Hier habe ich eine Auswahl zusammengestellt: Nützliche basische Produkte für eine Entsäuerungskur. Kommen sie nur bei dieser zum Einsatz reichen sie für etwa drei Entsäuerungskuren à 1 Woche. Sie können natürlich außerdem im Alltag zum Einsatz kommen um einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt aufrecht zu erhalten. Dies über Ausgeglichenheit von Ernährung und Lebensstil zu erreichen finde ich persönlich jedoch erstrebenswerter. Obwohl, fast alle hier vorgestellten Basenprodukte sind recht natürlicher Art. Tatsächlich braucht es keine Chemie.


Basenpulver: Basen in Tabletten oder als Pulver

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Basische Nahrungsergänzung ist ein Synonym für Basenpulver, welches es in gepresster Form auch als Basentabletten gibt. Basenpulver kann man ins Wasser geben. Geschmacklich ein zweifelhaftes Vergnügen. Weshalb ich lieber auf basische Tabletten setze, zumindest um eine Entsäuerungskur aktiv zu unterstützen. Fünf Basentabletten über den Tag verteilt, schon ist die Basis gelegt für die Grundversorgung von basischen Mineralien und Spurenelementen.

Basisches Pulver sowie Tabletten gibt es von zahlreichen Anbietern. Wichtig ist darauf zu achten, dass Citrate zum Einsatz kommen. Diese sollen vom Körper besser verwertet werden können. Die verschiedenen Produkte unterscheiden sich auch in ihrer Zusammensetzung, heben einzelne als besonderes Kaufargument hervor. Das halte ich in erster Linie für Marketingmaßnahmen. Kalium, Calcium und Magnesium sollten sie enthalten, also in Form von Kalziumcitrat, Magnesiumcitrat, Kaliumcitrat. Darüber hinaus haben Süßstoffe oder Lactose nichts im Basenpulver zu suchen.

Weitere Mineralstoffe nehmen wir über unsere Ernährung auf. Vom Basentee bis zur Gemüsesuppe oder dem frischen Smoothie, es geht bei basischer Nahrungsergänzung immer nur um das sinnvolle Ergänzen.


Basentee: Basischer Kräutertee

Ich habe einige basische Teesorten im Schrank stehen, mir zu Beginn meiner ersten Entsäuerungskur gleich mehrere gekauft. Denn ich bin kein Teetrinker. Alle Packungen bis auf eine sind noch ziemlich voll. Mein Favorit: Der Basen Ausgleich Tee von Sonnentor. Eigentlich nichts anderes als ein Kräutertee, bestehend aus verschiedenen Kräutern und Blüten. Ist genießbar, vor allem mit einem Spritzer Zitrone. Basische Getränke ohne Kalorien gibt es nicht viele. Im Prinzip bleiben nur Wasser und Kräutertee. Schwarzer, Grüner oder Früchtetee sind nämlich auch Tabu. Kaffee auch, wobei sich hier die Geister scheiden. Den Basentee mit süßen, das darf man auch nicht, frische Zitrone allerdings ist basisch. Und so kommt diese nicht nur ins Wasser, sondern auch in den Tee.


Basenbad: Basisches Badesalz oder Natron als günstiger basischer Badezusatz

Basische Körperpflege scheint ein richtig gutes Geschäft zu sein. Zumindest werden basische Salze zum Baden eher hochpreisig verkauft. Ganz ehrlich, bei mir kommt da der Schwabe durch. Insbesondere deshalb weil klar ist, dass so ein Basisches Badesalz in der Produktion nur ein Bruchteil des Verkaufspreises kostet.

Aber es gibt ja glücklicherweise Alternativen: deutlich günstiger, jedoch genauso wirkungsvoll. Die Lösung lautet in diesem Fall. Basischer Badezusatz mit Natron. Ja, das ist Backpulver. Nun wäre es recht unhandlich am Badewannenrand zu stehen und so lange Backpulvertütchen aufzureißen bis 100 Gramm zusammen gekommen sind. Dank Amazon kann man sich Natriumhydrogencarbonat einfach Eimerweise kaufen. 1kg oder 5kg reichen ein Weilchen.

Das Basenbad funktioniert so: den Basischen Badezusatz zum Badewasser hinzufügen. So lange, bis ein PH-Wert von >8,5 erreicht ist. Wie gesagt, auf ein Vollbad nehme ich 100 Gramm. Nun sollte das Vollbad mind. 45 Minuten andauern. Dem Körper Zeit lassen, über die Haut Säuren ausscheiden zu können. Auch ein Fußbad soll helfen. Ein Vollbad erscheint mir jedoch weitaus effektiver, schließlich kann hier der Säure-Basen-Austausch auf weitaus mehr Hautfläche stattfinden.


Urinteststreifen: Säure-Basen-Haushalt testen

Auch wenn Urinteststreifen nicht direkt als basische Produkte bezeichnet werden können, so gehören sie doch zu jeder Basenkur dazu. Oder generell in den Haushalt. Über das richtige Messen des PH-Wertes zur Feststellung einer möglichen Übersäuerung des Körpers habe ich hier bereits ausführlich doziert. Es macht Sinn, seine Werte vorher-während-nachher zu messen. Vorher: herausfinden, wie wahrscheinlich eine Körperübersäuerung ist. WÄHREND: wie sauer ist der Urin während einer Entsäuerungskur, wie wirkt sich meine Ernährung aus? NACHHER: Immer wieder mal messen, ich mache es vor allem wenn ich mich krank und schlapp fühle um mir ein Bild davon zu machen wie das im Zusammenhang mit meinem Säure-Basen-Haushaltes stehen könnte.


Chlorella: Darmreinigung und Entgiftung unterstützen

Eine Entsäuerungskur ohne begleitende Darmreinigung zu machen ist wie… Sein Auto durch die Waschanlage zu fahren, jedoch das Innere nicht zu sagen. Sauber ist es zwar irgendwie, allerdings nur im Vorbeifahren. Deshalb gehören unterstützende Produkte zur Darmsanierung ebenfalls zur Familie der Basenprodukte, zu einer Entsäuerungskur bzw. Entgiftungskur.

Chlorella und Spirulina, dahinter verbirgt sich eine Mikroalge. Diese kommt mit pflanzlichem Eiweiß, verschiedenen Mineralstoffen und Spurenelementen daher. Gerade beim Entgiften werden sie eingesetzt, in Form von Tabletten oder Pulver. Der Geschmack ist äußerst zweifelhaft, weshalb ich die gepresste Variante bevorzuge – geht einfach schmerzfreier runter. Im Rahmen einer Entsäuerungskur wird fast automatisch auch entgiftet, und hier können diese pflanzlichen Produkte wertvolle Dienste leisten. Indem sie dafür sorgen, dass gelöste Giftstoffe (auch die aus der Nahrung) nicht in den Blutkreislauf gelangen, sondern über den Darm ausgeschieden werden. Sie binden diese Gifte.

Heilerde ist ebenfalls bindend, eine gute Alternative wenn einem die grünen Tabletten nicht so sehr munden oder einfach nicht vertragen. Als säurebindendes Produkt ist Heilerde längst bekannt, insbesondere bei Sodbrennen kommt es zum Einsatz. Doch auch im Rahmen einer Entsäuerungskur macht Heilerde Sinn um Gifte im Dünndarm aufzugreifen und auszuleiten.

Dankenswerter Weise gibt es Heilerde in Kapseln. Denn als Pulver in Wasser aufgelöst ist es nur für Hartgesottene geeignet.


Hinweis: Augen auf bei Dosierung und Überdosierung
Alle basische Produkte und Nahrungsergänzungsmittel kommen mit einer Dosierungsempfehlung daher. Dieser solltest du nicht blind folgen, insbesondere dann, wenn mehrere basische Produkte kombiniert werden. Eine Überdosierung von basischen Mineralien wie Calcium, Magnesium oder Kalium ist nur schwer möglich.

Bei gesunder Nierenfunktion würde überschüssiges Magnesium beispielsweise einfach wieder vom Körper ausgeschieden. Bei Kalium hingegen kann eine Überdosierung ( Hyperkaliämie ) durchaus gefährlich werden. Wobei es ein normaler Mensch wohl kaum schaffen könnte 18 Gramm Kalium aufzunehmen. Doch auch hier gilt: Arbeiten die Nieren nicht richtig gelten andere Obergrenzen für eine Überdosierung.

Rebelliert der Körper während einer Übersäuerungskur sollte man auf seinen Protest hören. Herausfinden, was genau ihm nicht passt. Der erste Schritt ist das Absetzen von Nahrungsergänzungsmitteln. Ein Arztbesuch ist im Zweifel natürlich immer empfehlenswert. Insbesondere dann, wenn die Nieren Probleme machen!!

Selbst austesten, welche Dosierung der Basenprodukte die Richtige ist, dies ist meine Vorgehensweise. Dabei dürfen natürlich nicht nur die Inhaltsstoffe der Basentabletten gecheckt werden, sondern gerade bei einer Entsäuerungskur auch die eigentliche Ernährung. Mit Mineralien angereichertes Mineralwasser, die tägliche Riesenportion Spinat plus weiteres Gemüse – hier bedarf es eigentlich fast keiner zusätzlichen Einnahme von Basenpulver. Basische Produkte sollen unterstützen. Dementsprechend sind sie auch einzuordnen.