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Meine Kamera heißt »Sony A6000«. Und ich halte sie für die perfekte Reisekamera. Warum? Weil sie meiner Meinung nach alle Kriterien dafür erfüllt.

Du wünschst dir eine Kamera für Reisen, möchtest dich vielleicht auch etwas intensiver mit dem Thema Fotografie beschäftigen, dabei aber nicht arm werden? Dann könnte die Sony A6000 auch für dich eine super Alternative zur digitalen Spiegelreflexkamera sein.

So definiere ich die ideale Reisekamera:

  • Möglichst nicht zu sperrig und schwer soll sie sein
  • Gute Bilder soll sie machen
  • Nicht allzu teuer soll sie sein

Vor wenigen Monaten habe ich eine »Canon 50D« geerbt. Eine solide digitale Spiegelreflexkamera, mit der man gute Bilder machen kann. Und dank derer ich auch direkt Spaß am Fotografieren gefunden habe. Die Canon hat nur einen Nachteil: sie ist elendig schwer und groß. Und so blieb sie öfters mal zu Hause, einfach weil ich keine Lust hatte den Brocken mitzuschleppen.

Manchmal gehe ich gezielt mit der Kamera los um Bilder zu machen. Dann ist es relativ egal wie sperrig diese ist. Doch wenn du dir die Stadt ansehen, einen Ausflug machen oder wandern gehen, und nebenbei ein paar hübsche Bilder machen möchtest, dann ist so eine massive Spiegelreflexkamera einfach nur unhandlich.

Und so kam es, dass ich mich für den Kauf einer spiegellosen Systemkamera von Sony entschieden habe. Genauer gesagt die Sony A6000. Diese Kamera ist bereits seit einigen Jahren auf dem Markt, somit nicht das neueste Modell.

Sie ist für mich die beste Reisekamera, weil sie meine Kriterien erfüllt:

  1. Die Sony A6000 wiegt inklusive Objektiv (16-50mm) nur 470 Gramm
    Zum Vergleich: bei der Canon 50D sind es 1482 Gramm
  2. Meine Sony macht richtig gute Bilder.
    Subjektiv betrachtet sind diese schärfer als mit der Canon.
  3. Preislich liegt sie in etwa gleichauf wie die Canon
    … hat aber deutlich mehr Megapixel und andere nette Funktionen die mir dabei helfen bessere Bilder zu machen
Sony A6000 vs. Canon 50D: kleiner ist manchmal besser

Nachfolgend möchte ich genauer aufzeigen, warum ich die Sony A6000 für die beste Reisekamera halte. Natürlich rein subjektiv, unter Berücksichtigung meiner Kriterien. Keine Frage, es gibt bessere Reisekameras, darunter auch neuere Sony Nachfolgemodelle. Doch fallen die meisten wegen dem Preisfaktor aus meinem Raster. Am Ende zeige ich dir dennoch nochmals auf welche Sony du für mehr Geld bekommen kannst. Fotografie ist ein teures Hobby – wenn man bereit ist, vierstellige Beträge für das perfekte Bild auszugeben. Sorry, aber ich bin es nicht.


Sony A6000: weil es nicht immer der neueste Kram sein muss

Meine Sony A6000 mit Kit-Objektiv

Ganz klar, die Canon 50D macht schon gute Bilder. Doch habe ich es mir immer dreimal überlegt ob ich diesen Klumpen von Kamera jetzt wirklich mitschleppen will. Und oft habe ich es einfach bleiben gelassen. Weil mir die Fotografiererei aber zunehmend Spaß macht, stellte sich die Frage nach einer Alternative. Ganz ehrlich: Ich bin nicht bereit für einen Fotoapparat 1000 Euro und mehr auszugeben. Plus Objektive.

Die Sony A6000 ist das Vor-Vorgängermodell. Es gibt inzwischen die A6300 und A6500, und noch ein paar andere. Kompakte, spiegellose Systemkameras, die mit jeder Entwicklungsstufe etwas besser wurden. Aber so viel besser, dass es mir gleich einen Tausender wert ist? Nein. Denn in der Sony A6000 ist ein guter Sensor verbaut, was die Hauptsache ist.

Aktuelle Preise bei Amazon (Stand Sep. 2017), nur für die Kamera, ohne Objektiv:

  • Sony A6000: 450€
  • Sony A6300: 800€
  • Sony A6500: 1100€
  • Sony A7 II: 1400€

Jetzt sehe ich durchaus Verbesserungen, Feinheiten die mit jedem Modell optimiert wurden. Doch bringt die A6000 schon Features mit, die mir vollkommen ausreichen. Also habe ich mir eine gebrauchte Sony A6000 bei Ebay geschossen, für 400€ mit Kit-Objektiv und etwas Zubehör. Ganz ehrlich: wenn sie mir die nächsten 1 bis 2 Jahre Spaß bringt, super. Dann kann ich immer nochmal schauen ob ich meine Ausrüstung upgraden möchte.

Wenn ich meine beiden Kameras direkt vergleiche (Sony A6000 und Canon50D) …
… dann fallen mir nicht viele Punkte ein, die bei der Canon 50D besser gelöst sind.

  • Sony A6000 ist deutlich leichter und kleiner. Beim Gehen über die Schulter gehängt baumelt einfach ein Kilo weniger. Mit einer Handschlaufe kann ich sie auch einfach in der Hand behalten. Das wird bei der Canon 50D auf Dauer anstrengend / unmöglich.
  • Das Fokus-Peaking ist ein geniales Tool wenn ich manuell fokussieren möchte.
  • Auf dem drehbaren Display sehe ich was ich fotografieren möchte, ohne mich dabei verrenken zu müssen, selbst wenn die Kamera dabei auf dem Boden steht.
  • Die Sony ist netzwerkfähig: ich kann mir Apps runterladen, die Kamera per Wlan mit dem Smartphone verbinden usw.
  • Das super kleine mitgelieferte Objektiv macht gute Bilder. Es mag nicht so gestochen scharf sein wie teure Objektive, für tagsüber (wandern, Stadtbummel etc.) ist es aber total ausreichend.
  • Die Sony ist super schnell, macht bis zu 11 Bilder pro Sekunde, im Serienbildmodus (ich nenne ihn Maschinengewehrmodus). Das ist auch bei HDR-Aufnahmen vorteilhaft.

Suche ich gezielt nach Vorteilen der Canon:

  • Einen Schwachpunkt mag es bei der Sony geben: Die Objektivaufnahme ist eine andere wie z.B. bei der Canon. Somit kann man zahlreiche Objektive anderer Hersteller nur mit einem Adapter auf der Sony benutzen. Teilweise geht dann aber geht der Autofokus nicht wirklich. Wenn du von einer DSLR übrigens auf Systemkamera umsteigen möchtest, dann entpuppt sich dieser Schwachpunkt als Vorteil: du kannst deine bisherigen Objektive dank Adapter weiter verwenden.
  • Die Sony ist schon sehr kompakt. Große Männerhände könnten bei der Bedienung Probleme haben. Ich vermute jedoch, dass es einfach Gewohnheitssache ist.
  • Der Akku an allen Sony-Kameras ist klein und relativ schnell leer. Weshalb ein Zweitakku obligatorisch ist.

Was du alles (vermutlich) brauchst für den Start:

Nehmen wir mal an, du möchtest dir eine Sony A6000 als Reisekamera zulegen, in die Fotografie einsteigen. Nun kommt es darauf an, was du alles machen möchtest.

Grundausstattung

Das reicht schon um mit der Sony A6000 auf Tour zu gehen. Das Kit-Objektiv macht gute Bilder, die Kompaktheit dieser Kamera kommt dabei voll zum Tragen – wiegt sie so doch nur 480 Gramm.

Diese Grundausstattung kostet (Stand September 2017) bei Amazon neu 640€. Ich habe meine Sony A6000 gebraucht von privat gekauft, für meine Grundausstattung nur 500€ bezahlt. Dafür habe ich auf die Garantie für meine Reisekamera verzichtet.

Objektive für die Sony A6000

Objektive von Canon und Sony

Das eigentlich teure am Fotografieren sind ja die Objektive. Es gibt „bessere“ Objektive, für die man mittlere vierstellige Beträge hinblättern darf. Muss aber nicht sein.

Wenn du wie ich noch Objektive von einer anderen Kamera rumliegen hast, dann kannst du diese für deine Sony nutzen. Sie werden erstmal nicht passen, aber dafür gibt es den Commlite-Adapter. Mit ihm kann ich alle Canon-Tamron-Samyung-Objektive an die Sony A6000 ranklöppeln. Es gibt aber einen Nachteil: der Autofokus funktioniert nicht. Es ist also manuelles Fokussieren angesagt – was bei der Sony A6000 dank Fokuspeaking super einfach geht. Wenn dir dein Motiv allerdings droht in zwei Sekunden wegzuhoppeln, dann ist es dumm gelaufen. Bei der A6300 soll der Autofokus übrigens besser funktionieren.

Aber das nur am Rande, denn die bessere Wahl ist es definitiv, auf einer Sony-Kamera auch Sony-Objektive zu verwenden. Praktischerweise gibt es auch hier ein Kit, damit solltest du gut mit bedient sein. Hätte ich nicht schon so viele (gute und auch teure) Objektive zur Verfügung, wäre es bei mir wohl dieses Kit geworden. Es beinhaltet zwei Objektive, das süße kleine 16-50mm und das Tele mit 55-210mm.

Ganz ehrlich: mehr brauchst du erst einmal nicht. Wenn sich herausstellen sollte, dass du ein Faible für die Milchstraßenfotografie entwickelst, kannst du dir immer noch eine lichtstarke Festbrennweite holen. Wenn du stundenlang Blümchen in Nahaufnahme fotografieren möchtest lohnt sich irgendwann auch ein Macroobjektiv (oder Zwischenringe). Wenn du keine Ahnung hast wovon ich hier gerade rede, dann reichen die Kit-Sonyobjektive sowieso aus. 😉 Sie machen tolle Fotos, versprochen!

Zubehörsachen

  • Sobald das Licht nicht mehr so gut ist brauchst du für gute, scharfe Fotos ein Stativ. Beispiel: Nächtens eine Skyline, die Milchstraße, einen Tunnel fotografieren, … dazu benutze ich das Manfrotto: http://amzn.to/2h7n3Yn
  • Sobald ein zweites Objektiv oder anderer Kamerazubehörkram mit soll ist eine kleine Kameratasche kein Fehler. Objektive sind sensibel und reisen gerne in gepolsterten Taschen wie dieser hier: http://amzn.to/2fnM9SB
  • Commlite-Adapter, um Fremdobjektive an der Sony A6000 zu betreiben: http://amzn.to/2ev6OU9
  • Handschlaufe: dadurch, dass die Sony so schön leicht ist, kann man sie auch einfach in der Hand durch die Gegend tragen. Eine Schlaufe ist sinnvoll, damit sie bei einem Stolperer / Rempler / Nieser nicht auf den Boden fällt. http://amzn.to/2xIQdYA

Alleine dadurch, dass es diverse Nachfolger der A6000 gibt, ist ein gutes Angebot auf dem Zweitmarkt vorhanden. Und auch der Neupreis ist angenehm niedrig. Ich habe mir Videos von vor zwei Jahren angeschaut, da waren die Herren Profifotografen hellauf begeistert, was man für 800€ Neupreis (Kamera inkl. Kit-Objektiv) doch für eine tolle Kamera bekommt. Aktuell liegt der Neupreis bei Amazon bei 550€ für das Kit, UVP ist übrigens 900€.

Offizielle Infos zur A6000 findest du auch direkt bei Sony:
https://www.sony.de/electronics/wechselobjektivkameras/ilce-6000-body-kit

Die Fotografiererei ist ein teures Hobby. Man kann tausende von Euros reinstecken, für die beste Kamera, und vor allem für superteure Objektive. Muss man aber nicht. Das Allerwichtigste ist und bleibt, dass du eine Kamera mit dabei hast, viele Fotos machst, Spaß dabei hast. Übung macht den Meister, und im Laufe der Zeit wird sich herauskristallisieren ob du für eine besondere Anwendung ein besonderes Objektiv benötigst.

Spielereien an der A6000

Okay, ich kann die ganzen Features an der A6000 nur mit meiner Canon 50D vergleichen. Weiß aber, dass auch neuere / teurere / größere Canon-Kameras die meisten Features meiner kleinen neuen Reisekamera nicht hat.

  • Fokus-Peaking ist das beste Feature überhaupt. Wenn ich manuell fokussiere leuchten die scharfen Bereiche gelb auf. Endlich scharfe Bilder 🙂
  • Du kannst deine Kamera direkt mit dem Wlan verbinden und Apps installieren. Es gibt Apps für Zeitraffer-Aufnahmen oder die eine Graufilter-Aufnahme simulieren. Brauchste erstmal nicht, für später aber eine nette Spielerei.
  • Belegbare Tasten: Mehrere Tasten an der Sony A6000 kann ich frei belegen. Die Kamera lässt sich mit zwei Fingern bedienen, alles ist schnell erreichbar, super.
  • Menüeinstellungen ohne Ende: man sollte die Menüeinstellungen einmal richtig durchgehen. Glücklicherweise gibt es auf Youtube Anleitungen die einem sehr ausführlich erklären was der ganze Kram bedeutet.
Fokuspeaking: scharfe Kanten sind gelb, überbelichtete Flächen schwarz-weiß gestreift

Aber eigentlich kann ein Profi die Funktionen und Vorteile der Sony A6000 besser erklären:


Fotografieren lernen by Doing

Eine meiner ersten (besseren) Langzeitbelichtungen.

Ich bin ja eher so der autodidaktische Lerntyp. Und gerade das Fotografieren ist ein Hobby, das du dir selbst beibringen kannst, ganz nach dem Prinzip: Lernen und ausprobieren.

Du brauchst dazu keinen Fotokurs. Hast du Lust so einen mitzumachen ist das natürlich eine super Idee, denn so lernst du am Schnellsten, hast einen erfahrenen Fotografen an deiner Seite.

Nicht zu vergessen die Bildentwicklung in Lightroom. Das wäre dann die nächste Evolutionsstufe der Hobbyfotografie. Im Prinzip geht es darum: jede Kamera, die ein Bild als JPG abspeichert, entwickelt dieses Bild. Es schärft nach, passt die Belichtung an, usw. Jetzt kannst du deine Bilder aber auch als RAW speichern, und diese Entwicklung selbst in die Hand nehmen. Das bietet dir die Möglichkeit Einfluss zu nehmen auf die Stimmung des Bildes, du kannst Farben und Konturen herausarbeiten, usw. Anders gesagt: die Kamera entwickelt deine Bilder 0815. Du entwickelst deine Bilder nach deinen Vorstellungen.

Eigentlich ein total überbelichtetes Bild – mit Lightroom gerettet

Ansonsten ist Youtube dein Freund. Es gibt Tutorials für Anfänger, die dir Begriffe und Funktionsweise von Blende, ISO, Belichtungszeit usw. erklären. Und es gibt Tutorials für Bildaufbau, Milchstraßenfotografie, usw.

Empfehlenswerte Youtubekanäle (auf Deutsch) zum Fotografieren lernen:


Mein Fazit: warum die A6000 die für mich beste Reisekamera ist

So manch ein ambitionierter Hobbyfotograf schleppt einen Rucksack voller Equipment mit sich rum, zusätzlich zur monströsen Kamera. Mit dem Ziel, das technisch perfekte Foto zu schießen. Meine Ansprüche an eine gute Reisekamera sind ganz simpel: sie soll da sein wenn sich ein gutes Motiv auftut. Anvisieren, fokussieren, abdrücken. Am besten noch, ehe das Motiv wieder davon geflattert ist. Um Momente einzufangen braucht es nicht das perfekt ausgeleuchtete Bild – sondern einfach nur eine gute Kamera, die schussbereit ist.

Welche Reisekamera die besten Bilder macht?
Die, die man dabei hat.

Die Sony ist so kompakt, sie passt in mein Handschuhfach. Und ist für ein Foto zwischendurch schnell einsatzbereit. Ich kann sie mit nur einer Hand bedienen, was bei der Canon 50D kaum möglich war. Hatte ich die linke Hand nicht frei, beispielsweise weil der Hund an der Leine hängt, konnte ich nicht „schnell mal“ ein Foto machen. Und schnell ist die A6000 auf jeden Fall, gerade auch beim Autofokus.

Stimmt die Hardware und macht dir die Fotografiererei Spaß, dann kommt der Rest von selbst. Ich lerne jeden Tag etwas Neues hinzu, vergesse die Hälfte wieder und lerne weiter.


Meine ersten Bilder mit der Sony

Es ist eine Diashow, du kannst dich für die volle Auflösung direkt bei Flickr durchklicken (hier)

Sony A6000

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Tanja Hier schreibt Tanja

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