Nach unserer zweimonatigen Wintertour sind wir Anfang März (oder so) wieder in Portugal und auf der Quinta Prazera angekommen. Viel hat sich hier nicht geändert, denn mangels Regen wuchs nicht viel und so sieht es eigentlich fast so aus wie zwei Monate zuvor.

Und weil unsere Bauleute fragen, ob es Okay ist, wenn sie ein paar Wochen später bei uns weiter machen können, gehen wir einfach nochmal auf Tour. Wer diesen Reiseblog verpasst haben sollte: Hier, bitte.

Also geht dieser erste Quintablog in 2022 über einen längeren Zeitraum. Und die 3. Staffel ist offiziell angelaufen! (S03E01 >> Season 3, Episode 1 >> 3. Staffel, 1. Folge)


Ganz schön viel Natur hier!

Nach unserer kleinen Portugalrunde sind wir nun also wieder auf der Quinta, und langsam kommt er, der Frühling. Wer auch wieder da ist, sind die Wildschweine. Und die Hasen. Die Abwesenheit von Hunden scheint der Population dieser Wildtiere zuträglich zu sein. Die Wildschweine mögen unsere Solar-Fackeln irgendwie nicht leiden, und haben ein paar kaputt gemacht.

Frühlingsgefühle haben auch die Vögel. Der Kuckuck plärrt den ganzen Tag über nach einem Mädel, das ihn bitteschön daten möchte. Nachts ist es vermutlich eine Nachtigall. Je nach Tagesform sehr ausdauernd, die Herrschaften. Aber wir wollen uns nicht beklagen, denn unsere Frösche sind ruhig. Keine Ahnung warum, aber sie quaken höchstens kurz mal, es gibt keine abendliche Konzerte bis nach Mitternacht. Soll mir recht sein.

Nun ja, ich habe da so eine Theorie. Frösche sind ja nachtaktiv, und pennen tagsüber. Unsere Frösche aber fühlen sich 10x am Tag dazu gezwungen, in den Teich zu springen. Denn Ziva läuft öfters mal das Teichufer ab. Und wer zu langsam ist, wird wegschnabuliert. Also zumindest apportiert, bis in die nächste Wiese. Denn Frösche, Eidechsen und Schlangen schmecken wohl nicht. Die finde ich dann beim Rasenmähen. Kleinchen hat ja ganz tolle Hobbies.

Es gibt ja Tierchen, die sind echt süß. Vor allem wenn es Fell hat und noch ein Baby ist. Was dieses Hasenbaby aber alleine auf unserer Terrasse macht, ich weiß es nicht. Und fast hätte ich es mit der Elektrosense erwischt, diese halbe Portion. Habe es gerade noch rechtzeitig gesehen.

Einen passenden Bau zum Karnickel habe ich nicht gefunden. Hätte mich auch gewundert, schließlich hätte Ziva das längst zur Kenntnis genommen, hätten wir einen Karnickelbau am Steinhaus. Sowas entgeht ihr nicht. Also haben wir Ziva etwas abgelenkt, war ja eh Zeit für Feierabend. Und ich hab das Hasenjunges wieder ungefähr da abgesetzt, wo ich es gefunden habe. Hoffe, es hat nach Hause gefunden.


Alles kaputt hier!

Vor der Fahrt auf die Quinta gehe ich immer noch schön einkaufen. Der Kühlschrank ist proppevoll, das Gefrierfach auch. Ich hol mir die Butter raus um sie aufs Brot zu schmieren, und die sonst so steinharte portugiesische Butter ist plötzlich streichzart. Mhm … Ja, nicht nur sie, sondern auch der Rest des Kühlschranks ist warm. Das Gefriergut ist noch ziemlich gefroren, und so mache ich die Kiste schnell wieder zu. Der Kriegsrat tagt, und Andre fährt los, mit Quad und Hänger, einen temporären Ersatzkühlrank kaufen. Ein etwas kleineres Exemplar, das wir dann im Sommer als erweitertes Kühllager daher nehmen können – und jetzt als Ersatz, bis unserer repariert ist.

Das war vor unserer kleinen Portugal-Tour. Nach der Tour schreibe ich der Kühlschrank-Fachreparaturfirma und frage nach, ob der Kühlschrank denn bereit steht. Ne, können sie nicht reparieren, da ist irgendwo im Innern Kühlmittel ausgelaufen, Totalschaden. Hach ja, ich hätte auch eine Woche eher nachfragen können … Es hilft nichts, in Portugal ist ein Kühlschrank mit dem Sondermaß einfach nicht zu finden, wir müssen ihn in Deutschland bestellen und schicken lassen. Man gönnt sich ja sonst nichts. Memo für den nächsten Lasterausbau: Einbaukühlschrank mit Standardmaß. Nichts exotisches!

Und dann der Hänger vom Quad, den wir für alles missbrauchen, was dreckig (z.B. Dreck) und schwer (z.B. Sand) ist. Naja, ich sag es mal so, geradeaus fahren wäre ja schon schön …

Okay, ich gebe es zu, wir haben es kommen sehen. Die Deichsel ist schon seit Monaten nicht mehr gerade. Praktisch, wenn man gerade einen Bagger zur Hand hat, um das Dingens wieder gerade zu biegen. Andre hat auch schon einen Plan, für das Hänger-Tuning. Na ratet mal, was zum Einsatz kommt? Richtig, Sikaflex!

Dafür haben wir jetzt einen Hänger mit ordentlichem Holzboden, und kippbar ist er auch noch. Die 33 Jahre alten Reifen bleiben noch ein bisschen drauf, die sind wie neu!


Komm, da nehmen wir einfach ein Dutzend …

… sagte er, und meinte damit die Paulownia Elongata. Möchte man sie noch pflanzen, wäre jetzt höchste Zeit. Also bestelle ich ein Dutzend, und noch drei extra. Die Paulownia ist auch als „Blauglockenbaum“ bekannt, und gerade die Sorte Elongata hat einige interessante Eigenschaften. Erstens: nicht invasiv – sie verbreitet sich weder über Samen noch Rizomen. Zweitens: Vielseitig nutzbar – als Feuerholz oder auch Konstruktionsholz. Drittens: Schnellwachsend – ein paar Meter im Jahr soll sie schon machen. Viertens: echt hübsch – mit riesigen Blättern und tollen Blüten, zumindest in ein paar Jahren.

So, und jetzt rate mal, wer mich davon ein Dutzend (und drei Extra) hat kaufen lassen, und wer eine Woche später kein einziges Loch gebuddelt hat? Richtig. Dafür hilft mir unser Besucher Roberto, und nach zwei Tagen haben wir sie drin. Es sind nur Wurzeln mit Baumstumpf dran, aber ordentlich groß sollten die Löcher dafür ja trotzdem sein. Ein weiterer halber Tag, und die Bäume oben am alten Mimosenhang haben eine vollautomatische Bewässerung. Und ich einen Muskelkater.

Wir spulen drei Wochen vor:

Es treiben wirklich alle 15 aus. Manche mehr, andere weniger, aber selbst jene, die nicht an der Bewässerung hängen und in den letzten drei Wochen vielleicht zwei Gießkannen Wasser abbekommen haben, auch sie treiben aus. Guter Baum!

Was ja hingegen traurig ausschaut ist so manch ein Bäumchen auf meiner Plantage. Von dem Avocado-Bäumchen habe ich kein Bild, es wäre ja auch schon fast Leichenflädderei. Der Banane geht es kaum besser – obwohl, eigentlich wächst sie ja. Alle zwei Wochen ein neues Blatt, und schon ist jemand da um es ihr wieder abzufressen.

Dankbarer sind da wohl die Kirschen. Man ignoriert sie einfach, schaut ein bisschen danach, dass sie Wasser haben, und sie bedanken sich mit Kirschen. So stelle ich mir das vor.

Von den vielen Pfirsich- und Nektarinenbäumchen habe ich auch gerade kein Foto. Ist aber auch egal, denn wirklich alle fünf Bäumchen haben die Kräuselkrankheit. Das ist so ein Pilz, oder eine Laus, keine Ahnung. Man muss es im Winter behandeln, und im Winter waren wir ja nicht da. Da werde ich wohl mal eine Nachbarin für den nächsten Winter um einen Gefallen bitten, damit wir jemals in den Genuß eines Pfirsiches kommen.


Wasser von oben? Frühling!

Zwischendurch regnet es tatsächlich mal für ein, zwei Tage. Die Hunde verlassen das Wohnmobil erst, wenn der letzte Regentropfen gefallen ist. Wasser von oben, da sind sie allergisch gegen. Wasser in der Pfütze hingegen, super.

Wasser und Wärme, das macht vor allem eines: die Grüne Hölle wiederbeleben! Und die ist inzwischen recht bunt:

Okay, ich geb es zu, das waren jetzt etwas viele Blümchenfotos auf einmal. Hier, zum Ausgleich ein Pilz:

Austerpilze, sehr lecker. Laut Anleitung muss man sie ständig gießen und befeuchten. Geht aber auch wohl, wenn man sie ordentlich einnässt und dann für zwei Wochen in Urlaub fährt.

Der Gemüsegarten wird upgegradet. Etwas neue Struktur, und ein Gerüst zum Hochbinden der Gemüsepflanzen, die es geil finden, wenn sie nach oben wachsen dürfen.

Und ich übe mich im Kompost- und Hochbeetbau. Low-Budget-Lösung nennt man das wohl: Pro Hochbeet zwei Alt-Paletten zu 3€, dazu Teichfolien-Reste und ein paar lange Spax. Die Spax waren vermutlich der Kostentreiber bei dem Projekt. Die sind hier in Portugal noch teurer als ohnehin. Die Farbe ist übrigens keine Absicht. Vielmehr ist mir die Farbdose ausgelaufen, also musste ich sie verarbeiten.

Aber nein, nicht doch, nicht alles gelingt. Süßkartoffeln sind sehr kälteempfindlich, und wenn man sie zu früh pflanzt, erfrieren sie. Und dann diese vielen Knoblauchzehen, die ich gepflanzt habe, wo sind die eigentlich alle hin ???

Grilhadora

Normalerweise grillen wir immer nur, wenn wir Besuch haben – und unsere Besucher einen Grill mitbringen. Doch langsam kommen wir auf den Geschmack, zumal diese Art der Kocherei recht ressourcensparend ist: Man muss vorher nicht viel vorbereiten, und hinterher nicht viel abspülen. Also eigentlich genau unser Ding. Also kaufe ich einen Grill. Der dann auch direkt eingeweiht wird, mehrmals.

Ziva, die Schlaglochbohrmaschine

Eigentlich ist Ziva ein ganz geschmeidiger, nicht allzu trampeliger und kleiner Hund. Dass sie durch die Blumen oder das Gemüsebeet trampelt, eigentlich ist das normal, und normalerweise stört das nicht. Doch als wir weg waren sind wohl ein paar Mäuse und Maulwürfe eingezogen. Und die müssen jetzt unbedingt ausgebuddelt werden. Also haben wir neuerdings überall Löcher im Boden.

Auch auf den Wegen tun sich plötzlich Krater auf, wo vorher keine waren. Und so kommt Ziva zu einem neuen Spitznamen: die Schlagloch-Bohrmaschine.

Der neue Outdoor-Spa-Bereich

Was fehlt im Wohnmobil? Richtig, die Spülmaschine.

Und eine Badewanne. Aber jetzt nicht mehr. Denn wir haben unsere Outdoor-Dusche ja bereits um einen 20kW Gas-Durchlauferhitzer erweitert. Konnte man vorher im Sommer nur zwischen 18 Uhr und 18:30 Uhr duschen, weil man vom Wasser entweder vorher verbrannt wurde oder später erfroren ist, haben wir jetzt schöne konstante 40 Grad. Und weil das mit dem Warmwasser so schön funktioniert, wurde der Outdoor-Spa-Bereich nun um eine Badewanne erweitert.

Dazu habe ich einfach bei Facebook eine gebrauchte Emaille-Badewanne gekauft. Einfach mit der Flex anschleifen, ein bisschen 2K Lack drauf, und schon sieht sie wieder nett aus.

Andre holt ein paar Betonsteine beim örtlichen Baustoffhändler,

Badewanne Steine im Hänger

und schon sitzt die Badewanne in ihrer Ecke.

Das erste Probebad war auch schon sehr entspannend.

Sobald das Badewannen-Mäuerchen richtig gemauert ist, gibt es davon sicher mehr.

Kleiner Ausflug im Max-Mobil

Na, wie ist man auf gar keinen Fall unauffällig im ländlichen Portugal unterwegs? Richtig, mit zwei Quads. Auf dem einen ist eine kaputte Baggerschaufel befestigt, auf dem anderen Quad eine große Hundebox. Mit Hund drin. Der da drin sitzt wie im Papa-Mobil.

Wir machen mit dem Senior einen kleinen Ausflug ins nächste Städtchen, denn er hat da einen Tierarzttermin. Wir wollen ihn mal durchchecken lassen. Wir sind uns nicht sicher ob er vielleicht nicht doch Schmerzen hat, denn in letzter Zeit wird er immer wehleidiger. Der Tierarzt bestätigt aber unsere Vermutung, er ist für sein Alter recht fit, nur für die leicht überhöhten Nierenwerte gibt es leckere Tabletten. Tja, bleibt die Erkenntnis: neurotische Verhaltensweisen werden im Alter nicht besser, sondern einfach nur schlimmer. Und seine „Anfassen!“ – Sucht, für die er den halben Tag lang fiepsend nach Befriedigung verlangt, ist da wohl keine Ausnahme. Also entweder brauchen wir jetzt einen billigen Angestellten, der dem Hund den halben Tag lang die Hand auflegt. Und Türen öffnet, damit der arme, unglückliche Hund, der ständig nicht da ist wo er sein möchte, seinen Frieden findet.

Noch weniger unauffällig ist das Max-Mobil übrigens auf dem Supermarktparkplatz. Sie gucken da ja eh immer alle und fragen sich, wie sie denn nun diesen vollen Einkaufswagen auf dem kleinen quad unterbringen möchte. Man wird auch schonmal angequatscht. Max könnte hier Autogrammkarten verteilen.

Max beim Lidl

Ach ja, in der Eisdiele waren wir auch noch. Die war „rein zufällig“ gleich ums Eck.

Wozu ich mal in einen anderen Laden muss, um die Zutaten zu bekommen: ich habe einen neuen Lieblingsnachtisch. Weiße Mousse au Chocolat mit gehäckselten weißen Schokocrossies und Beeren.

Bobby, das Bobcat

Apropos Baggerschaufel. Ja, wir haben einen Bagger gekauft, der auch Anfang April, fast wie vereinbart, geliefert wurde. Ladungssicherung auf dem Autotransporter? Naja, so ein Bagger ist ja kein Auto, und muss deshalb auch nicht gesichert werden …

Es ist ein kleiner Bobcat, und der heißt jetzt Bobby. Hallo Bobby. Bobby ist noch ganz gut in Schuss, und die ersten fünfzig Brombeerwurzeln sind im Nu ausgegraben. Ja, wir zählen die ausgegrabenen Brombeerwurzeln jetzt nicht mehr einzeln, sondern ab sofort hängerweise. Bei entsprechend ergiebigem Gelände kommt so innerhalb von zwei Stunden ein volles Hängerchen zusammen. Und wir bewegen damit Steine, die wir sonst einfach nicht bewegen würden.

Bobby mit Stein

Nur die Schaufel, die ist nicht mehr ganz so frisch. Und nachdem Andre an so einem Baumstumpf rumgezerrt hat, machte sie einen leicht geknickten Eindruck. Okay, Baggerschaufel aufs Quad, und drei Käffer weiter zum Baggerladen gefahren. Die können sowas sicher schweißen, oder uns eine neue Baggerschaufel verkaufen. Tja nun, wer hätte es gedacht, es ist kurz vor Ostern und bis auf ein paar Leute im Büro ist keiner da. Also die Baggerschaufel wieder abgeholt und Andre macht sich selbst daran, das Dingens zurückzubiegen und zurechtzuschweißen.

Wenn „ich tu mal den Bagger tunen“ und „Sikaflex“ in (fast) einem Satz vorkommen, dann … Naja, dann ist Andre wohl gerade am Schrauben. Ein paar Optimierungsansätze gibt es ja schon bei so einem gebrauchten Bagger. Hier und da fehlen ein paar Schrauben und Muttern – sowas rüttelt sich vermutlich los, im Laufe der Zeit. Naja, zumindest ist das Zündschloss wieder fest, dank Sikaflex.

Wege machen mit Bobby

Bobby ist dazu gedacht, dass wir uns schön gemütlich kleineren Projekten widmen können. Andre verbringt also gut eine Woche damit, den Bereich bei uns hinterm Wohnmobmil aufzubaggern. Wir fummeln die zig Trillionen Wurzeln raus, primär Farn und Brombeere, und dann wird das neu hinmodelliert. Die ganze Aktion dauert etwas länger, denn der Bagger geht aus, und wieder an, und dann wieder aus … Nein, keine Sorge, dem Bagger geht es gut. Es liegt vielmehr am Telefon, das zwischendurch immer wieder klingelt. Wenn man sich zwischendurch ein Baggerchen kauft, muss man halt auch etwas Zeit mit Geldverdienen verbringen.

Ostern in Portugal

Ostern zählt in Portugal zu den höchsten Feiertagen. In Spanien ist das auch so, in der „Santa Semana“ wird auch nicht allzu viel gearbeitet, außer man ist sowas wie katholischer Pfarrer. Prozessionen, von morgens bis abends. Sie tragen Heiligenbilder, Fahnen und Kreuze durch die Straßen und Gassen, Kinder sind als Engel verkleidet, und die Kerzenverkäufer machen vermutlich das Geschäft des Jahres.

Noch dazu ist allerbestes Wetter, und wer nicht gerade in einer Prozession steckt, der macht mit der Familie einen Ausflug. Das Ende vom Feste ist dann am Ostermontag, da findet dann das Familienpicknick mit Osterlamm statt. Die Lämmer der benachbarten Schafherde wurden am Mittwoch auf die Schlachtbank geführt, unüberhörbar.

Wir sind keine großen Fans von katholischen Umzügen oder Babytieressgelagen, also bleiben wir auf unserer Quinta und werkeln etwas vor uns hin. Baggern, Garten machen, Blümchen pflanzen, sowas eben. Und jeden (zweiten oder dritten) Tag ein paar Dutzend Ginsterbüsche, Brombeeren und Zistrosen, damit es langsam aber sicher etwas besser wird. Das dominierende Grünzeugs muss raus, damit andere Pflanzen eine Chance haben. Die kommen dann ganz von selber: Lavendel, Erika, irgendwelche Blümchen, blau, rosa, weiß, keine Ahnung wie das ganze Zeugs heißt.

Meine persönliche Bilanz von Ostern: eine halbe Flasche Sonnencreme verbraucht, und zweimal knapp am Sonnenstich vorbei geschrammt.

Andres beste Ostererfahrung: der Lidl hat Lebkuchen! Osterlebkuchen!

Sybille, die Holzschredderin

Ja, wir haben noch ein lautes, teures Gerät gekauft, eine Holzschnitzelmaschine. Sie stand im Laden einsam in der Ecke, also haben wir sie mitgenommen. Sie heißt übrigens Sybille.

Wir stellen Sybille erstmal am Wegesrand ab, ungefähr 20 Meter vor dem Wohnmobil, und retten uns ins Innere, denn natürlich sind wir bei dieser Einkaufstour klatschnass geworden. Max, der sich ins Fahrerhaus gerne zum Chillen zurück zieht, erblickt Sybille. Und tickt erstmal aus, denn genau so muss wohl der Feind aussehen.

Nachdem er eine halbe Stunde da sitzt und Sybille anstarrt, lassen wir die Hunde mal raus, damit Max sich Sybille etwas genauer anschauen kann. Nasowas, doch nicht feindlich, bewegt sich ja nichtmal. Mal wieder viel Wind um nichts. Das können unsere Hunde echt gut.

Sybille macht aus einem großen Haufen Baumschnitt und ausgerupften Büschen recht zügig Hackschnitzel. Biomasse, die irgendwann dem Gemüsegarten zugute kommen darf.

Wir haben übrigens noch in eine weitere Gerätschaft investiert, eine Elektrosense von Makita. Aber wenn ich jetzt anfange allen Makita-Geräten Namen zu geben, dann wird es echt unübersichtlich und wir brauchen bald Namensschilder.

Nur ein kurzer Ausflug in den Gemüsegarten

Ich war die Tage mal wieder mit der Kamera unterwegs, einfach zu Dokumentation. Habe mir fest vorgenommen, mehr Vorher-Bilder zu knipsen, damit die Nachher-Bilder auch Sinn machen. Noch gibt es beim Gemüsegarten nicht viel zu sehen, denn ich habe dieses Jahr etwas später gepflanzt.

Was es (wie letztes Jahr um diese Zeit) sehr viel gibt, sind Baby-Weintrauben. Ich bin gespannt, ob sie dieses Jahr auch groß werden.

Diese Ecke habe ich „Tomatenparadies“ getauft. Mit Regendach und vielen Möglichkeiten zum Hochranken. Darf gerne auch von den Gurken und so verwendet werden.

Was wir auf jeden Fall haben werden: Erdbeeren. Die ersten Exemplare sind schon verspeist, und so ein paar Dutzend Erdbeerpflanzen sollten uns gut durch den Sommer bringen.

Gemüsegarten Erdbeeren

Auch die Kartoffeln kommen.

Ende April, Auftritt Bauleute!

Unsere Bauleute sind wieder da, und sie machen sich als erstes an den Fußboden im Steinhaus.

Die Anlieferung von Baumaterial gestaltet sich mal wieder recht abenteuerlich, und wir werden wohl noch öfters den Weg wieder richten müssen, wollen die da mit ihren kleinen Lasterchen ohne Allrad noch öfters hoch fahren. Als die Bauleute Feierabend machen ist Andre auch gerade Besorgungen machen, mit dem großen Quad. Also muss ich mit dem kleinen Motorkamel den Laster den Berg hochziehen. Es scharrt, es staubt, es war denkbar knapp. Funktioniert aber glücklicherweise, und so ist jetzt erstmal Feierabend.

Besucher mit Allrad

Mit manchen Gleichgesinnten pflegt man längerfristigen Email-Kontakt, so auch mit der Besatzung von Passion4Patina (Reiseblog, Instagram). Denn sie haben ihren Allradlaster in der gleichen Firma bauen lassen wo auch Mercedes und Kabine von unserem Bananenlaster her kommen. Und weil sie gerade über die Iberische Halbinsel touren, war ein Besuch bei uns fast schon obligatorisch. Und wieder hat unsere abenteuerliche Anfahrt für den gewissen Adrenalin-Kick gesorgt. Ich weiß auch nicht, warum sie alle so erleichtert aussehen, wenn sie es endlich zu uns auf Grundstück geschafft haben 😀

Es ist Wochenende, also machen wir ein bisschen Programm, eine kleine Quadtour ins benachbarte Mittelgebirge. Schöne Pisten, schöne Aussichten, ein gutes Restaurant und bis auf ein paar Wolken spielt auch das Wetter mit.

Was jedoch nicht so schön ist, das Fischesterben an unserem bevorzugten Badesee. Dass der wohl für Badeausflüge im Sommer eher ausfällt, ist dabei nicht mal das Problem. Sondern dass da echt viele tote Fische am Seeufer liegen. Und es ein Trinkwasser-See ist. Irgendwas hat den See also vergiftet. Noch wissen sie nicht was, aber man vermutet landwirtschaftliche Ursachen.

So, das war’s mal wieder, ich verabschiede mich. Muss jetzt erstmal eine neue Schicht Sonnencreme auflegen. Bis zum nächsten Mal.

PS: Auf meinem Youtube-Kanal gibt es demnächst mal wieder ein Video von Dronita. Wir haben uns die Bilder von vor einem Jahr angeschaut und sind der Meinung, es lohnt sich sie mal wieder fliegen zu lassen.

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