Umso schlechter deine Ernährung ist, umso mehr kann sich eine Entsäuerungskur lohnen. Nicht nur als aktive Maßnahme um einen ausgeglichenen Säuren-Basen-Haushalt anzustreben, den Körper von überschüssigen Säuren zu befreien. In diesem Zuge geht es nebst dem Entsäuern des Körpers auch ums Entschlacken und Entgiften. Obwohl es hierfür verschiedene Kurkonzepte gibt sind sie sich doch recht ähnlich. Und wenn man schon eine Woche investiert um seinem Körper einen Frühjahrsputz zu verpassen – dann doch gleich richtig und umfassend. Machen wir uns also auf, Säure, Schlacken und Gifte aus unserem Körper raus zu bekommen.


Warum sollte ich eine Entsäuerung machen?

Entsäuerungskur

Sicherlich ist es umstritten inwiefern eine Übersäuerung des Körpers überhaupt möglich ist. Kritiker führen an, dass unser Organismus über ausreichend Instrumente verfügt um überschüssige Säuren, Schlacken und auch (Umwelt-) Gifte auszuscheiden. Doch wer einmal eine Entsäuerungskur gemacht hat könnte bis dato vorhandene Vorbehalte ablegen. Denn Effekte werden bereits nach wenigen Tagen spürbar.

In einem haben Kritiker jedoch recht: wer sich gesund und ausgewogen ernährt, durch seinen Lebensstil keinen Raubbau am Körper vornimmt, der muss keine Übersäuerung fürchten. Doch was ist das eigentlich, eine gesunde, ausgewogene Ernährung? Bereits hier scheiden sich die Geister. Und viele Menschen haben dafür ohnehin keine Zeit oder Lust. Dafür einen stressigen Alltag. Sie essen, was die Kantine auftischt, dazwischen gibt es vielleicht auch mal was gesundes, aber auch Junkfood, Fastfood und Fertiggerichte. Außerdem Alkohol und vielleicht auch Zigaretten. Alles Faktoren, die sich auf das Gleichgewicht des Säure-Basen-Haushaltes auswirken.

Entsäuerungskur 1 Woche

Eigentlich kann jeder eine Entsäuerungskur machen, zu jeder Zeit. Mit Einschränkungen. Wer seinen Körper entsäuern und entschlacken möchte, der sorgt auf verschiedene Art und Weise dafür, dass sein Organismus eingelagerte Säuren, Schlacken und Gifte wieder loswerden kann. Dazu bedarf es gesunden Nieren, denn diese müssen hierbei auf Hochtouren arbeiten. Auch sollte eine Entsäuerung– und Entschlackungskur etwas vorbereitet werden. Eine Woche mit etwas weniger Stress, etwas mehr Zeit für sich und seinen Körper nehmen können, das wirkt sich ungemein auf die Erfolgsquote aus. Noch höher ist diese, mietest du dich für eine entsprechende Kur in ein Wellness- oder Kurhotel ein. Hier gibt es immer mehr Angebote, sie heißen Heilfasten, Entsäuerungskur, Entgiftungskur, Basenfasten …

Entsäuerung, Entgiftung, Entschlackung: so geht’s.

Körper entsaeuern entgiften

Ist der Säure-Basen-Haushalt in ein Ungleichgewicht geraten wird gerne eine aktive Entsäuerungskur empfohlen um überschüssige Säuren auszuleiten. Diese funktioniert im Prinzip so: Über unsere Ernährung nehmen wir 1 Woche lang nur Lebensmittel mit basenbildenden Mineralien auf, verzichten auf säurebildende Lebensmittel. Geben dem Körper dadurch die Möglichkeit sich selbst zu entsäuern, eingelagerte Säuren und Schlacken abzubauen, auszuleiten. In diesem Zuge kommen außerdem Gifte zum Vorschein.

Die Ernährungsweise ähnelt sich sehr, egal ob man eine Kur zum Entsäuern, Entschlacken oder Entgiften macht: es gibt (fast) nur basische Lebensmittel.

Wie ich nicht entsäuern würde:
Trinkkuren sind fürchterlich, nach zwei Tagen kommt die Krise, garantiert. Radikale Entgiftungskuren, bei denen man beispielsweise nur Zitronensaft und Wasser zu sich nimmt – hier sind körperliche Beschwerden vorprogrammiert. Magenkrämpfe, Durchfall, heftige Kopfschmerzen, für einige Power-Entgifter stellen diese Symptome den Beweis dar, dass der Körper entgiftet. Ganz unrecht haben sie nicht: Der Körper setzt eingelagerte Gifte frei, über die Leber gelangen sie in den Dünndarm, von dort aus in den Blutkreislauf. Werden jetzt viele Gifte auf einmal freigesetzt kann es zu einer Vergiftung des Körpers kommen. Wenn man bei seiner Entgiftungskur jedoch darauf achtet ausreichend Ballaststoffe zu sich zu nehmen, dann binden diese die freigesetzten Giftstoffe ehe sie in den Blutkreislauf gelangen können, sie werden dann über den Darm ausgeschieden.

1 Woche den Körper aktiv entsäuern

Entsäuerung
  1. Konsequent basisch essen: Dies bedeutet im Wesentlichen: Sehr viel frisches Gemüse, viel frisches Obst. Verboten sind: tierisches Eiweiß (Fisch, Fleisch, Wurst, Ei, Milch, Milchprodukte …), Haushaltszucker, Fertiggerichte, Reis, Getreide (inkl. Nudeln, Brot, …), Süßigkeiten, künstliche Süßstoffe, Geschmacksverstärker, künstliche Aromastoffe, …
    Soll heißen: es gibt viel Gemüse und viel Obst, bitte möglichst frisch und unbehandelt. Obstsalat, Suppe, Gemüsepfanne, Gemüseeintopf, Gemüse gedünstet, gegrillt, Gemüse mit Gemüse …
  2. Sehr viel Trinken: Mineralwasser, Kräutertee, Frisch gepresste Fruchtsäfte, Grüne Smoothies / frische Gemüsesäfte.
    Verboten sind: Alkohol, Kaffee, grüner u. schwarzer Tee, Früchtetee, Limonaden (egal ob mit Zucker oder Süßstoff), Getränke mit Kohlensäure, Milch.
  3. Basische Körperpflege: 2-3x pro Woche ein Vollbad nehmen, mit basischem Badezusatz. Hier kannst du (teures) basisches Badesalz kaufen, oder einfach selbst dafür sorgen dass dein Badewasser einen PH-Wert von >8,5 hat, mit günstigem Natron. Die Haut ist ein wichtiges Ausscheidungsorgan. Und mit einem Basenbad kannst du deinen Organismus dabei unterstützen Säuren über diesen Weg loszuwerden.
  4. Darmreinigung: Bei einem Großputz des Körpers den Darm zu vernachlässigen ist wie… beim Hausgroßputz den Boden nicht zu wischen. Über die Bedeutung einer ausgeglichenen Darmflora könnte man eine Doktorarbeit schreiben, einige haben dies auch schon getan. Durchputzen geht einfach und günstig: Glaubersalz, gibt es in der Apotheke. Ein natürliches Abführmittel, das ziemlich fürchterlich schmeckt, am besten auf Ex hinunter gekippt wird. Es muss aber nicht sein, ich bin kein Fan davon mir etwas einzutrichtern, wobei mir das Würgen kommt. Ebenfalls empfehlenswert kann ein täglicher Einlauf sein. Quasi zur Unterstützung der Restmüllentsorgung. Dieser ist günstig, einfach, und funktioniert ganz ohne irgendwelche Hilfsmittel / Zusatzstoffe, nur mit warmem Wasser.
  5. Entspannung und Ruhe: dem Körper Zeit zum regenerieren geben ist wichtig. Eigentlich immer, doch besonders bei einer Entsäuerungskur. Stress gilt als Ursache für einen unausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt. Im Schlaf hingegen hat der Körper Zeit zum Entsäuern. Über Nacht entsäuert er sich generell, was daran ersichtlich wird, dass der PH-Wert des Urins am Morgen am Niedrigsten ist.
  6. Sauna und Sport (und Bewegung): Bringen wir nochmals die Haut ins Spiel: übers Schwitzen scheidet unser Körper ganz wunderbar Säuren aus. Aber auch basische Mineralien / Salze gehen verloren. Weshalb ein Ausgleich über die Ernährung wichtig ist. Mineralwasser, aber auch spezielle Sportlertrinks können hier schon Abhilfe leisten. Außerdem bringt jede Art von Aktivität / Anstrengung den Stoffwechsel auf Touren.

Entsäuerungskur starten – erste Symptome beim Entsäuern und Entgiften des Körpers

Entsäuern: basisch ernähren

Umso mehr es zu tun gibt, desto ausgeprägter können Nebenwirkungen einer Körperentsäuerung daher kommen. Diese entstehen auf zweierlei Arten. Zum einen geben wir unserem Körper Anreize, dass seine Entsäuerungsorgane auf Hochtouren laufen. Über Darm (Stuhlgang), Niere (Urin), Haut (Schweiß) und Lunge (Atmung) werden Säuren und Schlacken aus dem Körper ausgeschieden. Hat der Körper es mit vielen Säuren zu tun können 2-3 Tag sich nach Beginn der Entsäuerungskur vor allem jene Symptome einer Übersäuerung verstärken, die direkt mit der Entsäuerung des Körpers zu tun haben.

Vor allem bei bereits existierenden Hautunreinheiten und Neurodermitis kann es durchaus sein, dass sich die Lage erst einmal verschlechtert bevor es besser wird. Aber keine Sorge, normalerweise sollte diese Verschlechterung nur wenige Tage andauern. Dann wird es erst wie zuvor, bis eine sichtbare Verbesserung eintritt. Wir reden bei diesem Prozess über einen Zeitraum von einer Woche, also durchhalten! Auch ein etwas penetranter Körpergeruch oder Mundgeruch können auftreten. Der gleiche Grund steckt dahinter: Der Körper entsäuert sich, und das in intensivem Maße. Natürlich immer abhängig davon, wie viele Säuren im Körper stecken, er nun ausscheiden möchte.

Den Körper entgiften und entsäuern

Einige Symptome kann man direkt auf das Entgiften zurück zu führen.
Stellen wir uns einmal den Kreislauf bei einer Entgiftungskur vor: Im Körper gelagerte Gifte werden freigesetzt, gelangen über die Leber in den Dünndarm. Sind dort zu wenige Ballaststoffe zu finden (oder sind es zu viele Gifte auf einmal) dann gelangen sie in den Blutkreislauf. Werden es zu viele Giftstoffe kann es zu einer „Vergiftung“ kommen. Manche Hardcore-Entgifter werten es als super Erfolg, wenn sie von Krämpfen, Durchfall und Übelkeit gepeinigt werden. Ich halte das für nicht erstrebenswert. Also lieber dafür sorgen, dass Ballaststoffe da sind um diese freigesetzten Giftstoffe aufzufangen, damit sie über den Darm ausgeschieden werden können.

5 Grundregeln für eine erfolgreiche Entsäuerung

Entsäuerung durch Bewegung
  1. Extrem viel Trinken (und immer schön in der Nähe einer Toilette aufhalten), die Entsäuerung des Körpers und die Nierenfunktion dadurch unterstützen.
  2. Auf säurebildende Lebensmittel und Aktivitäten verzichten (Stress, intensiver Sport, tierisches Eiweiß, Zucker, Zigaretten)
  3. Basenprodukte unterstützen deine Entsäuerungskur: badisches Badesalz, Basentabletten / Basenpulver und basischer Tee helfen. Kaufe, was dich unterstützt. Lass bleiben, was dir nicht behagt. Mein Basentee beispielsweise wird wohl bald verschenkt. So sinnvoll er sein mag, ich mag keinen Tee.
  4. Frische Luft, Bewegung und Wellness bringen deinen Stoffwechsel auf Trab, sind wichtiger Bestandteil einer Entsäuerungskur. Weshalb Entsäuern, Entschlacken und Entgiften auch gerne von Wellnesshotels angeboten wird. Tatsächlich eine sinnvolle Kombination für alle, die Geld und Zeit dafür locker machen können. Für alle anderen gilt: einfach raus in die Natur, rein in die Badewanne.
  5. Viel Schlaf, um dem Körper ausreichend Zeit zu geben seine hauseigenen Entsäuerungsmechanismen ihre Arbeit machen zu lassen.
  6. Zu Zweit klappt’s besser: Den Partner oder eine Freundin mit ins Boot holen, für eine Entsäuerungskur begeistern. Denn geteiltes Leid ist halbes Leid, und der direkte Austausch sowie die Gruppendynamik können dabei helfen die Entsäuerung durch zu ziehen.

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