Für den einen oder anderen Blogleser dürfte dieser Artikel keine allzu große Überraschung darstellen. Für uns zumindest gibt es nach den letzten Monaten nur eine mögliche Schlussfolgerung: Wir brauchen Allrad!

Bisher waren wir der Meinung, dass man kein Allrad braucht, solange man sich in Europa aufhält. Und ja, „brauchen“ ist vielleicht das falsche Wort. Wirklich brauchen tut man sowas nicht, daher muss es auch  „Wir wollen Allrad“ heißen. Und da HABEN immer besser ist als WOLLEN, wird unser nächstes Wohnmobil das sein, was ich liebevoll als „Allradviech“ bezeichne.

Und wie das so ist, wenn die Denkmurmel erst einmal angesprungen ist: die Brauchen-Und-Wollen-Liste wird ganz schnell ziemlich lang.


Wie kommt’s?

Der erwachte Wunsch nach Offroad.

Das Reisen mit zwei Fahrzeugen ist schon ziemlich gut – der Ducato wie auch der Vario haben jeweils ihre eigenen Vorzüge (lese auch: Warum jeder ein Zweitwomo haben sollte). Und solange wir keine großen Strecken fahren geht das ja auch nicht so sehr ins Geld. Der Vario bietet Wohnkomfort und Autarkie, Ducatolein verschafft uns Mobilität und eine extra Chillout Area.

Ein Team kommt aber immer nur so weit wie sein schwächstes Mitglied. Jetzt möchte ich den Vario nicht als schwach bezeichnen, aber er ist sperrig. Etwas behäbig. Und recht schnell beleidigt, parkt man ihn auf etwas Sand oder einer leicht feuchten Wiese. Seine Offroadfähigkeiten lassen zu wünschen übrig – entweder ist er zu hoch oder der Weg zu schräg, er steckt im Sand fest oder wir brechen die Anfahrt ab, einfach weil es uns zu heikel ist … Er ist einfach kein Offroader, auch wenn wir ihn manchmal dazu missbrauchen. Und jedes Mal, wenn wir in so eine Situation kommen, ist dieser Gedanke wieder da:

Brauchen wir Allrad?

Ducatolein ist kleiner und wendiger als der Vario. So manche Pisten fahren wir daher erst einmal mit dem Ducato ab um herauszufinden, ob der Vario es auch dort hinschaffen könnte. Du kannst dir das so vorstellen: ich fahre, und Andre sitzt auf dem Beifahrersitz, die Vegetation und „Straßenverhältnisse“ kommentierend: „Oh je, das ist aber schräg da vorne“ und „ob der Baum auch mit einem Ast weniger leben kann?“ und „wie schön, ein Sandkasten“ und „wer bitteschön hat den Felsen in den Weg gelegt?“.

Tatsächlich fahren wir zunehmend solche Wege. Und weil auch wir unsere Fahrzeuge nicht kaputt machen möchten, kommen wir nicht immer an unser Ziel, brechen die Anfahrt ab. Da, wo die Portugiesen mit ihren Pickups locker durchkommen, und sie auch ihre alten Opel Corsas durchbrettern. Da wollen wir auch hinkommen, und dafür brauchen wir etwas mehr Geländegängigkeit.


WTF ist EIWOLA?

EIWOLA ist der Arbeitstitel für ein Projekt, das momentan noch in der Planungsphase ist:

EIWOLA, der Eierlegende Wollmilchsau Laster.

Es ist mir schon klar, dass es EIWOLA nicht gibt (lese auch: das perfekte Wohnmobil). Manche sagen, dass es das perfekte Wohnmobil nicht gibt. Hier muss ich widersprechen. Natürlich gibt es das, und das geht so: Du baust dir ein EIWOLA, ein für dich perfektes Wohnmobil. Und wenn es fertig gebaut ist, dann ist es perfekt. Perfekt genug für dich. Dann bist du damit super happy, schaust dir auch nicht die vermeintlichen EIWOLAs von anderen Leuten an, sondern bist einfach glücklich und zufrieden mit dem, was du hast.

Ich habe mir Ducatolein selber ausgebaut (lese auch: Wohnmobilausbau), um ein Jahr lang damit durch Europa zu fahren. Weil der Gebrauchtwohnmobilmarkt nichts hergegeben hat, habe ich mir meinen perfekten Camper ausgebaut – perfekt für meine Zwecke. Dabei ist er alles andere als perfekt, er hat einige Ecken und Macken. Aber das macht ihn ja auch irgendwie liebenswert. Man muss es nur positiv sehen, dann wird das schon!

Zurück zu EIWOLA. Kurz gesagt ist EIWOLA ein autarkes, geländegängiges Reisemobil mit Wohnkomfort. Ein Expeditionsmobil zum drin Leben. Ein Wohnmobil, in dem wir uns wohl fühlen, und mit dem wir an die schönen Orte dieser Welt hinkommen. Ja, richtig gehört, WELT. Wer weiß, wohin es uns die nächsten Jahre ziehen wird? Es gibt hübsche Länder auf hübschen Kontinenten, und einige davon reizen uns schon sehr. Und wenn wir uns heute Gedanken über EIWOLA machen, dann überlegen wir uns natürlich als erstes, was wir damit machen möchten.


EIWOLA – der Laster, der weiterkommen soll

Wohin soll die Reise gehen?

Da sind wir uns einig: wir wollen mehr. Mehr schöne Plätze und Länder erkunden, in Europa und außerhalb davon. Wir wollen Wege fahren können, ohne ständig überlegen zu müssen, ob das so schlau ist, ob wir aus dieser Nummer wieder rauskommen. Weder der Vario noch Ducatolein sind wirklich pistentauglich. Deren Reifen und Federung sind einfach für hübsch geteerte Straßen gemacht, nicht für Pisten.

Ob man Allrad braucht oder nicht ist sicherlich diskussionsfähig. Größere Reifen, mehr Bodenfreiheit, und so technische Begriffe wie Untersetzung, Differenzial, Achsverschränkung werfe ich hier einfach mal in den Raum. Ich habe von Fahrzeugtechnik soviel Ahnung wie ein Hund vom Stricken, also lass ich es einfach mal so stehen.

Was ich weiß: momentan fahren wir nicht überall hin, einfach weil wir nicht überall hinkommen. Mit dem Vario sind sandige Wege kritisch, steile Wege machen keinen Spaß, Waschbrettpisten sind nervig, schräge Wege lösen spontanes Unwohlsein aus. Der Vario macht richtig viel mit, und wahrscheinlich kann er auch mehr, als wir ihm zumuten. Aber trotzdem, beide Wohnmobile sind Fahrzeuge, gemacht für richtige Straßen. Wir aber fahren mehr lausige Pisten, denn sie führen uns an die schönsten Plätze.


EIWOLA – schöner Wohnen im Laster

Das Beste aus allen.

Wenn es um das Wohnen geht, ergänzen sich Ducatolein und Vario ganz gut. Der Vario hat Stauraum ohne Ende, kann bei mir aber nicht sehr punkten, wenn es ums Wohlfühlen geht. Das Wohnraumdesign entspricht mir einfach nicht. Vergleicht man das Interior mit Ducatolein, von mir selbst ausgebaut, wird der Unterschied deutlich. Aber ich denke es macht auch einen Unterschied, ob man irgendwo mit einzieht, oder ob man sein Fahrzeug nach seinen eigenen Vorstellungen selbst plant und ausbaut.

Ducatolein ist eine schöne Bereicherung – gerade im Sommer. Wenn es draußen allzu warm ist, kann man es im Ducato noch am besten aushalten – und wohl auch deshalb lieben Hunde Ducatolein. Es ist kühler, jeder hat sein Lieblingsplätzchen, kann sich langstrecken und in Ruhe pennen. Und wenn ich auch mal chillen mag, finde ich meist sogar noch ein Plätzchen.

Hier steht also im Fokus: EIWOLA soll Wohnraum bieten, in dem man sich wohl fühlt – gemütlich, wohnlich, praktisch. Wir brauchen keine 1000 Staukästen, dafür haben wir einfach nicht so viel Zeugs. Der Wohlfühlfaktor ist wichtiger, eben weil wir dauerhaft darin wohnen.

Und genau hier hapert es bei vielen Expeditionsmobilen: Von außen sind sie riesig, und hat man sie erst einmal erklommen, steht man in einem sehr, sehr kleinen Wohnraum. Der Koffer ist von Haus aus relativ niedrig, um die Fahrzeuggesamthöhe nicht zu hoch werden zu lassen. Hinzu kommt der Wunsch nach Stauraum, so viel wie geht. Da habe ich dann doch andere Prioritäten.


EIWOLA – das Autarkiemobil

Ressourcen sparen und vorrätig haben.

Es dürfte wohl klar sein, dass unser EIWOLA komplett stromautark sein wird, oder? Unsere Überlegungen zur Autarkie gehen aber noch weiter. Wenn wir ganz auf Strom setzen, braucht es denn dann noch Gas? Und macht es überhaupt Sinn, auf Gas zu verzichten und auf Diesel als Backup zu setzen, wenn der Strom mal knapp wird? Und wie viel an Batteriekapazität und Solarpanels kostet der Verzicht auf Gas überhaupt? Fragen über Fragen über Fragen.

Klar ist, dass gerade das Energiekonzept sehr gut durchdacht sein möchte. Denn wir gehören nunmal zu den Menschen, die auch mal zwei Wochen am Stück irgendwo rumstehen. Die vier Tage Superhitze oder Regenwetter eher aussitzen, als dass sie in eine andere Klimazone flüchten.

Zur Autarkie gehört auch das Wasser und Abwasser – und das eigentlich sogar in erster Linie. Denn nebst Lebensmitteln ist das Ver- und Entsorgen der Hauptgrund, warum man irgendwann weiterfahren MUSS. Und so kommt es nicht von ungefähr, dass wir seit einigen Monaten ein neues Klo im Wohnmobil testen, die Trockentrenntoilette. Bereits diese hat unseren täglichen Wasserverbrauch um einige Liter reduziert – und schont somit auch unsere Schwarzwasserkapazitäten.


Die BRAUCHEN-UND-WOLLEN-LISTE

Ideen gibt es viele – doch wie praktikabel sind diese? Manche Gedankengänge sind noch recht unausgereift, andere dafür sehr konkret.

Wasser und Klo

Das Ziel: so wenig Ver- und Entsorgung wie möglich.

Momentan fahren wir 350 Liter Frischwasser und 600 Liter Abwasser / Grauwasser durch die Gegend. Damit sind wir durchaus vier Wochen wasserautark, zumindest wenn wir im Sommer an einem See stehen. Gerade diesen Sommer wurde uns bewusst, dass dieses Konzept nicht ganz optimal ist. Für die Klospülung geht jeden Tag fünf Liter Wasser drauf. 5 Liter x 7 Tage = 35 Liter x 4 Wochen = 140 Liter. Ohne Wasserspülung würde sich unsere Autarkie immens verlängern! So kommt es nicht von ungefähr, dass wir jetzt eine Trocken-Trenntoilette im Wohnmobil haben. Wir möchten austesten, ob das System was taugt. Bis jetzt geht es sich gut an. Der zweite Optimierungsansatz beim Wasserkonzept stellt ein Wasserfiltersystem dar. Sedimentfilter, Keramikfilter, Aktivkohlefilter, Pumpe – wir möchten noch die Sommer an den Stauseen nutzen um zu testen, ob wir eine praktikable Lösung finden um auch mittelmäßiges Seewasser in Trinkwasserqualität zu bringen. Das Ziel ist es ein System zu haben, das möglichst lange läuft, ohne dass Filter getauscht werden müssen. Vor allem aber sollen preiswerte Standardfilter benutzt werden können.

Strom und Wärme

Mit Strom Wärme erzeugen?

Stromautarkie haben wir ja bereits heute. Aber, da ist noch Luft nach oben. Die Idee ist ein energieautarkes, nachhaltiges Wohnen: Die Strömlinge sollen zu 100% über die Solaranlage in die (überdimensionierte) Aufbaubatterie gelangen. Dafür wird das Dach zugepflastert. Dachluken sind überbewertet, die werden früher oder später sowieso undicht. Nutzen wir das Dach doch lieber für mehr solar.

Könnte es möglich sein, nur mit Solarstrom autark zu leben? Kühlen und gefrieren mit Strom, Kochen mit Induktion und Backofen, der Heizlüfter als Backup und Ergänzung zum Holzofen, Kaffee mit dem Vollautomaten usw.

Warmwasser machen und kochen sind kritische Punkte – denn gerade im Winter, wenn die Sonne tief steht und das Wasser warm sein soll, bräuchte es eine alternative Energiequelle um auch ohne Strom warm duschen und kochen zu können.

Küche und Haushalt

Gut getrunken ist halb gekocht. Oder so.

Unsere momentane Küche mag dem Standard entsprechen, mir entspricht sie jedoch nicht. Der 3-Flammen-Gasherd hat zwei Flammen mehr als ich benutze, ist dadurch eine Platzverschwendung. Die Hängeschränkle hängen so hoch, dass ich Dinge ins obere Fach nur reinwerfe. Das im Kühlschrank integrierte Gefrierfach vereist alle paar Wochen. Und der Müllsack hat keinen richtigen Platz. Es gibt also Potential zur Optimierung. Vor allem aber stehen einige Gerätschaften auf der Haben-Wollen-Liste: den Kaffeevollautomaten möchten wir nicht mehr missen, ebenso wenig wie den mobilen Backofen.

Leidige Punkte im Wohnmobilhaushalt sind Hausarbeiten wie Geschirr spülen, Bad putzen und Wäsche waschen.

Und gleich mal ein Wort an die Minimalisten unter den Bloglesern: Ja, ich hatte in meiner alten Wohnung Kaffeevollautomaten, Spülmaschine, Wäschetrockner und eine Putzfrau – und das war auch gut so. Denn wenn ich auf irgendwas absolut keinen Bock habe, dann ist es Hausarbeit.

Jetzt könnte es sich als recht schwierig gestalten eine Putzfrau mitzuführen, weshalb Spülmaschine und Waschmaschine eine ernsthafte Option darstellen.

Wohnraum versus Stauraum

Soll es gemütlich sein, oder soll viel reinpassen?

Viele Wohnmobile, gerade aber auch Expeditionsmobile, haben oftmals mehr Stauraum als Wohnraum. Kisten und Boxen und Schubladen und Oberschränke, soweit das Auge sieht. Wir brauchen keinen großen Kleiderschrank, auch keinen extra Schuhschrank, und ich denke, dass wir auch auf die beleuchtete Sektglasvitrine verzichten können. Momentan haben wir viel Stauraum, doch fahren wir vor allem deshalb so viele Dinge durch die Gegend, weil einfach keine Notwendigkeit besteht mal richtig auszumisten.

Mögen wir bei manchen Dingen auf neue Technik und den extra Tick Luxus im Wohnmobil setzen, darf es bei anderen Dingen gerne etwas minimalistisch zugehen. Und nur so kann es auch gehen: Wer sich den Platz für eine Spülmaschine schaffen möchte, der muss woanders Platz einsparen. Ansonsten wird das Wohnmobil ja riesig. Aber manche Dinge, die bei anderen ja obligatorisch ist, fallen bei uns weg: Fahrrad, Fernseher, Radio, Satschüssel, Klimaanlage, Schuhschrank, Bügeleisen, Vorzeltteppich, Grill, Stauraum für 100 deutsche Wurstkonserven. Haben wir nicht, brauchen wir auch künftig nicht.

Mobilität

Rumkommen und Rumgurken.

Wenn Ducatolein als Beiwagen wegfällt, womit sollen wir dann rumfahren, wenn wir mal wieder wochenlang wo rumstehen? Es stehen drei motorisierte Fahrzeugarten zur Wahl: Offroad-E-Bike, Quad und Motorrad. Reichweite, Fahrkomfort, Offroadtauglichkeit und Platzbedarf sind Aspekte, die noch einigen Diskussionen und Abwägungen bedürfen. Was auch immer es werden wird: ganz ohne ein motorisiertes Zweitfahrzeug wollen wir eigentlich nicht mehr sein.

Geländegängigkeit und Leistung

Die letzten 300 Meter.

Kommen wir zum eigentlichen Anlass der ganzen Gedankenspielerei. EIWOLA ist ein geländegängiger Offroader, der massig Raum zum drin Leben bietet. Anständig große Reifen, ein gescheiter Zwischenrahmen, genug Leistung, Motorbremse, Untersetzung, Allrad, Differenzialsperre. Das ganze bei möglichst kleinem Radstand. Nein, EIWOLA muss keine Bergziege sein. Würden wir eine Bergziege wollen, würde es ein kompakter Unimog werden. Das wird es definitiv nicht. EIWOLA soll uns einfach über die Sandwege und Pisten an die schönen Plätze bringen. Wie sagt man so schön: Allrad brauchst du für die letzten 300 Meter. Wie ich uns kenne, werden es bei uns eher 3km sein.

Das Verhältnis von Leistung und Gewicht muss etwas besser sein, als es beim Vario momentan ist. Auch, damit das Fahren angenehmer ist und nicht jeder kleine Hügel zur Herausforderung wird. Besonders krass ist der Unterschied zwischen Ducato und Vario – mit meinem Ducatolein macht das Kurvenfahren richtig Spaß, der Vario ist hier naturgemäß etwas langsamer. Was aber wohl bei jedem Laster der Fall ist – Ducatolein kann da so schnell keiner das Wasser reichen. Obwohl …

Haltbarkeit

Aus den Problemen Anderer lernen.

Wir sehen, was funktioniert, und was irgendwie Bullshit ist. Verkratzte Plastikfenster, kaputte Fliegenrollos, undichte Dachfenster – es ist ein ewiges Dilemma, das sich durch die Standardwohnmobile aller Marken zieht. Beim Innenausbau muss die Prämisse gelten, dass die Hunde ihn nicht gleich wieder ruinieren können. Superleichtes Pappelsperrholz mit hauchdünner Beschichtung? Kannste voll vergessen. So weiches Holz seine ersten 10 Macken, noch bevor wir mit dem Ausbau fertig sind. Die nächsten zehn kommen dann sicher auch noch, meine Tollpatschigkeit wird’s schon richten.

Wir haben sicherlich den Vorteil, dass Andre bereits sehr viele Wohnmobile aller Preisklassen von Innen gesehen hat. Und auch so manche Macken und Probleme kennt. Seine Kunden berichten ihn von Fehlern, die sie selbst beim Ausbau gemacht haben – und die wir sicherlich nicht noch einmal machen müssen.

Wohnkomfort

Darf’s ein bisschen mehr sein?

Ja, wir brauchen ein Wohnmobil, in dem wir gut und gerne drin leben möchten. Ich finde es immer lustig, wenn Andere einem was von Minimalismus auf Reisen erzählen wollen, und dass dieses und jenes einfach kein „echtes“ Camping mehr sei. Holladriho. Ich sehe das ganz entspannt: Wenn jemand einen Thermomix in seinem Gigaliner betreiben möchte, dann darf er dies gerne tun. Wenn das Gerät aber mehr Strom braucht als da ist, dann möge der Moppel bitte nicht in meiner Nähe laufen. Nicht deswegen.

Auf unserer Haben-Wollen-Liste stehen ein paar Gerätschaften, die sicherlich nicht zur Standardausstattung des 0815-Wohnmobils gehören. Aber wir leben auch in der Kiste, und da ist eine kleine Waschmaschine ja nicht verkehrt, oder?


EIWOLA von der Stange

Das Rad nicht neu erfinden, aber selber bauen.

Es wird noch etwas dauern, bis aus dem Gedankenspiel auch Realität werden kann. Denn EIWOLA gibt es nicht von der Stange. Und vor allem wäre EIWOLA nicht bezahlbar, lässt man ihn/sie von einem Profi nach den eigenen Vorstellungen ausbauen.

Wir haben uns durch Angebote verschiedener Profiausbauer gewühlt. Diese Firmen mögen gute Reisemobile bauen, arbeiten aber einfach nicht in unserem Preissegment, das muss man ganz klar sagen. Hier fangen die interessanten Fahrzeuge ab 250.000 € an – in der Basisversion. Da sind dann keine Sonderwünsche und nur eingeschränkte Autarkie mit drin. Stolze Preise, und doch sind sie ausgebucht – die Wartezeiten sind ewig.

Und ehrlich gesagt kann ich viele Innenausbauten nicht nachvollziehen. Ich weiß, Vieles ist einfach nur Geschmackssache, aber ich finde sehr viele Reisemobile einfach nicht sehr ansprechend. Oder vom Grundriss her schlichtweg nicht geeignet, um darin zu leben. Aber, es gibt Ausnahmen – und von denen gucken wir uns einfach was ab.

EIWOLA selbst ausbauen, darauf wird es hinauslaufen. Ein Basisfahrzeug, einen Zwischenrahmen, darauf eine Wohnkabine, die wir selbst ausbauen. Doch auch dann scheint EIWOLA schnell zum Drei-Jahres-Projekt zu werden. Denn auch hier haben die Kabinenbauer eine Warteliste von ein bis zwei Jahren. Es scheint, dass die Branche derzeit ganz schön am boomen ist. Die Frage ist nur – wird das in ein paar Jahren wieder besser?

Fortsetzung folgt.

Erfahrungswerte gesucht!

  • Du lebst im Wohnmobil und hast eine richtige Spülmaschine mit an Board? Teile uns bitte deine Erfahrungswerte mit!
  • Du meinst, zum perfekten EIWOLA fehlt noch ein Detail? Lasse uns teilhaben!

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Tanja Hier schreibt Tanja

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