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Upps, schon wieder sind drei Wochen um. Ich glaube, wir haben einen neuen Rekord aufgestellt, und zwar im Super-Slow-Travel. Denn so wenig sind wir glaube ich noch nie gefahren.


Das Paradies am Bambusbach

Ich hatte schon damit angefangen, eine Ode auf den Bambusbach zu schreiben – da ist mir der Herr AMUMOT doch direkt zuvor gekommen … Da habe ich meinen Text also einfach in die Tonne getreten, denk ich mir für diesen Blogartikel eben was anderes aus. Wie es am Bambusbach so zugeht kannst du also bei Andre lesen: https://www.amumot.de/ich-habe-mein-paradies-gefunden/

Der Wetterbericht: wir haben Wetter!

Wir haben es diesmal auf fast drei Wochen Standzeit geschafft. Mit einigen Ausflügen zu Fuß, den Bach entlang und durch die Hügel. Mit Ausflügen per Auto, in den nächsten Ort mit Supermarkt und Restaurant. Weiter sind wir in den drei Wochen nicht gekommen. War aber gewollt und schön so 🙂

Dafür gab es einen Vorgeschmack auf den Sommer. Es ist gerade mal Mitte März, und die Temperaturen klettern bereits jetzt auf über 25 Grad. So stellen wir uns das auch für den Sommer vor: Über drei Wochen Standzeit ehe der Abwassertank voll ist. Dank sauberem Wasser aus dem Bach, Duschen unter der Außensolardusche, Besorgungen mit dem Ducato machen, … das passt.

Upps … eine Kurzgeschichte mit Schockeffekt

Geschrieben habe ich die letzten Wochen einiges. Beispielsweise die Kurzgeschichte „Tod am Bambusbach“. Nicht erwartend, dass die meisten die Geschichte zwar spannend und gut fanden, zumindest einige jedoch bis zum Schluss nicht erkannten, dass es sich um eine rein fiktive Kurzgeschichte handelt. Das Schreiben in dritter Person, mit Lona und Fred in der Hauptrolle, die romantypische Formatierung des Textes und nicht zuletzt dass „Kurzgeschichte“ drüber steht – also ich dachte ehrlich, dass müsste man spätestens nach den ersten Sätzen blicken.

Die Geschichte kam prinzipiell gut an, es gab einiges an Feedback, und so wird es sicherlich eine Fortsetzung geben, irgendwann. Ich verspreche auch, ich werde diese Kombination aus Titel und Titelbild nicht wiederholen. Es haben sich manche doch sehr erschrocken. Aber mal ehrlich: Nie, nie, niemals würde ich ein Bild von einem Max posten, der tot auf der Straße liegt! https://www.crosli.de/tod-am-bambusbach/

Zum Praia da Amnesia (a.k.a. Tomatenstrand)

Nach knappen drei Wochen am Bambusbach (wie lange genau weiß keiner mehr so richtig) wird es mal wieder Zeit für einen Tapetenwechsel. Mal wieder unter Menschen kommen, mal wieder an den Strand, mal wieder eine gute Pizza essen …

Andre hat auch ein paar Kunden „einbestellt“, und wir machen auf dem Weg zum Strand noch einen Shopping-Abstecher nach Guia. Denn alles, was an Vorräten leer gehen kann, ist leer. Und wenn sogar der Kaffee aus ist, also da hört der Spaß wirklich auf. So gehen wir eine Runde shoppen. Ich schaffe es erstmalig, ganze 100 Euros im Aldi auszugeben, während Andre sich in Baumarkt und Kfz-Zubehörsladen vergnügt. Weiß auch nicht, warum er dort so gerne einkaufen geht … muss so eine Männergeschichte sein.

Wenn der Ducato nicht anspringt: Anlasser- und Batterieshopping

Mein Ducato bekommt eine neue Batterie.

Mein Ducatolein wird zunehmend unmotivierter, soll er starten. Batterie oder Anlasser? Obwohl der Anlasser ja schon im Sommer Probleme machte, hörte es sich mehr nach der Batterie an. Dass diese nach acht Jahren hinüber sein könnte, das wäre ja durchaus möglich. Nach einigen Fremdstartaktionen mit Generator und Ladegerät besorgen wir uns in Guia eine neue Batterie. Norauto (das portugiesische Pendant zu ATU) hat eine recht günstige Batterie im Angebot, so wird diese gekauft und bei der nächsten Gelegenheit eingebaut. Et voilà … es hört sich genauso mistig an wie vorher.

Super, war dann wohl doch der Anlasser. Andre hat die alte Batterie noch getestet, was ergab, dass von den 90Ah gerade noch 20Ah Restkapazität vorhanden war. Okay, dann hab ich jetzt wenigstens eine neue Batterie, brauche aber dennoch einen Anlasser. Und so begeben wir uns auf eine kleine Anlasser-Shopping-Tour durch die Algarve. Norauto, Fiat-Fachbetrieb sowie ein Anruf bei meinem schwäbischen Schrauber meines Vertrauens ergaben: 360€, ohne Einbau. Allesamt sind es generalüberholte Anlasser. Ich habe eigentlich keine Lust mich in Unkosten zu stürzen, so gehen wir auf Risiko, und es wurde noch am Abend bei Ebay ein Anlasser für 120€, inklusive Pfand, bestellt. Jetzt muss er nur noch hier ankommen. Hoffentlich bald, denn mein Ducato hört sich bei jedem Mal starten ungesünder an. Er braucht dringend seine Medizin. Und dann hoffen wir mal, dass er dann geheilt ist und nicht doch noch zum Doktor muss.

Die Völlerei am Praia da Amnesia

Aber erstmal zum Strand. Nach McDonalds-Menü zum Frühstück und cremigem Zeugs aus der Pasteleria als Nachtisch-Frühstück zum altbekannten Strandparkplatz. Andre hat gleich vier Kunden dort „einbestellt“, und so wurde er die nächsten zwei Tage kaum gesehen. Außer, es war gerade Mittagspause, dann fand man sich am blauen Kasten ein, aus gutem Grunde:


Innerhalb einer Woche zweimal Burger King, einmal portugiesisch und zweimal Pizza essen gehen? Kann man machen, insbesondere wenn man etwas auf Fastfood-Entzug ist. Hinzu kommen ein Schokochilli ohne Schokolade, plus frische Erdbeeren, Pasteis de Natas, diverse Kuchen, Zimtschnecken, etc. zur nachmittäglichen Kaffeepause. Ewig dürfen wir hier nicht stehen, ist zwar lecker, aber auch ganz schön ungesund …

Hat aber noch einen Vorteil: dank der guten Versorgung blieb die eigene Küche kalt, was mich als Köchin des Hauses und Andre als Spüler durchaus als angenehm empfanden. Es wurde nicht einmal gekocht oder abgespült.

Back to the Bambus

Andre wollte noch in einem anderen Kundenwomo im Stromkasten rumkrabbeln, und so machen wir noch einen Abstecher, zu einem netten Plätzchen mit einem Picknick-Platz und Brunnen. Bleiben dort jedoch nicht allzu lange, denn das Internet ist miserabel. Das gehört manchmal wirklich zu den nervigeren Momenten des mobilen Lebens: du musst irgendwann diese Datei mit lächerlichen 10 MB hochladen, und schon hat für die nächsten 20 Minuten keiner mehr Internet. Zeit, dass wir wieder an den Bambusbach kommen …

Frühling ist da!

Am Bambusbach wird der Bambus langsam grün, in der Woche unserer Abwesenheit hat sich einiges getan. Was hier – gerade im Vergleich zum Strand – etwas fehlt sind die vielen Blumen. Am Praia Amnesia blüht alles, es riecht lecker nach Zistrosen. Hier am Bambusbach gibt es weniger Blumen, dafür mehr von diesen Stacheldingern. Aber das macht nichts, schön ist es hier dennoch. Und nach einer Woche mit Rumfahren, Quatschen, Essen gehen und Einkaufen ist es auch wieder schön hier die Ruhe zu genießen. Beides ist schön, das Umtriebige, Gesellige, wie auch die Ruhe und Einsamkeit. Hat man vom einen genug, wendet man sich eben dem anderen zu. Auch eine Definition von Freiheit.

Und sonst so?

Rockmusik aus Portugal

Wir waren ja an Silvester in Lagos, wo es ein kostenloses Livekonzert gab. Die Band war rockig und gut, die Portugiesen sind voll mitgegangen. Ich dachte damals, dass es eine gute Coverband ist, die bekannte Lieder spielt, wo alle den Text kennen. Ich habe mich geirrt. Die Band heißt „Xutos & Pontapes“, und ist die wohl bekannteste portugiesische Rockband überhaupt. Seit Jahrzehnte erfolgreich, sozial und politisch engagiert. Also sowas wie „Die Toten Hosen“ und „Die Ärzte“ zusammen. Einige Liveclips sind auf Youtube zu finden, ich gönne mir die Band gerade auf Spotify: https://open.spotify.com/artist/1lQnDEcvFAWaUjbyZiHKih

Filmeabend auf Youtube

Ein Tipp von einem Blogleser war der Film „Into the Wild“. Ein schöner Film über einen jungen Mann, der mit Familie und Gesellschaft nicht zurecht kam, sich für ein Leben als Reisender und im Outback entschied – mit all seinen Höhen und Tiefen. UPDATE: Das Video wurde offensichtlich auf Youtube gelöscht, die Suchfunktion zu nutzen kann aber dennoch lohnen 😉

Die App des Monats: Skyview

Mit der App Skyview (gibt’s für Android und Apple) kann man sich Sterne, Sternbilder und Planeten am Himmel anzeigen lassen. Der Witz ist: du musst dafür noch nichtmal den Himmel sehen 😀 Die App arbeitet mit Uhrzeit und Himmelsrichtung. Super also, wenn es draußen kalt ist. Oder wenn es Tag ist. Macht aber natürlich am meisten Sinn, wenn du das Smartphone in den Sternenhimmel streckst um herauszufinden, wie die hellen Punkte am Himmel heißen.

Das Tool der Woche: 10 flixe Finger

Na, wie schnell tippst du, und bist du schneller als ich (90 Wörter pro Minute)? Finde es heraus, schreib dein Ergebnis unten in die Kommentare wenn du magst 🙂

Möchtest du das Tippen mit 10 Fingern von Grund auf lernen, empfehle ich dir dieses kostenlose Angebot: http://de4.schreibtrainer.com Es wäre auf jeden Fall eine recht sinnvolle Beschäftigung am Abend. Do solltest aber dran bleiben, täglich üben. Dann wirst du recht schnell Erfolge feststellen.

Habe noch ein paar Bildchen gefunden:

Fotosession für den Stromgenerator-Ratgeber: wie ist das Bild vom Max für „Tod am Bambusbach“ wohl entstanden? Hat jemand eine Idee?
Tizon in seinem Element: Mit Bambus im Bambusbach.
Herzlich Willkommen im Blümchenland!
Der betörende Duft der Zistrosen am Morgen.
Gassirunde im Blümchenland, gleich hinterm Tomatenstrand.
Max will JETZT kuscheln.
Wassertank nochmal voll machen – ein Brunnen zum Anschupsen.
Rumstehen am Bambusbach: langsam wird es grün.

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Tanja Hier schreibt Tanja

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