Auch, wenn der Ausbau von Eiwola letzten Monat im Groben erledigt war, so gibt es natürlich auch im Oktober noch einiges zu tun. Und doch wird dieser Blogpost eine Mischung aus Ausbaublog und Reiseblog werden, denn wir machen uns endlich wieder auf die Socken! Zwar befinden wir uns nicht so wirklich im Reisemodus, denn unsere Tour durch Süddeutschland ist gespickt mit Terminen und Verabredungen.


Führerschein – die praktische Prüfung

Sobald wir in Annaberg fertig sind, haben wir einige Terminen im Schwäbischen. Doch ehe wir uns an die Reiseplanung machen können, muss ich einen Termin erfolgreich absolvieren: meine praktische Führerscheinprüfung. Wir wollen auf jeden Fall noch im Oktober loskommen, und bei der Dekra einen Prüfungstermin zu bekommen, ist gerade nicht leicht, denn einige Prüfer sind krank. Trotzdem schafft es Rainer, mein Fahrlehrer, einen Termin zu ergattern – und schwupps, nächste Woche ist Fahrprüfung. Und die sollte ich auch bestehen, denn der nächste mögliche Termin ist dann erst im November. Nur kein Druck!

Oh je, es fehlen aber noch alle Sonderfahrten, und Abfahrtskontrolle und Einparken und überhaupt … Es folgen so Aktionen wie die Autobahnfahrt am Samstagmorgen, gefolgt von einer Nachtfahrt am selben Samstagabend. Rainer macht es möglich, und so bekommen wir alle Stunden zusammen, und ich bin halbwegs sicher beim Fahren. Dann noch eine kleine Extrahürde: Die Dekra hat uns keinen Prüfungstermin für Annaberg gegeben, sondern für Marienberg, einem Städtchen eine Stunde weiter. Na ganz toll. Jetzt, wo ich in Annaberg jedes Stoppschild und so manch einen Randstein beim Vornamen kenne, soll ich die Prüfung in Marienberg machen. Aber hilft nichts, der nächste mögliche Prüfungstermin ist erst nächsten Monat. Also gibt es noch ein paar Fahrstunden extra, und ich erkunde mit dem Allrad Lkw die malerischen Gassen von Marienberg. Schlimmer noch ist die Fahrt dorthin: überall diese fürchterlich engen Straßen, wo die Bäume wirklich fünf Zentimeter vom Straßenrand entfernt stehen – und teilweise auch noch in die Straße reinhängen. Macht ja sowas von gar keinen Spaß. Und so bin ich auch schon im Vorfeld der Prüfung bedient.

Ich mache es kurz: Ich war super nervös, was recht untypisch für mich ist. Aber Prüfung war nett, er hat die engsten Straßen ausgelassen, und ich habe die Prüfung bestanden. Puh, ist mir da ein Stein vom Herzen gefallen. Noch ehe ich zurück in Annaberg bin, hat Andre die Werkstatttermine der nächsten 2-3 Wochen ausgemacht. Lkw fahre ich übrigens frühestens in Frankreich wieder. Bin damit jetzt erstmal durch.

Werkstatt No 1: ausräumen, auflösen, abschließen.

Nun heißt es, alles fertig zu haben, damit wir los können. Letzte Arbeiten abschließen, nicht mehr Benötigtes verkaufen, verschenken oder wegschmeißen, und damit auch alles in Eiwola passt, nochmal ausmisten. Irgendwie ist Eiwola voll, die Ausbauhalle auch, und sie wird einfach nicht leerer. Man packt Zeugs von A nach B und wieder zurück, sortiert und ist um jedes Stück froh, das einfach nur in den Müll landet – weg ist weg.

Die letzte Woche in Annaberg ist super stressig, steht aber auch im Zeichen der kulinarischen Vielfalt des Sommers: noch ein Dürüm vom Dönermann, eine Pizzalieferung vom Inder, noch einmal chinesisch Essen beim Vietnamesen, noch einmal Backfisch mit Graupenrisotto beim Tschechen. Und bevor sich unsere Vermieter wieder ans Rumtreiben machen (siehe Reiseblog www.reisezaepfchen.de) gehen wir auch nochmal zum Griechen. Abschiedsessen in Schneeberg hatten wir bereits letzte Woche diverse.

Nur selten nutze ich in diesen Tagen den Herd im Wohnmobil. Kommt aber durchaus mal vor – beispielsweise, um die letzten Kräuter im Kräutergarten sinnvoll zu verarbeiten. Das geht mit der Tajine einfach am besten.

Dann heißt es Tschüss sagen. Die Nachbarin bekommt noch ein Dankeschön als kleiner Ausgleich für die vielen Pakete, die sie für uns angenommen hat. Die Mädels müssen sich schweren Herzens von Ziva verabschieden. Irgendwann ist die Halle dann plötzlich leer, und wir machen los.

Schön war es hier in Annaberg – perfekt, um unser Eiwola auszubauen. Die Halle war super, die Nachbarschaft, die vielen Besucher, die Restaurantbesuche, und wo bitteschön hätte ich sonst eine Fahrschule mit Allrad-Wohnmobil als Fahrschulauto gefunden? Über das Wetter reden wir mal nicht.

Aber irgendwie hat auch das gepasst, und dazu geführt, dass wir ohne größere Pausen und Zwischenfälle bauen konnten.

So geht mein besonderer Dank an Dana, Markus, Barbara, Lena, Roberto, Martin, … Plus die vielen Anderen, die uns besucht und uns geholfen haben.

Nach 140 Tagen in Annaberg sagen wir also Tschüss. Wir nehmen aber noch ein bisschen was mit – etwas Annaberger Stollen und ein Teil der Maronen werden es wohl noch bis nach Marokko schaffen.

Werkstatt No 2: Schneeberg – Bremsen und so

Wir tun, was wir die letzten zwei Wochen öfters getan haben: wir fahren mal wieder nach Schneeberg. Gerade zu Zeiten des Führerscheins war die Pendelei schon etwas nervig. Denn man fäfhrt in diesem Erzgebirge ja nicht stumpf von einem Städtchen ins Andere. Zwischen dir und deinem nur 30km entfernten Ziel liegen diverse gesperrte Ortsdurchfahrten. Die Sperrungen und Umleitungen wechseln auch schonmal, der Berufsverkehr ist ganz fürchterlich, und so plant man für 30km irgendwie anderthalb Stunden ein, möchte man pünktlich kommen. Aber heute ist das letzte Mal, dass wir nach Schneeberg müssen, und das ist schon sehr befreiend.

Dort stellen wir uns rein, denn draußen regnet es und die Herren haben noch etwas zu tun. Bremszylinder und so, irgendwas hat da noch gefehlt. Auch unser Kompostkloeimer bekommt ein Upgrade. Es hat sich herausgestellt, dass man besser Edelstahl für das Rührwerk nimmt, denn Stahl rostet erstaunlicherweise …

Tschüssi Ducatolein

Irgendwie geht eine Ära zu Ende. Erst war der Vario weg, nun ist es Ducatolein, den wir in Schneeberg lassen. Den Ducato hatte ich damals ausgebaut, um mit Tizon durch die Gegend zu reisen. Jetzt ist Tizon weg, und Ducatolein auch. Aber dafür habe ich jetzt Andre, Max, Ziva, Eiwola und das Motorkamel. Und ich schreibe diese Zeilen hier gerade auf dem Beifahrersitz, durch Frankreich fahrend, neben mir pennen die Köters, und auf dem Armaturenbrett steht ein Latte Macchiato. Passt schon.

Ducatolein wird jetzt noch ein wenig gerichtet und geputzt, dann stellen sie ihn zum Verkauf ins Internet rein. Dazu hatten wir einfach weder Lust noch Zeit. Wer also einen Camper braucht: in Schneeberg steht gerade einer.

Ohje. Wir sind das Highlight auf dem Supermarktparkplatz

Zurück zu Schneeberg. Auch hier sagen wir Tschüss, denn wir haben noch weitere Werkstatt-Termine. Und da diese in Süddeutschland liegen, sollten wir langsam mal losfahren. Noch fühlt es sich nicht wirklich nach dem lang ersehnten Reisemodus an, dafür hat es einfach noch zu viele Punkte auf der Todo-Liste. Auch Arbeit ist in den letzten Wochen zu viel liegen geblieben.

Wir legen einen Zwischenstopp ein, ein netter Freistehplatz mit Aussicht, ich glaube das war im Vogtland oder so. So wirklich wichtig ist das nicht, denn das Wetter hat jetzt endgültig auf Herbst umgeschalten, es regnet, nebelt und windet. Da ist es eigentlich egal wo man steht. Hauptsache, keine Pfütze vor der Trittstufe …

Am nächsten Tag machen wir uns auf nach Bamberg. Wir wollen uns einen Lost Place anschauen, ein altes Stellwerk oder sowas von der Bahn. Doch das Gelände wurde dicht gemacht, mit Zäunen abgeriegelt. Wir steigen nicht über Zäune, also machen wir uns wieder davon. Und suchen den nahe gelegenen Fressnapf. Denn die Köters sind mit ihrem Köterpodest im Fahrerhaus nur mäßig glücklich. Es fehlt die Polsterung, und ständig will mir ein Hund auf den Schoß kletttern. Was mir beim Fahren dann doch etwas zu viel des Guten ist. Doch ehe wir es schaffen, den Fressnapf zu betreten, kommen schon die ersten Schaulustigen angelaufen. So ein Supermarktparkplatz ist wirklich prädistiniert dafür, angequatscht zu werden. Es sind meist Männer – ehemalige Kraftfahrer, Mercedes-Fans, Wohnmobilfahrer. Die Fragen wiederholen sich bereits jetzt: was wiegt er, was braucht er, wohin fährt man mit sowas … Ich bin mal gespannt, wie das weiter geht. Und wie lange es geht, bis ich eine Laufschrift mit den wichtigsten Eckdaten in die Windschutzscheibe lege …

Aber wir schaffen es noch in den Fressnapf, um ein teures Hundebett zu kaufen. Über die Preisgestaltung von sowas ärgere ich mich als Schwabe ja immer ein wenig. Aber was soll’s. Es passt und scheint gemütlich zu sein.

Freilichtmuseum Bad Windsheim

Das neue Hundebett vom Fressnapf ist wohl gut, ich habe von nun an deutlich mehr Privatsphäre, und die Köters kommen direkt in den Chillmodus. Doch weit fahren wir heute nicht mehr, denn in Bad Windsheim an der Aisch gibt es ein Freilichtmuseum, und da möchten wir uns die Beine vertreten. Den Gedanken, die Köters mitzunehmen, verwerfen wir, denn man den Pappnasen an der Leine kann man sich nur schlecht aufs Fotografieren konzentrieren. Angesichts der zahlreichen Hunden auf dem Gelände eine gute Entscheidung. Gerade mit dem Junghund sind Hundebegegnungen ja jedes Mal ein Happening.

Das Freilichtmuseum ist ein ganzes Dorf, in dem man sich anschauen kann, wie das wohl so im Mittelalter alles gelaufen ist.

Aktuell ist das Brotbackfest, man kann also frisches Brot essen und kaufen. Uns ist die Schlange zu lang. Bei Kaffee und Kuchen gibt es keine Schlange, super 🙂

Alte Häuser, in die man auch reingehen kann. Manche Häuser sind etwas enger, und die Besucher sind zahlreich, ergo ist es manchmal etwas zu voll.

Ich persönlich finde das hier nur so mittel spannend. Ich kenne aber aus meiner Kindheit noch Häuser, die waren ähnlich eingerichtet. Diese alten Schwarzwaldhäuser, mit so niedrigen Türstürzen und Räumen, dass sogar ich mich bücken muss. Mit schwarzen Wänden vom Herd, spartanisch eingerichtet, schlecht beleuchtet.

Die Häuser hier sind eingerichtet, mal ärmlicher, mal hochwertiger. Ein durchaus interessanter Mix.

Vier Werkstätten und ein Todesfall zwei Todesfälle

Es ist manchmal schon wie verhext. Kurz vor Abfahrt zickt die Elektronik rum. Erst Andres Noise Cancelling Kopfhörer, dann mein Laptop und schlussendlich auch noch mein Smartphone. Auf Kopfhörer und Laptop sind noch Garantie drauf, mein Smartphone möchte wohl ersetzt werden. Dass mein Laptop nicht rechtzeitig von der Reparatur zurückkommen wird und uns nach Spanien nachgeschickt werden muss, war ja klar, oder? Zum Glück habe ich baugleichen Ersatz, kann Andres Lenovo nutzen.

Werkstatt No 3: Pimp My Pumpe

Der nächste Werkstatt-Termin führt uns nach Schwäbisch Hall. Der hiesige Boschdienst ist bekannt dafür, dass er sich mit dem leistungssteigernden Einstellen von Einspritzpumpen gut versteht. Wir verbringen eine Nacht auf dem benachbarten Supermarktparkplatz, und eine Nacht in der Werkstatt. Was habe ich inzwischen keine Lust mehr auf das Nächtigen an Orten, die einfach nicht schön sind. Was freue ich mich auf den RICHTIGEN Reisemodus, den ohne Termine. Über das Wetter hier reden wir besser nicht.

Die Nummer mit der Einspritzpumpe dauert anderthalb Tage, dann haben wir statt 250PS jetzt 300PS. Andre freut sich, es ist genau die Leistung, die gefehlt hat, um Steigungen angenehm zu erfahren. Sehr schön, dann hat sich das ja gelohnt, und wir können weiter fahren. Zur nächsten Werkstatt.

Werkstatt No 4: Zurück auf Start

Eiwola ist wieder da, wo er geboren wurde, im Schwäbischen in der Nähe von Ulm. Hier haben wir einen letzten Werkstatt-Termin bei unserem Kabinenbauer. Es fehlen noch ein paar Teile, um das Fahrzeug zu komplettieren. So hat Eiwola jetzt eine Sonnenblende, verdammt große und laute Hupen, einen Tank-Unterfahrschutz, Radläufe, einen Satz Sandbleche und eine Instagram-Terrasse. Also ein Dachgepäckträger, auf dem kein Gepäck drauf ist, sondern nur zwei Quadreifen. Und wenn man schön wo steht, dann klettert man mit einem Bierchen auf das Dach, und macht ein paar hübsche Fotos für Instagram, am besten mit Sonnenuntergang und so. Dann klettert man am besten gleich wieder runter, solange man noch nüchtern ist, und trinkt dann das Bier. Aber eigentlich trinke ich ja kein Bier, also lassen wir das vermutlich einfach bleiben.

Zwei Nächte pennen wir in der Ausbauhalle von Benni. Alles ist gut, bis der Nachbar morgens um sechs sein Rolltor öffnet. Durch den Schall, der wirklich böse ist, hört sich das für uns an, als ob das Rolltor in unserer Halle gerade von der Decke geflogen ist.

Also gut, wir sind wach. Da kann ich mich gleich mal um die nächste DHL-Schikane kümmern: ich habe vor unserer Losfahrt vier Pakete mit DHL losgeschickt – und alle vier sind verschwunden. Während ich mich mit so schönen Dingen befasse, nebenher Emails lese, Buchhaltung mache und die Hunde bespaße, werkeln sie draußen zu viert an Eiwola herum.

Nach rund zwei Tagen sind die Arbeiten erledigt, und wir fahren erst einmal auf die benachtbarte Wiese, zum Fotos machen.

Auch das Motorkamel darf mal raus:

Es sucht übrigens noch einen netten Namen. „Das Motorkamel“, wie unpersönlich. Ich dachte so an MINIWOLA. Oder QUANDOLA.

Heimatbesuch No 1: Schwäbisch Gmünd

Und weiter geht’s! Zum ersten Heimatbesuch ist es nicht weit. Und ein erstes Pizza-Essen in Aalen hatten wir schon „abgevespert“. Nun lassen wir es etwas gemütlicher angehen, fahren zu Andres Ex-Frau und Ex-Schwiegermutter und Ex-Schwägerin und so weiter 😉 Kaffeetrinken, Grillen und Frühstück, dazwischen ein bisschen quatschen, ein paar Eiwola-Führungen, die Post erledigen … Max freut sich wie ein Schnitzel, ist teilweise super aufgeregt, man bekommt ihn kaum noch beruhigt. Ziva macht ihr Ding, patrouilliert im Garten, schleckt alles ab und schaut ungeführ 100x nach, ob der Hase noch in seinem Stall hockt.

Nach zwei Tagen geht es weiter, wir haben noch eine Verabredung in Backnang. Ein Blogleser hat etwas Zubehör von seinem Quad über, Danke dafür! Wir übernachten hier nur. Der verkaufsoffene Sonntag in Backnang war dann doch etwas zu überlaufen, und der nächtliche Zugverkehr hat für eine kurze Nachtruhe gesorgt. Mal wieder. Was freue ich mich jetzt schon darauf, irgendwo im Süden stehen, mit schöner Aussicht, und von den Sonnenstrahlen geweckt werden … Wir sind echt urlaubsreif.

Heimatbesuch No 2: Schwarzwald

Eigentlich hätten wir ja bereits am Sonntag die A81 fahren sollen, das wäre rein verkehrstechnisch echt schlau gewesen. Doch hatten wir keine Lust mehr, und so machen wir uns erst nach der morgendlichen Rush-Hour auf die Autobahn. Naja, was soll ich sagen, ist halt die A81. Das einzig Schöne daran ist: es ist für eine hoffentlich lange Zeit das letzte Mal. Deutsche, verstopfte Autobahnen, gestresste Verkehrsteilnehmer, ewig dauernde Baustellen … wir werden sie nicht vermissen.

Wir kommen im Schwarzwald an, wo wir ein paar Tage bleiben werden. Meine Mutter näht uns die Vorhänge fürs Bett. Und noch ein paar andere Sache, wie das Sonnensegel, hier und da ein paar Haken. Ich besiegen meinen Neffen in Schach, Stadt-Land-Fluss, Azul und Mastermind, dann hat er irgendwie keinen Bock mehr auf Spielereien mit der Lieblingstante. Wir gehen essen, es gibt Schnitzel. Eines der letzten Schnitzel für lange Zeit.

Abschiedsessen No 5 oder so: Emmendingen

Wann habe ich eigentlich zuletzt im Wohnmobil richtig gekocht? Weiß ich jetzt auch nicht mehr so genau … Heute fange ich damit auf jeden Fall nicht an, denn es gibt ein Abschieds-Schnitzelessen. Kann man ja mal machen. Manche können das auch mehrere Tage hintereinander. Wir treffen in Emmendingen also auf Freunde und Bekannte, und manche kommen spontan daher, um uns zu besuchen. Ich quatsche mit den Nachbarn, während Andre so ungefähr die fünfte Hausführung des Tages gibt.

Emmendingen ist ein Platz, der einfach nur geographisch geschickt liegt – und den wir eigentlich nur wegen dem traditionellen Schnitzelessen anfahren. Dieses Jahr ist er noch kostenlos, nächstes Jahr wollen sie 7€ pro Nacht kassieren. Für einen Platz, auf dem du morgens um halb Sechs von einer Schar Krähen unsanft geweckt wirst. Für einen Platz, um den der Bauer gestern rundherum und großzügig Gülle auf sein Feld gefahren hat. Sollen sie doch, von mir aus. Ich empfehle dann das traditionelle Schnitzelessen woanders zu machen. Tennenbronn hätte da ein ganz ausgezeichnetes Lokal für Schnitzel …

Ab nach Frankreich!

In Emmendingen halten wir es nicht lange aus. Zweimal lassen wir uns von den Krähen unsanft wecken, dann flüchten wir aus Krähenhausen. Okay, auch deshalb, weil nach einer Woche Regen und Nebel der Strom einfach alle ist. Also morgens um halb Acht. Vor dem ersten Kaffee. Okay, es hätte ja theoretisch länger gereicht – wenn wir etwas mehr ans Stromsparen gedacht hätten. Warmwasser in der Küche braucht ja eigentlich kein Mensch, vor allem nicht, wenn wir gerade ständig nur essen gehen oder uns von Mutti bekochen lassen. Und an die Abwasserschlauch-Begleitheizung, die bei 5 Grad anspringt, und die im Schwarzwald tagelang gelaufen ist, hat irgendwie auch keiner gedacht. Und überhaupt, für so ein Mistwetter haben wir die Stromversorgung echt nicht konzipiert! Aber es ist ja Land in Sicht. Ausland.

Also machen wir uns morgens um Acht auf, um uns von den Nachbarn zu verabschieden. Soll heißen, vier von fünfen schmeißen wir erstmal aus dem Bett J Der Rest ist wahrscheinlich auch wach als wir losfahren, denn der Knopf für Flüstermodus im dicken alten Mercedes ist gerade kaputt.

Erster Stopp: Besancon. Irgendwo in dem Wort gehört ein Haken oder Accentegüll oder sowas ran. Gewöhnt euch für die nächsten Wochen schonmal dran, diese Haken kommen bei mir eher selten vor. Bin ja schon froh, wenn ich die Buchstaben in der richtigen Reihenfolge eintippe.

In Besancon gehen wir shoppen. Hier sind die Läden groß, und ich bin für den Anfang direkt mal überfordert. So ein „Geant Casino“ ist toll, für einen Halbtagesausflug. Ich wollte aber nur mal meine liebsten französischen Leckereien kaufen. Das heißt dann in so einem Riesenladen: 50 Meter Käseregal abklappern, für einen „Saint Felicien“. Durch drei Gänge Kühlregal streifen, für eine „Crème Brûlée“ (seht ihr das mit dem Haken? Drei Stück für einen Nachtisch! Ne, das zieh ich nicht durch). Und warum zum Kuckuck finde ich in einem so großen französischen Supermarkt keine Croissants? Gut, fürs Wochenende wird es reichen, und nächste Woche suchen wir uns was kleines, feines. Ein Wochenmarkt wäre fein. Dann koche ich vielleicht auch mal wieder was.

Eiwola – Kleinprojekte nebenher – Wäscheleine, Quadgarage, Wandtattoos, Köterpodest

Eiwola ist ja soweit fertig. Vorhänge hängen, Bilder hängen, was fehlt wurde besorgt, montiert …  Ein paar Kleinigkeiten sind noch zu tun. So haben wir die Kanten der Möbel nur mal bisschen geölt, aber auch nur teilweise. Da muss man noch ein bisschen schleifen-ölen-schleifen-ölen. Aber das machen wir bei gutem Wetter, wenn man schön durchlüften kann. Ist also erstmal verschoben …

Zwischendurch wurden einfach viele kleinere Sachen fertig gestellt: die Ablage im Fahrerhaus, hier und da etwas Deko an die Wand, die Wäscheleine für draußen, das Bestücken der Staukästen, sowas halt. Davon braucht es an dieser Stelle nicht für jeden Kram ein Bild, zumal ich diese Bilder auch erst noch machen muss 😉

Dann gibt es die Tage auch eine Roomtour. Sobald ich weiß in welchem Format, fange ich damit an … Hier mal ein paar Eindrücke vorab:

Ach ja, das grüne Dingens …

Wenn Du mal in Frankreich bist, und Dir im Süßkram-Gebäckregal im Supermarkt eine Feige / Figue übern Weg läuft – dann nimm sie mit. Aber nur, wenn Du Zucker gerne pur magst. Diese Feige ist frei von Feigen. Das Grüne ist eine Hülle aus Marzipan, drin ist ein Windbeutel mit Vanillepudding. Es ist wirklich sehr, sehr süß.

Mit den traditionellen Hundebildern verabschiede ich mich. Aber nicht für lange – es gibt jetzt wieder regelmäßiger was zu lesen. Denn wir sind nun wirklich im Reisemodus. Schauen als erstes mal, wie sich Eiwola im französischen Jura so schlägt. Es wird bergig werden, es wird eng werden, soviel ist sicher. Je nach Wetterlage bleiben wir nur kurz oder auch etwas länger in Frankreich. Ich habe schon einige Ideen, fahren muss Andre – es könnte also lustig werden 😀

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