobile werden wird gerade auch im Winter öfters mal geräumt. Und im Winter 2016/2017 wurden auch einige Bußgelder verhängt. Direkt an der Küste ist es derzeit etwas angespannter, im Hinterland wird es weniger eng gesehen.
  • GNR. Die GNR ist die portugiesische Staatspolizei, sie ist zuständig für ländlichere Regionen. Es gibt eine Regel: mit der GNR diskutiert man nicht. Sie sind sehr freundlich, solange auch du freundlich bist. Kommst du ihnen blöd, kann es teuer werden. Machen sie dich also darauf aufmerksam, dass man hier nicht mit dem Wohnmobil stehen / übernachten darf, dann fahr weg.
  • Gas tanken. Es gibt zwei Gastankstellen, die auch deutsche Flaschen befüllen: Quelfes (37.064165, -7.812689), Boliqueime (37.128098, -8.159439)
  • Stellplätze finden: Apps und Webseiten wie Park4Night und meinwomo.net sind voll von Übernachtungsmöglichkeiten. Auch hier gilt: nicht alles, was in diesen Datenbanken als „Freistehplatz“ eingetragen ist sollte unbedacht auch als solcher genutzt werden.

Wohnmobiltour Algarve als PDF & Reiseführer

Viel Spaß bei deiner Wohnmobiltour durch die Algarve! Hier kannst du dir diese Seite nochmal als PDF herunterladen:

Wohnmobiltour Algarve (PDF)


Mehr Wohnmobiltouren und Reiseberichte:

Immer wieder schreibe ich Reiseberichte über unsere Wohnmobiltouren durch Europa. Du brauchst Inspiration, für Südpolen, Nordfrankreich oder Tipps, für das Überwintern in Portugal, das Leben im Wohnmobil? Dann findest du auf der Seite Wohnmobil Reiseberichte eine stetig wachsende Sammlung meiner Ausführungen. Du möchtest mehr von Portugal sehen? Dann häng an deine Algarvereise doch einfach eine Alentejo Wohnmobiltour dran 🙂

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