Tizon ist am 11. September 2018 gestorben.

Ja, das ist unerwartet, auch für mich. Und weil er nicht nur in meinem Leben, sondern auch in diesem Blog sehr präsent war, ist das hier genau der richtige Ort für einen anständigen Nachruf.

Ein Hundeleben von 13,5 Jahren im Schnellverfahren: mit 6 Monaten habe ich ihn vom spanischen Tierschutz bekommen. Seitdem hat er mich durch alle Höhen und Tiefen begleitet. Zwei Jobs, zwei Selbständigkeiten, drei Wohnungen, zwei Wohnmobile – für ihn gab es immer nur eines, das wichtig war: mit dabei sein. Das hat jobmäßig nicht immer geklappt, und auch mit seiner Erziehung habe ich einiges verbockt. Aber, Hunde sind ja glücklicherweise nicht nachtragend. Und was heute zählt ist, dass die letzten drei Jahre auf Reisen die schönsten Jahre waren, allen körperlichen Wehwehchen zum Trotz.

Warum es jetzt so schnell zu Ende ging, genau weiß ich das nicht. Es war nicht einfach nur Altersschwäche, dafür ging es zu schnell. Er hatte was, war seit einigen Tagen nicht fit. Ich dachte erst, er wäre wegen der Hüfte so schlecht auf den Beinen, doch im Nachhinein denke ich, dass irgendein Organ versagt hat. Letzten Endes ging jetzt auch einfach zu schnell um noch was tun zu können. Denn nachdem es den Anschein hatte, dass es ihm wieder besser geht, waren es letztendlich nur zwei Stunden, und dann war’s rum.

Auch, wenn es jetzt viel zu schnell ging und unerwartet war: Ich weiß, dass es so besser für ihn ist. In letzter Zeit hat er doch sehr abgebaut, war fast taub und blind, die Hüfte wurde immer schlechter, er war immer wackeliger auf den Beinen, hat viel geschlafen. So war ich mir bereits seit einiger Zeit bewusst, dass wir allenfalls noch ein halbes gutes Jahr miteinander gehabt hätten. Lieber ein Ende mit Schrecken als Quälerei ohne Ende. Wissen tu ich das, und wenn die Trauerphase rum ist, werde ich das auch fühlen.

Hier haben wir ihn nun beerdigt. An unserem ersten portugiesischen Stausee, an dem wir vor drei Jahren hängen geblieben sind.

Er wird mir fehlen.


Eines der ersten Bilder von ihm, Sommer 2005:

Energie loswerden, das hat mich im Laufe der Jahre einige dieser Frisbees gekostet …

Schnee, Sand, Matsch, Tizon liebte jedes Wetter.

Unsere zweite Teilüberwinterung in Südfrankreich 2013.

Frühjahr 2015 in Deutschland – Karzinom, Herzinsuffizienz, … Tizon hat jetzt die dritte OP hinter sich. Und eine kaputte Hüfte diagnostiziert bekommen. Zeit, dass wir los in den Süden kommen.

Sommer 2016 in Polen. Wer Tizon aus früheren Jahren kennt, dem fällt auf, dass er ruhiger geworden ist.

Herbst 2017 im Alentejo. Der Schein trügt etwas, nach dieser Fotosession hat er zwei Tage Probleme mit der Hüfte. Aber rennen am Strand, das ging noch bis zuletzt super.

Eines der letzten Bilder von ihm, Sommer 2018:


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