Nach arbeitsreichen Wochen im hauseigenen Bootcamp starten wir kurz vor Weihnachten zur Wintertour. Gen Süden soll es gehen, denn hier oben ist es wettertechnisch sehr ungemütlich. Was den Fitnessfaktor bei der Gartenarbeit etwas beeinträchtigt, denn man holt sich bei dem nieseligen, kühlen Wetter schnell eine Erkältung, und so eine kleine Muskelzerrung beim Bäumeschupsen ist auch doof. Zeit für Urlaub.

Ja, wir haben die letzten Wochen echt viel geschafft! Und das ist kein Zufall, denn mein Ziel war klar definiert: vor dem Winter alles saubermachen – damit alles wieder schön zuwuchern kann, und die Quinta Prazera im Frühling in sattem Grün erstrahlt. Und man schön gemütlich, ohne Buschmesser und Brombeeren an den Hacken, über’s eigene Grundstück bummeln kann. Naja, was soll ich sagen – immerhin hatten wir klar definierte Ziele. Hat ja auch nicht jeder.

Es ist Mitte Oktober, und noch stehen wir mit Freunden am See rum. Abends sitzen wir vor dem Wohnmobil, quatschen, trinken Weinchen. Aber nie wirklich lange, denn es ist frisch geworden. Und weil das Wetter in ein paar Tagen umschlagen soll, geht jeder wieder seiner Wege. Die Einen fahren nach Süden, ihr Überwinterungsziel ist die Algarve. Der Nächste fährt nach Osten in die Therme (sehr gute Idee!). Wir fahren nach Westen, auf die Quinta Prazera. Mit dabei ist Team Mausebein. Ja, wir versuchen es nochmal, und schauen, ob ein kompakteres Wohnmobil mit Frontantrieb (a.k.a. „kleiner Joghurtbecher“ die Anfahrt schafft. Sollte er eigentlich.

Okay, Okay, wenn mich innerhalb von zwei Tagen gleich drei Leser anschreiben, wann es denn endlich mal wieder Blog gibt, dann bekommt Ihr halt einen. Ich geb’s zu, der letzte ist schon fast zwei Monate alt, es wird höchste Zeit. Ich habe aber sowas wie eine Entschuldigung: die Herbsttour ist irgendwie ausgefallen. Was nicht heißen soll, dass wir nicht unterwegs waren …

Warum steht man im portugiesischen Sommer besser hübsch an einem Seeufer rum? Richtig, damit man jederzeit reinhüpfen und sich abkühlen kann. Blöd nur, wenn es viel zu kalt dafür ist.
Ja, wir habens voll drauf. Sind extra wieder von der Küste ins Land reingefahren, weil uns „zu kalt“ noch viel weniger gefällt als „zu heiß“. Und was ist? Der Heizlüfter läuft unterm Tisch, wir haben lange Hosen und Pulli an. Der Wind pfeift über den See, vor lauter Wolken sieht man keine Sonne und so sind wir einigermaßen unglücklich. Der Wechsel des Seeufers hat etwas Linderung verschafft, immerhin ist hier der Wind deutlich weniger stürmisch unterwegs. Dafür regnet es jetzt. Na super.