Wir wissen nicht, wie lange wir noch hier sein werden – und so fahre ich einfach mal eine langfristige Strategie und schreibe monatliche Quintablogs. Irgendwie habe ich das Gefühl, dieser hier wird nicht der Letzte sein. Kommen wir also zu den Ereignissen im Februar …

Das Wetter ist schlecht, wenn …

… der hauseigene Strombeauftragte morgens, 10 Minuten vor einem Telefontermin, vor dem Batteriecomputer sitzt und ausrechnet, ob die wenigen in der Batterie befindlichen Amperestunden noch für einen Kaffee ausreichen. Wir haben ja echt viel an Batteriekapazität verbaut, doch wenn jeden Tag etwas weniger reinkommt als rausgeht, dann ist halt irgendwann mal Ende Gelände.

Na, und was meint Ihr, wann fällt auf, dass auch die Starterbatterien tiefentladen sind? Genau, jetzt ist scheinbar der perfekte Zeitpunkt dafür. Mit leeren Starterbatterien und leeren Lithiumbatterien könnte es sich echt schwierig gestalten den Laster ans Laufen zu bekommen, damit die Lichtmaschine die Batterien laden kann. Also die allerletzten Amperestunden zu den Starterbatterien umgeleitet, und wenigstens mal ein paar Minuten den Laster laufen lassen, damit es für die nächsten zwei Stunden reicht.

So schlecht ist das Wetter.

Und weil die Vorhersagen für die nächsten Tage kaum eine Verbesserung versprechen, bauen wir schonmal die Ruine etwas aus. Heißt in erster Linie, dass wir zu Dritt einen Tag lang damit verbringen, das ehemalige Dach aus der Ruine rauszuschaufeln.

Viele kaputte Dachziegeln, gemischt mit etwas Altmetall und unzähligen Glasscherben.

Ganz fertig sind wir nicht geworden, richtig wohnlich ist es noch nicht, dafür fehlt auch noch etwas mehr als ein paar Gardinen und Blumentöpfe – aber jetzt kann man wenigstens im Trockenen und Windschatten sitzen.

Die Vorhersage hatte recht, es regnet auch die kommenden Tage. Das trägt nicht gerade zur Behebung unseres Stromproblems bei. Was Andre dazu motiviert, in die Stadt zu fahren um einen kleinen, billigen Moppel zu kaufen. Könnte man ja ohnehin gebrauchen, als mobile Steckdose auf dem Grundstück. Zurück kommt er klatschnass und ohne Generator – denn die hatten nur so elendig große und schwere 5-kW-Teile. Also lassen wir doch den Laster laufen, und die Lichtmaschine unsere Batterien laden.

Nach dem Wochenende ein neuer Versuch: Andre fährt in die übernächste Stadt, nach Covilha, dort gibt es ordentliche Baumärkte – und kleine Moppel. Geht doch. Also genau gesagt läuft die Neuanschaffung genau eine Stunde, mit halbem Ladestrom, und dann ist er kaputt. Also nochmal nach Covilha, bitteschön umtauschen. Ne, so einfach geht das nicht, das Ding muss repariert werden, in 30 Tagen oder so isser dann fertisch und wir können ihn dann abholen. Oder zurückgeben. Na Klasse. Also lassen wir diesesmal den Laster etwas länger laufen.


Seenlandschaften

Ist der Boden erst einmal gesättigt, dann laufen die Bäche über die Quinta Prazera – und zwar auch noch ein, zwei Tage nachdem der Regen bereits aufgehört hat. Wasserfälle suchen sich ihren Weg über die Steinmäuerchen, es plätschert überall.

Und da war ja noch das große Loch, das wir ausgehoben haben. Ungefähr 45.000 Liter passen in den „Lago da Pequenita“ rein. Anderthalb Tage, und das Loch ist randvoll. So schade, dass wir die Teichfolie nicht eher reinbekommen haben. So müssen wir jetzt warten, bis sich das Loch wieder geleert hat, bis alles versickert ist. Dann die Wände reparieren und zackig die Teichfolie rein.

Ich denke derweil doch über den Reisanbau nach.


Gemüsegarten, abgesoffen.

Da gibt es dann noch ein kleines Problemchen: der Lago da Pequenita leert sich recht zügig, soweit so gut. Doch das Wasser, das versickert, kommt unten am Gemüsegarten wieder raus. Der Salat ist schon auf Tauchgang, und der Rest ist ein einziger Schmodder. Ich versuche Gräben zu ziehen, damit das ganze gepflanzte Zeugs nicht absauft. Die Kartoffeln dürften es nicht überlebt haben, der Rest könnte es packen.

Etwas Gutes hat es: Nun weiß ich, wie ich den Garten expandiere. Hier ein neues Mäuerchen, dort einen Wasserablauf, da kommt ein neues Erdbeerbeet hin. Ich denke übrigens, wir können uns diesen Sommer rein von Erdbeeren ernähren. Habe Andre zum Setzlinge kaufen geschickt. Eigentlich hätten ja 20 gereicht, aber irgendwie hab ich doch 30 aufgeschrieben. Statt 30 hat er 43 Stück daher gebracht, war halt grad da. Plus den bereits 20 vorhandenen Pflanzen … Nunja. Erdbeeren gehen ja immer.


Wildschweinalarm

Die Wildschweine sind zurück! Wir haben jetzt nicht so viele Schäden auf dem Grundstück. Ein paar durchwühlte Stellen, ein paar ausgerupfte Jungpflanzen. Bei den Nachbarn sieht das deutlich schlimmer aus. Ich denke, es sind aktuell auch nur ein oder zwei Tiere. Und sie sind nicht sehr scheu.

Während wir 30 Meter weiter am Feuer sitzen, schleicht es am Abend ums Wohnmobil. Die Hunde sind nicht sehr angetan von diesem unerwünschten Besuch. Ziva rennt mit viel Geheul hinterher, aber normalerweise nicht allzu weit. Sobald sie zur Kenntnis nimmt, dass da ein großes Tier ist, lässt sie es dann doch bleiben und kommt zurück. Denn solange es nur ein Schwein ist, besteht für den doch sehr schnellen Hund keine Gefahr. Doch was, wenn es eine Rotte mit Frischlingen ist? Puh.


Etwas Zivilisation zwischendurch

Ansonsten ist in Portugal alles wie gehabt, wir haben Lockdown, vermutlich noch bis Mitte März. Denn die Infektionszahlen sind die letzten Wochen deutlich runter gegangen, Portugal ist nicht mehr Weltmeister bei den Neuinfektionen. So kommt es, dass wir seit Wochen nur einmal wöchentlich zum Einkaufen fahren. Mal zu Zweit mit Hänger, mal fahre ich alleine oder Andre fährt alleine. Das nahe gelegene Fundao ist ein nettes Städtchen, mit übersichtlicher Einwohnerzahl. Das merkt man, hier und da. Wie der Tankwart, der meinen verlorenen Handschuh aufgehoben und uns beim nächsten Mal wieder mitgegeben hat. Oder die letzte Shoppingtour beim Lidl: ein älterer Mann ist einkaufen. Er sieht wohl nicht mehr so gut, bewegt sich mit einem Blindenstecken voran. An seiner Seite eine junge Lidl-Mitarbeiterin, die mit ihm durch die Regale geht, in den Einkaufswagen packt, was er will, bestimmt eine halbe Stunde lang. Draußen sehe ich die beiden wieder, die Einkäufe ins Taxi laden. Ich muss sagen, sowas habe ich noch nie gesehen, in keinem Supermarkt in Europa. Und hätte das bei Lidl nicht wirklich erwartet. Zumindest für Deutschland bin ich mir sicher, dass die Mitarbeiter gar nicht den zeitlichen Spielraum hätten, so zu helfen.

Sonst passiert bei den Touren nicht viel. Wir bestellen immer wieder mal was per Post, auch weil wir nicht mehr als nötig mit dem Quad durch die Gegend fahren wollen. Ist halt schon etwas auffälliger als ein normales Auto. Wobei wir inzwischen bekannt sein dürften, zumindest hat man nicht mehr das Gefühl, dass die GNR in der Stadt einem hinterher fährt …


Die Terrassen sind frei!

Wenn es nicht regnet, dann wird Holz gemacht. Gutes Holz kommt auf den Holzstapel, schlechtes Holz kommt direkt ins Feuer. Und es ist tatsächlich geschafft, die Terrassen unten am Bach sind frei! Man kann nicht nur darauf laufen, sondern auch fahren. Der Quad-Rundkurs steht, und die ausgedehnte Gassirunde auf dem eigenen Grundstück ist nun wieder möglich.

Team Amumot und Mausebein haben fleißig Feuerholz gemacht, das reicht für mehrere Winter. Wo mal wieder Wiese wachsen soll, lag soviel Biomasse von den Bäumen rum, das musste einfach weg, da das sonst nie was wird mit der grünen Flauschewiese. Also Häufchen machen, ins Feuer werfen, tagelang.

Zum Einsatz kommen auch hier die schicken, neuen Solarfackeln. Die sind so gut, dass wir gleich mehrere Viererpacken davon gekauft haben. Sie haben so ein orangenes, flackerndes Licht, und lassen sich per Erdspieß irgendwo in den Boden setzen, oder man schraubt sie wo hin. Da die ersten Fackeln und beim Sturm davon geflogen sind, schrauben wir jetzt.

Sowas wie eine Leiter brauchen wir hier übrigens eher selten, so ein Quad ist viel praktischer, auch für die Solarfackel-Montage.

Ich würde euch ja gerne zeigen, wie die Dinger bei Nacht aussehen, aber ich sitze gerade so schön drinnen im Warmen. Hier also eine Fernansicht, man sieht 4 Fackeln auf dem Bild.


Kunstprojekt: Der Vogelscheuchin

Zwischendurch mal etwas basteln, das ist immer eine schöne Abwechslung. Also hab ich mal das Projekt Vogelscheuche umgesetzt. Also nicht, um Vögel zu verscheuen, sondern vielmehr als kreativ-dekoratives Kunstprojekt. Und weil mir kein richtig guter Name eingefallen ist, habe ich auf Facebook und Instagram mal rumgefragt, und viele gute Vorschläge bekommen.

Ich darf also präsentieren: Cordula-Chucky Candyman

Er/Sie/Es bekommt noch ein Namensschild. CCC als Kürzel sollte reichen, oder?

Erstaunlicherweise hat CCC übrigens den Sturmböen standgehalten. Dafür, dass er nur mit seinen Mimosenstecken im Dreck steht, eigentlich erstaunlich. Auf dem Kopf hat er übrigens einen nagelneuen Beirao-Hut. Der ist eigentlich zu schade für so eine/n Vogelscheuch*in. Aber da er auch so groß ist, dass ihn sonst keiner tragen kann, ist er bei CCC sicherlich gut aufgehoben.

Zwischendurch bekommen wir eine Lieferung Sand und Kies vom örtlichen Lieferanten. Das läuft dann so: Ich denke mir, hach ja, 3 Tonnen Kies und 3 Tonnen Sand, das kostet nicht die Welt und haben ist besser als brauchen. Also bestelle ich drei Tonnen, gemütlich per Whatsapp. Er gibt mir den Preis pro Kubikmeter zurück und fragt, wieviel ich davon haben will. Weil es schon sehr, sehr spät am Abend ist, bin ich zu blöde zum Umrechnen. Und so haben wir jetzt nicht 3 Tonnen, sondern 3 Kubikmeter, also ca. 4,5 Tonnen, jeweils Sand und Kies, aufm Hof liegen. Na, das werden wir schon irgendwie wieder weg bekommen.


Ein neues Kochfeld für Eiwola

Und als man sonst nichts zu tun hätte, müssen wir im Bananenlaster auch noch ein neues Kochfeld einbauen. Denn das Alte war einfach nichts. Die kompakte Bauweise war ja damals ein Kaufargument – jedoch stehen größere Töpfe so sehr über, dass die abstrahlende Hitze vom Topfboden die Beschichtung der Arbeitsplatte hat aufplatzen lassen. Zum Putzen war das Ding eine Katastrophe, und die Drehknöpfe hatte man auch ständig in der Hand. Also raus mit dem Ding, und rein mit einem neuen Kochfeld. Das wir freilich erst einbauen können, nachdem das neue Gasadapterdingens aus Deutschland ankommt. Und natürlich passt erstmal gar nichts, und natürlich wollte das alte Kochfeld nicht raus, weil man es mit Silikon eingeklebt hat.

Nachdem es dann erfolgreich zertrümmert ist, liegen die Scherben vom Sicherheitsglas in wirklich allen Schubläden im Küchenblock verteilt. Als ob man sonst nichts zu tun hätte: Alle Schubladen ausräumen, aussaugen, durchputzen, neu einräumen.

Immerhin, das neue Kochfeld macht sich bisher gut. Klar, es nimmt etwas mehr Platz ein, dafür hat es auch etwas mehr Power.


Kulinarische Leckerbissen

Ach ja, es gibt unglaublich gute Neuigkeiten: Wir haben Marshmallows da! Die grillt man übrigens am besten am Grillspieß über der Feuerstelle. Diese ist auch sonst sehr vielseitig und super, vor allem weil Team Mausebein kocht und meine Küche somit kalt bleiben kann. Osso Buco, Schichtfleisch, Curry-Hühnchen oder sogar Curry-Wurst aus dem Dutch. Das schmeckt wirklich sehr gut.


Dazwischen gibt es Maultaschen oder Kässpätzle, es wird irgendwas gegrillt. Ja, der Lidl hier hatte tatsächlich wieder schwäbisches Essen in der Angebotswoche, und ich habe zugeschlagen. Gekauft, was in das Gefrierfach reinpasst, und noch ein bisschen mehr.

Ach ja, Osso Buco ist sehr lecker, und definitiv das Lieblingsessen der Hunde. Drei Knochen, drei Hunde, da sind die Herrschaften schwer beschäftigt.


Seenlandschaft 2.0

Ein paar Tage Regenpause, Zeit für gezieltes Wassermanagement! Das Loch für den „Lago da Pequenita“ ist ja längst ausgehoben, und eher der beim nächsten Regen wieder voll läuft, muss da endlich eine Folie rein. Also bereite ich das schonmal vor, richte die Ränder, schaufele den ganzen Schlamm raus, den es zuletzt reingespült hat. Anderthalb Tage bin ich damit beschäftigt. Danach hab ich erstmal Rücken.

Dann geht es an die Arbeit, auf die bereits seit Wochen keiner Bock hat: aus vier Stücken Poolfolie ein großes Stück machen. Die nicht wirklich regulierbare Heißluftpistole und die etwas zu dünne und dadurch lapperige Poolfolie treiben uns erstmal zum Wahnsinn. Doch nach ein paar Stunden haben wir sie zusammengebracht. Mehr geklebt, als geschweißt, aber wird schon halten.

Rein damit und erstmal einen Bodensatz an Wasser reinlassen. Hübsch gemacht wird es dann die nächsten Tage.

Ich weiß schon, wie das Ganze am Ende aussehen und funktionieren soll. Mit Luftsprudler, Bachlauf und automatischer Gemüsegartenbewässerung. Aber ob meine Ideen und Pläne aufgehen werden?

Während ich mir noch einen Nachschlag Kreuzschmerzen hole, richtet Andre die Mauer oberhalb der Pfütze. Das haben wir beim Baggern zu spät gesehen, dass die schon etwas reingekommen ist. Also Dreck wegbuddeln, Steine raus, bisschen mit dem Presslufthammer ran, und das Mäuerchen wieder aufbauen. Andre ist einen ganzen Tag mit diesem einen Meter Mauer beschäftigt.

Und zwischendurch fällt doch mal ein Stein rein. Der darf da drin bleiben, muss nur etwas in die Ecke positioniert werden. Andre hat also schonmal angebadet. Frisches Quellwasser ist ja sehr erfrischend. Also kalt.

Die Anfänge sind gemacht, und wie der Lago da Pequenita aussehen wird, das kann ich dann erst nächsten Monat auflösen. Ist irgendein ein längerfristiges Projekt geworden, wie so manches hier …

Die Hunde sind übrigens mal wieder eine unglaublich große Hilfe beim Arbeiten …

In der Mauer findet Andre ein Tierchen, das haben wir so auch noch nicht gesehen. Körper und Kopf wie eine Schlange, aber mit Beinen. Das Internet meint, das ist ein „Skink“, eine Glattechse. Ich denke wir haben ein paar davon, zumindest haben wir in zwei Tagen zwei Exemplare gefunden.


Ziva unter Beobachtung

Wirklich Gassigehen tun wir hier auf der Quinta ja eher selten. Ist das Wetter halbwegs passend, sind wir draußen – und die Hunde auch. Ziva schaut dann alle viertel Stunde vorbei, geht dann ihre Wege. Sie hat ihre Runden, die sie so dreht, über unser Grundstück und das der direkten Nachbarn rundherum. Doch wieviel Kilometer macht sie eigentlich am Tag? Und wie weit gehen ihre Runden wirklich? Geht sie auch Nachbarn besuchen, weil die Futternäpfe für die Katzen draußen stehen haben? Wir ahnen, dass ihre Runden immer größer werden und so hole ich ihn doch, den nicht ganz so billigen Hundetracker.

Der ist mit 50€ eigentlich gar nicht sooo teuer, aber das Abo, das man damit abschließen muss, durchaus. Nagut, es sind 5€ im Monat. Sollten wir es mal wieder nach Marokko schaffen lohnt es sich, dafür wollte ich das Ding eh holen.

Wir haben das Dingens jetzt seit ein paar Tagen – und fragen uns, warum wir ihn nicht schon längst haben. Es ist nämlich spannender als Kino. Also, das geht so: Immer, wenn sich einer fragt „Wo ist Ziva eigentlich?“, machen wir das Live-Tracking an. Hier wird alle 2 Sekunden der Standort über GPS ermittelt. Dann kommt entweder raus, dass sie 2 Meter von uns entfernt im Busch steckt, oder 100 Meter weiter um einen Stein herumstreunert.

Unsere Befürchtung, dass sie die übernächsten Nachbarn besuchen geht, hat sich bisher nicht bestätigt. Sie geht noch nichtmal die nächste Nachbarin besuchen. Okay, der junge, aufdringliche, super aufgeregte Golden Retriever ist sogar Ziva etwas zu anstrengend.

Man kann in der App einen Wirkungskreis festlegen. Verlässt Ziva diesen Kreis, bekomme ich eine Benachrichtigung. Da ich einen 150-Meter-Radius definiert habe, brauche ich gar nicht erst anfangen mit schreien. Was ich aber kann: Ein Piepsen am Halsband aktivieren. Das haben wir jetzt zweimal gemacht, und Ziva ist schnurstracks nach Hause gekommen. Interessant.

Also, wir sind sehr angetan von dieser Spielerei. Man macht sich einfach weniger einen Kopf, wo denn der umtriebige Hund gerade sein mag. Und man ruft nicht ständig „Ziva hier“, nur um herauszufinden, dass sie ja gar nicht weg war, sondern nur hinterm Stein gelegen hat. Lediglich, dass die App immer wieder mal abstürzt, ist nicht ganz so schön, aber es gibt schlimmeres. Besonders gut finde ich, dass der Tracker klein und leicht ist. Man kann ihn auch für Katzen benutzen, so tut es das auch für Ziva. Und was mir auch zusagt: der Tracker funktioniert weltweit. Wer unsere letzten Reiseblogs aus Marokko verfolgt hat, der weiß, dass man Ziva & Freunde besser im Auge behält. Da ist so ein GPS-Tracker quasi das dritte Auge.

Der Tracker heißt „Tractive“ und kostet 50€. Nach Portugal schicken sie freundlicherweise umsonst. Dafür kostet das Abo was. Ich habe das Premium-Abo, das sind für zwei Jahre 110€. Das sind also irgendwas unter 5€ im Monat. Dafür aber brauche ich keine SIM-Karte, wie in anderen Trackern. Geht also. Hier kannst Du Dir 15% auf den Tracker sparen*:

https://tractive.com/r/8HBneD

* und ich bekomme einen Gratismonat, wenn Du über diesen Link bestellst


Ein Hauch von Frühling

Temperaturen um die 15 Grad tagsüber und immer öfters kommt die Sonne durch. Die Obstbäume scheinen diese ersten Ansätze von Frühling zur Kenntnis zu nehmen, langsam aber sicher treiben sie aus. Da bin ich doch froh, dass sie den Frost scheinbar überlebt haben. Außer vielleicht die Mandarinenbäumchen, ich glaube die sind zu beleidigt, stehen aber auch falsch – Frost und Sturmböen, das war ihnen dann doch zu viel an Wetter.

Auf jeden Fall wird hier nach und nach alles ein bisschen grüner. Langsam, aber es wird, langsam verschwindet die braune Wüste, die der Bagger hinterlassen hat, und die grüne Hölle kehrt zurück.

Langsam blühen auch ein paar Blümchen, und wo letzten Herbst weder Bagger noch Motorsense gewütet haben, wird es auch schön grün. Langsam, aber es wird. Nächsten Monat gibt es dann mal wieder ein schönes, grünes Video, da bin ich mir sicher.

Der große Mimosenbaum blüht.

Der Mispelbaum hat sogar schon kleine Früchte.

Das Moos blüht auch.

Und der frisch gestutzte Feigenbaum kommt auch schon wieder.

Die ersten Büsche blühen auch.

Und die Johannisbeere, wie auch ein paar andere Obstbäume und Beerensträucher, kommen auch schon.

Interessant auch, was sich um uns herum tut. Vor allem die Zufahrt zu unserem Grundstück … Von den zwei Kilometern haben sie zweihundert Meter frisch geteert, und anderswo fleißig Kies in die Löcher geschmissen. Ein Grundstück haben sie komplett von Mimosen befreit, auch am Weg entlang, so dass man jetzt sogar sieht, wo man hinfährt. Nur das eine kritische Stück, das sieht noch aus wie vorher, da hat sich leider nichts getan. Na mal schaun, vielleicht passiert ja noch was. Offenbar wachsen die ganzen Arbeiter nach dem anhaltenden Schlechtwetter so langsam aus dem Winterschlaf auf.


Uns sonst so?

  • Ich habe endlich meinen neuen Laptop bekommen! Eigentlich sollte er ja im November oder so kommen, aber wegen coronabedingten Lieferschwierigkeiten hat sich das halt verzögert. Und der ist richtig gut. So gut, dass ich demnächst mal einen Technik-Büro-Equipment-Blogartikel raushaue.
  • Meine Brille ist kaputt. Man soll seine Brille auch nicht runterschmeißen, ganz blöde Idee. Weiß jemand, wo mein Brillenpass ist? Kann ihn nicht finden.
  • Ein Messerschnitt im Finger, ein anderer Finger wurde von einem Stein gequetscht, immer wieder mal Rücken, diese blöden Wetterkopfschmerzen, ein erster und zweiter Sonnenbrand, … man wird irgendwie nicht jünger.
  • Max erklimmt neue Sphären der Schrulligkeit. Der faulste Hund der Welt hängt den ganzen Tag rum. Nachts um Zwei will er dann urplötzlich raus. Gut, wenn man ständig alle Wassereimer leer saufen muss, kann das schonmal passieren. Also Hund raus und warten, bis er fertig gepinkelt hat. Hund kommt nicht zurück. Hund meint, genau jetzt eine Gassirunde drehen zu müssen. Halbe Stunde später, Herr Hund wäre dann soweit, ich kann wieder ins Bett. Eine andere Nacht: höre Herrn Hund rumfiepsen. Verdammt, muss er wieder raus. Die Blase wird im Alter wohl auch nicht besser. Klettere aus dem Bett runter. Und was ist? Er muss gar nicht raus. Er will JETZT auf Andres Sitzbank, kommt da aber nicht hoch, weil da Klamotten liegen. Also manchmal könnte ich ihn …
  • Ziva, auch so ein Herzchen. Die Eidechsen sind zeitweise recht lahmarschig, es ist halt noch recht kalt. Also sonnen sie sich auf dem Stein, und kommen nicht schnell genug in die Gänge. Ziva hat schon ein paar Eidechsen gefangen – und auch gefressen. Gut, solange sie die Viecher frisst, sind Proteine, soll sie. Aber entweder sind es die Eidechsen, oder die überreifen Kiwis aus dem Nachbargarten, oder das Schweineohr von Team Mausebein … Diese Pupserei am Abend, sowas haste noch nicht erlebt. Also wenn wir derzeit alle Fenster offen haben, dann liegt das nicht nur an der Hitze des Holzofens. Sondern daran, dass dieser kleine, süße Hund stinkt wie ein verwesender Büffel.

Ach ja, inzwischen haben wir einen funktionierenden Moppel. Das ist auch gut so, denn diesen Blogbeitrag stelle ich bei 1% Batterieladestand fertig. Wir hatten nun lange genug regnerisches Herbstwetter und kalte Temperaturen. Es wird Zeit, dass der Winter sich vom Acker macht und der Frühling kommt! Und wenn wir den Lago da Pequenita fertig haben, darf es auch gerne mal wieder Sommer werden. Lieber schwitzen als frieren, das wissen wir nun nach diesem recht frischen Winter in Portugal.

Und das, obwohl der Solarertrag heute ja eigentlich unseren Strombedarf gedeckt hätte. Aber irgendwie lief die Kärcher Wasserpumpe, die um die 1000 Watt zieht, heute etwas länger. Man könnte auch sagen, ich hab die Zeit vergessen beim Pool bauen. Upsi. Aber, der wird richtig gut. In ein paar Tagen gibt’s ein Foto vom vorläufigen Ergebnis, auf der Facebookseite und dem Instagramprofil von crosli.

tanja

Wer hier schreibt?

Ich bin Tanja, und seit 2015 lebe und arbeite ich im Wohnmobil. Erst im selbst ausgebauten Ducato, jetzt im Allradlaster. Hier steht mehr dazu. Auf crosli schreibe ich darüber - möchte unterhalten, aber auch Wissen und Erfahrungen weiter geben.

Die typische Vanlife-Influencerin bin ich wohl nicht, mit 40 wohl auch schon etwas zu alt dafür. So habe ich den Grundsatz, dass dieser Blog hier ganz ohne Werbepartner auskommt - denn bezahlte Beiträge gibt es bei mir nicht, das ist nicht mein Ding. Wir zahlen unser Zeug selbst. Ebenso findest Du hier keine allgegenwärtigen Werbebanner - ich empfehle Produkte nur aus Überzeugung, das gilt auch für Amazon-Links.

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Quinta Prazera | unser Basislager in Portugal

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