Nach einer schönen Woche am Rhein geht es für eine Woche in den Schwarzwald. Das Auto ein bisschen richten und pimpen. Dazu aber gibt es mal einen extra Artikel. Weil ich weiss, dass sich einige (angehende) Selbstausbauer speziell dafür interessieren – was sich bei meinem Ausbau letztendlich bewährt hat und was nachgebessert werden muss.

So, nun aber zum eigentlichen heutigen Thema: Einige Leser, Familienmitglieder und Freunde haben sich etwas gewundert warum ich schon zu Ostern wieder in Deutschland eingetrudelt bin. Wo es hierzulande doch so richtig kalt ist, in Portugal hingegen das Wetter gerade so schön sommerlich wird.

Nun, wie soll ich sagen, nicht nur Portugal hat bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Also so sehr, dass ich mehr davon haben will. Das gleiche und noch etwas mehr gilt für jemanden, den ich dort unten kennen gelernt habe. Der aus beruflichen Gründen bereits Mitte März zurück in Deutschland sein musste – also mitten im Winter. Ein Unding eigentlich.

Tatsächlich brauchte es sehr gute Gründe und Anreize, vorzeitig in diese frostige Klimazone zurückzukehren. Mein Grund hat den Winter ebenfalls in Portugal verbracht, wohnt im Wohnmobil, ist bekannt unter den deutschen Wohnmobilisten und Wohnmobilbloggern, und er hat mir unter anderem warme Spätwinterabende an seinem Holzofen im Wohnmobil versprochen. Und so fand ich es offensichtlich doch erstrebenswerter Zeit zu zweit im kalten Deutschland zu verbringen als alleine im warmen Portugal.

Aber, wir erinnern uns an meine lustige kleine Bänderdehnung: Autofahren, also genauer gesagt kuppeln, eine eher schmerzhafte Angelegenheit. Und so hat es fast drei Wochen gedauert bis sich mein linker Fuß fahrbereit angefühlt hat und ich mich auf den Weg machen konnte. Doch dann habe ich mich aufgemacht, zur Ochsentour: in nur sieben Tagen von Portugal (Barragem Pego do Altar) bis Deutschland (Emmendingen). Und tatsächlich, war es sehr grenzwertig, mein Fuß hätte keinen weiteren Fahrtag durchgestanden. Ja, ja, was man nicht alles auf sich nimmt für einen Emmendinger Schnitzelteller 😉

Der eigentlich Grund für ca. 2000km in einer Woche heißt übrigens André. Er bloggt nicht nur regelmäßiger als ich, sondern ist außerdem im „Strom-im-Wohnmobil“-Business tätig. Jüngst war in seinem Blog von einem Solar Upgrade die Rede: gleich zwei 100-Watt-Module haben auf seinem Womo-Dach ein neues Zuhause gefunden. Warum? Naja, vielleicht weil mein stromhungriger Monsterlaptop, wie er (liebevoll?!?) genannt wird, jetzt öfters mal bei ihm zu Gast ist. Und weil ich ja nie länger ohne meinen Laptop sein kann, bin ich selbst auch öfters da. Und weil Tizon so ungern ohne mich ist hängt er hier auch schonmal rum …

Max & Tizon

Max & Tizon

Unsere beiden Hunde, die südländischen Temperamentbündel Tizon und Max, hadern übrigens noch etwas mit ihrem Glück. Tizon steht oder liegt ständig etwas orientierungslos im Weg rum, und er findet es doof, dass er nicht zum Kuscheln auf die Sitzbank passt. Und Max hätte gerne, dass Tizon draußen schläft. Okay, Liebe auf den ersten Blick war das wohl nicht bei den beiden. Aber, wie wir wissen, das kann ja noch werden.

Dasselbe gilt für den Frühling in Baden-Württemberg. Immer schön optimistisch bleiben. Dann gibt es nächstes Mal auch wieder einen ordentlichen Reiseblog 🙂

Momentan ist es jedenfalls so, dass mir immer wieder bewusst wird wie schön es doch in Portugal war … Gestern Nachmittag beispielsweise eine Stunde Auto gefahren, nach Heidenheim. War einfach nur ekelig. Feierabendverkehr ohne Ende, kalte Temperaturen bei grauem Wetter den ganzen Tag, nach der Ampel ist vor der Ampel, und dazwischen lauter Blitzer. Die Wiesen sind nicht wirklich grün, der Himmel ist nicht wirklich blau, sondern alles ist irgendwie nur grau. Selbst heruntergekommene Häuser sehen auf portugiesisch irgendwie netter aus als die Deutschen. Ich will wieder zurück nach Portugal.

Fahrgemeinschaften liegen heute ja im Trend ...

Fahrgemeinschaften liegen heute ja im Trend …