Seit ein paar Monaten bin ich jetzt in meinem kleinen Wohnmobil-Selbstausbau unterwegs. Und egal auf welchem Platz ich stehe, mein „Friedel“ ist fast immer der Kleinste. In einige größere und kelinere Womos, von Urlaubern und Festbewohnern, von Standardfahrzeugen bis Eigenbauten, habe ich reinschauen dürfen. Und eben weil ich mich frage ob mir so ein größeres Wohnmobil zum fest drin wohnen vielleicht doch lieber gewesen wäre, gibt’s jetzt einige Beobachtungen und Überlegungen.


Ist größer besser, weil komfortabler und autarker? Was sind die Vor- und Nachteile, auch bezogen auf Profiausbauten? Wenn du die Anschaffung oder den Ausbau eines Wohnmobils planst, alleine, zu zweit, mit oder ohne Hund reist, dann könnte dir dieser Artikel vielleicht helfen.


Kleines Wohnmobil kontra Reiseschiff

Mein Gefährt heißt Friedel und ist ein selbst ausgebauter Ducato L2H2. Also mehr ein größerer Camper als ein ausgewachsenes Wohnmobil. Die nächstgrößeren Fahrzeuge sind die Profiausbauten von Pössl und Co, dann kommen die Wohnmobile von der Stange, gerne mit Alkoven, ich nenne sie gerne „Weiße Wagen“. Ganz große Fahrzeuge sieht man hin und wieder auch, allerdings eher selten in den Gegenden in denen ich gerne unterwegs bin, sie würden kaum um die Kurven kommen.

Eine Nummer kleiner ist auch noch interessant: den Ducato habe ich als L1H1 mit Hubdach gesehen, als Profiausbau. Etwas kleiner ist dann auch schon der T5 und ähnliche, vor allem bei Surfern und Outdoorfreunden beliebte Mobile.

Fahren: im Nirgendwo und im Alltag mobil sein

kleines Wohnmobil in den Bergen

Ein für mich entscheidender Faktor bei der Fahrzeugwahl war die Überlegung, ob und wie ich das Fahrzeug außerhalb meiner Reisen nutzen möchte. Da ich im Sommer wie Winter fahren möchte kommt ein Saisonkennzeichen nicht in Frage. Und somit war auch schon geklärt, dass das Wohnmobil auch mein Alltagsfahrzeug werden wird. Und mit dem Dickschiff zum Supermarkt, in die Stadt usw., das war für mich nun doch nicht vorstellbar. Keine Chance auf normale Parkplätze, diverse Höhenbeschränkungen, und hohe Spritkosten das ganze Jahr über.

Andere jedoch haben nur ein Saisonkennzeichen, und im Alltag nutzen sie einen PKW. Das Wohnmobil ist der Zweitwagen, wird nur für Reisen genutzt. Jetzt ist die Größe eigentlich nur dann kritisch, wenn es in bergige Regionen gehen soll.

Tunnel mit einer max. Durchfahrtshöhe von 3,50m oder enge Serpentinen machen so manche Route komplett unpassierbar. Also für große Wohnmobile, nicht für mich! Und noch weniger Gedanken machen muss sich derjenige, der mit einem Bussle (T5 oder ähnliches) unterwegs ist. Gerade die Strandparkplätze (und auch diverse Tiefgaragen und innerstädtische Parkplätze) sind oftmals nur bis 2.10m befahrbar. Da ist meiner schon zu hoch für. Ich komme bei 2.80m Höhenbeschränkung noch durch, aber auch ein L1H1 hat ca. 2.30m. Das passt schon öfters durch, aber auch nicht immer.

Fahren II: das kleine Womo, auch was für schlechte Autofahrer!

Ja, ich zähle mich durchaus zu den schlechten Autofahrern. Habe ich doch ein prinzipielles Problem damit Entfernungen einzuschätzen. Was sich besonders bei Engstellen und beim Einparken bemerkbar macht. Mit einem großen Wohnmobil würde ich eine ständige Superkrise haben. In den kleinen Dörfern mit den engen Straßen, auf Parkplätzen generell, von Serpentinen ganz zu schweigen.

Ich hab mir schon mit einem normalen Pkw in Südfrankreich einen Reifen kaputt gefahren. Und auch mit meinem Kastenwagen finde ich so manches Manöver etwas unübersichtlich. Woher die ganzen Krätzerchern im Lack kommen – was weiß ich. Nein, größer brauche ich es wirklich nicht, zumindest was das Handling beim Fahren anbelangt.

Geld: Anschaffung und laufende Kosten

Sicherlich, große Wohnmobile sind tendenziell teurer in der Anschaffung. Und somit auch etwas im Unterhalt. Wobei die Kfz-Steuer weniger relevant ist, zumindest solange es kein Dickschiff ist. Doch in Sachen Versicherung und Benzinkosten können sich Mehrkosten durchaus läppern. Je nach Reiseland gilt dies übrigens auch für die Autobahnmaut.

Hinzu kommt vielleicht noch, dass in einem großen Wohnmobil auch mehr Technik steckt. Die kaputt gehen kann. Ich kann in meinem Selbstausbau fast alles selbst wieder richten, weiß ich doch welche Leitungen wo verlaufen, wie das Ganze konstruiert ist. Habs ja selber gemacht. Und auch das wichtigste Werkzeug immer dabei. Andere müssen hier schonmal eine Womo-Werkstatt anfahren, gerade wenn es Probleme mit dem Strom oder der Wasserversorgung gibt.

Platz: Wenn Menschen, Hunde, Papagei, Fahrrad und die Oma reinmüssen

hund-kleines-womo

Manche möchten mehrere Mountainbikes in ihr Wohnmobil packen können. Einfach, weil es sich um hochpreisige Fahrräder handelt, und sie Diebstahl befürchten wenn sie außen am Fahrzeug befördert werden. Andere reisen mit 3 Hunden, 2 Kindern, der Oma, einer platzraubenden Sportausrüstung, …

Die einen behelfen sich mit Dachgepäckträgern, andere möchten alles im Fahrzeug haben. Aus Sicherheitsgründen, oder einfach aus Prinzip.

Aber auch Komfort benötigt Platz (und Geld). Und zwar genau jener, an dem ich selbst gespart habe. Die warme Dusche: sie setzt größere Wasserbehälter für Frischwasser und Brauchwasser voraus. Außerdem Gas zur Wassererwärmung. Ganz zu schweigen von der eigentlichen Duschkabine. In meinen kleinen Selbstausbau passt definitiv keine Dusche rein. Ich hätte das Basisfahrzeug 1-2 Nummern größer kaufen müssen. Und das war es mir einfach nicht wert. Wobei ich schon sagen muss: gerade die Dusche ist es, weshalb ich weniger autark bin, gerade bei mittelmäßigem Wetter. Spätestens am dritten Tag ist es gut gewesen mit der Katzenwäsche, steuere ich einen Campingplatz an.

Interessant ist, dass der benötigte Platzbedarf doch eigentlich relativ ist. Einfach weniger mitnehmen – manch einer muss dies wohl erst noch lernen. Muss wirklich der halbe Hausrat mit? Diverse Küchengeräte, der halbe Badezimmerschrank, fünf Paar Schuhe, Klamotten für wirklich jeden Anlass … Ich habe sicherlich nur die Hälfte von dem dabei, was andere Wohnmobilisten so durch die Gegend fahren. Und ich könnte noch weiter reduzieren. Mache ich auch, gerade fliegt alle 2-3 Wochen beim Aufräumen was raus.

Individueller Selbstausbau oder das Wohnmobil von der Stange?

Meines Erachtens ist die Größe entscheidend dafür, ob man selbst ausbauen möchte oder es vom Profi machen lässt. Mein Ausbau hat 3-4 Monate gedauert – mit etwas Familienhilfe, aber neben dem Alltag. Andere benötigen hierfür schonmal 1-3 Jahre. Wieder andere brauchen diese Zeit schon für ihre Planung.

Standardwohnmobile sieht man am Meisten, und sie geben mir auch die größten Rätsel auf. Wie kann man als Paar nur in Stockbetten schlafen? Was poltert es bei einigen stundenlang im Wohnmobil ehe sie abfahrtbereit bzw. nachdem sie angekommen sind? Wozu braucht man unbedingt einen Tiefkühler im Urlaub? Oder einen großen Backofen? Ich komme vielleicht doch etwas mehr aus der minimalistischen Camping-Ecke. Reguläre Wohnmobile haben jede Menge Schnickschnack im Repertoire. Das eine oder andere Feature würde ich mir wünschen, doch das Meiste benötige ich eigentlich nicht. Und die Dinge, die mir momentan etwas fehlen, die kann ich auch bei meinem Kleinen nachrüsten. Werde es aber nicht tun. Denn was ich beobachte, ist: die Leute wollen einen Komfort haben, wie zu Hause. Verbringen dann aber auch relativ viel Zeit damit den rollenden Haushalt zu schmeißen.

Was mir bei den „größeren“ auf aufgefallen ist: ihre Bewohner haben die Neigung zur Dekoration. Sie möchten es irgendwie wohnlich machen, das fahrende Zuhause. Auch eine Möglichkeit, ein eigentlich großes Wohnmobil wieder etwas kleiner zu machen.

Wohnmobildesign: das schicke Wohnmobil hat seinen Preis

Es gibt super tolle Wohnmobile, und alle Jahre wieder übertreffen sich die Hersteller in ihren Superlativen. Vermutlich, weil es genug Menschen gibt die das nötige Kleingeld mitbringen, und es auch gerne für das rollende Feriendomizil ausgeben. Ich muss zugeben, mir ist sowas fremd. Hätte ich 70.000 Euro übrig würde ich mir davon kein Luxus-Wohnmobil kaufen. Da hätte ich reisetechnisch ganz andere Ideen.

Das eigentliche Problem war in meinem Falle jedoch: ein gut erhaltenes, gebrauchtes Wohnmobil in meiner Preisklasse war praktisch nicht zu finden. Das Fahrzeugalter hoch, das Möbeldesign fragwürdig, und die Technik schon sehr in die Jahre gekommen. Hinzu kommt die unpassende Aufteilung des Innenraumes und die meist ohnehin zu große Fahrzeuggröße. Also hatte ich die Wahl: mehr Geld auf den Tisch legen (womit meine Ersparnisse komplett hinüber wären) oder selber ausbauen. Insgesamt hat mich Friedel ca. 17.000 Euro gekostet, inklusive Solaranlage. Dafür habe ich jetzt ein kleines Wohnmobil, das noch relativ jung ist, das ich noch einige Jahre fahren kann, auch im Alltag.

Ich habe mir einige kleinere 0815-Wohnmobile angesehen, auch ein paar Kastenwagenausbauten. Obwohl sie mir etwas zu teuer waren (wäre aber noch gegangen) haben sie mir einfach nicht gefallen. Für 20.000 Euro habe ich schon recht runtergekommene Fahrzeuge gesehen. Deren technischer Zustand war mir nicht ganz geheuer, und der Wohnbereich recht hässlich. Plastikdekor (beschichtetes Sperrholz eben), wenn auch relativ funktional gehalten. Wie man jemals solche Polsterstoffe verarbeiten konnte, es ist mir unbegreiflich.

Tisch zum Umklappen, Sitze zum Umdrehen, Bett zum Ausziehen. Multifunktionalität ist für den kleinem Raum ja eigentlich eine gute Idee. Doch ich bin kein Fan von dieser ewigen Rumräumerei. Denn jedes Mal, wenn man was umklappen, wegklappen, zuklappen muss, dann muss man erstmal etwas wegräumen. Also wenn ich mich abends ins Bett liege, dann muss ich einfach nur den Hund zur Seite räumen. Fertig, Bett ist gemacht. Wenn ich an den Laptop sitzen will, dann sitz ich mich hin. Und so weiter. Mein Selbstausbau ist so konzipiert, dass alles, was ich regelmäßig benutze, seinen festen Platz hat. Umso seltener ich etwas benutze, desto eher muss ich es herauskramen. So einfach ist das.

Es ist für mich Aufräum-Muffel ohnehin schon nervig, dass ich meinen Kram wegräumen muss bevor ich losfahre. Fliegende Kaffeetassen und Gläser gab es trotzdem schon ein paar 😉

Standard-Wohnmobile sind mir nach wie vor ein Rätsel. Wer denkt sich sowas wie ein Bett im Alkoven aus? Im Idealfall verbringe ich doch die meiste Wohnmobil-Zeit im Bett, weil das Wetter draußen zu schön ist um drinnen zu hocken. Und da wird dann am Platz gespart, also an der Kopffreiheit? OK, das noch größere Rätsel sind Wohnmobile mit 80cm breiten Stockbetten, aber das ist wohl ein anderes Thema.

Zeit als Faktor – der Ausbau als niemals endendes Langzeitprojekt

Einen Punkt solltest du als angehender Wohnmobilausbauer berücksichtigen: Der Ausbau kostet Zeit. Viele kommen auch nicht über die Planungsphase hinaus, weil sie sich hier bereits verzetteln. Tatsächlich habe auch ich viel Zeit in die Planung gesteckt.

Wobei es bei mir eher ein Mix war: Planen, Produkte recherchieren, Lernen. Ich habe beispielsweise mein Elektrozeugs selbst gemacht. Solaranlage, Batterien, 12V Netz, Beleuchtung, Steckdosen usw. Die Überlegung was man dafür alles braucht geht mit dem Lernprozess einher. Du musst das Ganze verstehen, erst dann kannst du auch wissen was du alles kaufen musst. An Material und Werkzeug.

Also habe ich mich mindestens eine Woche mit dem Thema Strom beschäftigt. Dann das Zeugs zusammengekauft, und als alles da das 12V System zusammengestöpselt (also Solarmodul, Laderegler, Batterie) und mich in der Verkabelung versucht. Welche Kabelstärke und welche Sicherungen brauche ich? Wie viele Steckdosen und Einbauleuchten? Mit welchem Werkzeug mache ich Kabelschuhe ran? Wie mache ich Abzweigverbindungen? Einen funktionierenden Stromkreislauf haben wir schon in der 7. Klasse zustande gebracht. Und viel schwieriger ist es auch im Wohnmobilausbau nicht.

Aber, es muss ordentlich und korrekt gemacht werden. Die Hütte soll ja nicht abfackeln. Und genau das braucht Zeit. Eine Woche lang jeden Abend, Learning by Doing und im Internet. Und die Sache mit dem Strom war jetzt nicht das zeitaufwändigste Problem. Isolierung, Möbelbau, Polsternäherei, Verkleidung, Fenstereinbau, …

Immer wieder bin ich in der Planungsphase auf Blogs gestoßen, die schon seit Jahren bestehen. Der Ausbau ist bei vielen ein Langzeitprojekt. Bis manche Leute damit fertig sind ist das Auto wahrscheinlich schon weggerostet. Oder das Leben macht ihnen in irgendeiner Form einen Strich durch die Rechnung. Gerade bei größeren, älteren Fahrzeugen und kleinem Budget sehe ich diese Gefahr.

Technik und Erfahrung im Wohnmobilausbau: eine Frage der Relevanz

Wird dein erster Selbstausbau perfekt werden? Vielleicht, wenn du ein Schreiner bist. Oder sonst ein talentierter Heim- oder Handwerker. Ich habe vorher noch nie ein Möbelstück gebaut. Habe Handwerker in der Familie. Gerade mein Vater hat mir auch einiges geholfen – gerade bei Dingen wie den Fenstereinbau oder die Solarmodulmontage. Mit schwerem Gerät Löcher ins Auto machen, das hätte ich mich vermutlich nicht getraut (oder vielleicht doch?). Und vor allem hatte ich Zugriff auf anständiges Werkzeug (Tischkreissäge etc.).

Jetzt gibt es jede Menge Ausbauer im Internet. Und man könnte meinen, dass du von deren Erfahrungen profitieren könntest. Oder von meiner. Das funktioniert jedoch nur bedingt. Beispiel: mein für lange Zeit undichtes Dachfenster. Dieses verdammte Ding. Dreimal mussten wir nacharbeiten. Dieses ganz tolle Sikaflex Montagezeugs hielt einfach nicht dicht. Was hab ich gemacht: als letzten, verzweifelten Versuch einfach ein anderes genommen. Was gar nicht für den Fenstereinbau gedacht war. Dicht isses. In einem Internetforum die Experten des Hauses gefragt, ich hätte nie diesen Tipp bekommen. Einfach, weil jeder Ausbau anders ist. Dachfenster, Montagerahmen, Fahrzeug, Witterung bei Verarbeitung, Großzügigkeit mit dem Material, Genauigkeit des Ausschnittes – es ist immer ein bisschen anders. Und manchmal ist es besser nochmal drüber nachzudenken wie es wohl am besten funktionieren könnte. So ist ja letztendlich auch mein Fahrzeuggrundriss entstanden. Hab ich bis heute noch nirgends so gesehen …

Möchtest du ein perfektes Wohnmobil? Dann bestell dir eines beim Profi-Ausbauer. Wenn du das Geld dafür hast. Denn sonst kann es sein, dass du beim Selbstausbau nie fertig werden wirst. Auch mal fünfe gerade sein lassen, das hab ich öfters mal gemacht. Außer bei relevanten Punkten wie Strom oder Wasser. Mein Möbelbau jedoch ist etwas abenteuerlich, meine Raumaufteilung sowieso. Ist doch egal, Hauptsache mir passt es.

Was mir bei mir (und den anderen) unterwegs so aufgefallen ist

Ich pflege das 1/3-Prinzip: Im Durchschnitt stehe ich jeweils zu einem Drittel auf Stellplätzen (SP), Campingplätzen (CP) und frei, also meistens Parkplätzen (PP). Da kann sich schön Gedanken machen und kleine Dinge aufschnappen – welche Dinge die Anderen wie gelöst haben, was besser ist als bei mir. Und was komischer 😉

Großes Wohnmobil: ständig am Aufräumen, Aufbauen, Abbauen, Umbeugen …

Ich bin Nachteule, und am Morgen entsprechend eine der letzten, die vom Platze rollt. Kann schonmal Mittag werden. Und da fällt mir doch eines immer wieder auf: die Leute sind nur am Umräumen. Es poltert teilweise eine ganze Stunde lang im Womo bis die Herrschaften abfahrtbereit sind. Es werden Klappen, Schränke, Fächer und was nicht noch alles auf und zu gemacht. In fünf Minuten zusammenpacken und Abfahrt ist? Nö.

Profiausbau: Wasser und Abwasser sind besser gelöst

Das nächste, was mir bei den Großen auffällt: Ich glaube, manche sind täglich am Ver- und Entsorgen. Also am Brauchwasser ausleeren, Frischwasser nachtanken und Chemieklo leeren. Ich vermute, dass die Dusche im Auto dazu verleitet relativ viel Wasser zu verbrauchen. Und bei einigen geht der Wassertausch auch relativ lange, bis zu 15 Minuten. Was bei 150 Liter Wasser tanken natürlich auch dauern kann bei lahmen Wassersäulen…  Ich habe nur 30-Liter-Kanister für Wasser und Abwasser. Ist etwas fummelig bei mir, aber mehr als 3 Minuten brauche ich normalerweise nicht, höchstens fünfe. Dennoch, so ein fester Tank der von außen befüllbar ist, schon eine feine Sache.

Kleines Wohnmobil: recht unromantisches Camperfeeling bei Schlechtwetter

Einer meiner wenigen echten Planungsfehler: bei Regen plus Wind muss ich ALLE Fenster zu machen. Ich habe keine Kippfenster, dafür eine hohe Luftfeuchtigkeit bei einer Regenwetterphase. Und ein ganz tolles Nasser-Hund-Aroma. Alleine mit Hund geht es gerade noch so, zu zweit wäre es echt kritisch. Nur wenn der Wind ausbleibt kann ich das Sonnen-Regen-Segel aufspannen und die Schiebetüre aufmachen. Bei entsprechenden Temperaturen. Eine Markise würde hier übrigens nicht wirklich gut weiterhelfen, denn sie ist nicht lang genug, man kann die Schiebetüre nicht aufmachen. Allenfalls das Fenster könnte ich etwas aufschieben.

Großes Wohnmobil: gemütliches Wohnzimmerfeeling

Größere Wohnmobile haben TEILWEISE ein wunderbares Raumambiente. Ein großes Panoramafenster auf der Seite, senkrechte Wände, nette warme Farben … Da kann man sich abends oder bei Schlechtwetter schön gemütlich machen. Ganz so viel Wohlfühlatmosphäre bekomme ich normalerweise nicht hin. Schon alleine deshalb, weil immer irgendwo was rumliegt und ich meist zu faul bin abends das Fahrerhaus abzuhängen. Also gut, wenn ich mal richtig aufräumen würde …

Auch so, ist die Kompaktheit von meinem Friedel durchaus der Grund dafür, dass ich öfters mal am rumkraxeln bin. Von der Eckbank aufstehen, über den Hund drübersteigen um einmal im Topf umzurühren, und wieder zurück. So manch einer mit weniger beweglichen Knochen könnte das nerven 😉 Mir macht das nichts.

Würde ich nochmal ein kleines Wohnmobil ausbauen?

Vermutlich ja. Wobei ich auch gestehen muss: ich bin ein Gutwetter-Urlauber. Ich werde mir vermutlich nie die Polarlichter anschauen gehen. England gehört witterungsbedingt auch nicht gerade zu meinen top Reisezielen. Dass ich mehrere Monate im Wohnmobil verbringe dürfte eine Ausnahme bleiben. Ansonsten dürften es eher ca. 4-6 Wochen am Stück sein, so lange dauerten meine Urlaube bisher. Künftig dürfen die einfach nur gerne etwas öfters stattfinden, dafür ist mein Friedel mittelfristig ja auch gedacht. Und dafür reicht die Größe allemal. Und bei der städtischen Parkplatzssuche ist er auch gut mit dabei.

Sicherlich würde ich manche Dinge heute etwas anders machen. Andere Fenster einbauen. Und eine automatische Internet-Satanlage, auch wenn sie unverschämt teuer ist. Möbelbautechnisch hier ein paar Zentimeter dazu, dort ein paar abnehmen.

Und auch, wenn ich inzwischen ein paar wirklich interessante alternative Fahrzeuge gesehen habe die mir auch gefallen würden, ich bin zufrieden.

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Tanja Hier schreibt Tanja

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