Zum Glück bin ich nicht allzu engagiert beim Schmieden von Reiseplänen. Das hat mich jetzt viel Zeit gespart. Denn irgendwie bin ich jetzt ganz woanders, also nicht da wo ich mich selbst vermutet hätte. Aber von vorne, was war eigentlich die letzten drei Wochen?

Woche 1: Meine Bänderdehnung hat bewirkt, dass ich eine ganze Woche nur auf einem Fleck gestanden bin bis sich mein Knöchel endlich wieder halbwegs belastbar angefühlt hat. Nicht besonders tragisch wenn Wetter, Gesellschaft und Internet mitspielen 🙂

Tanja läuft wieder: es wird Zeit für einige Strandtage!

Meine Wahl viel auf Praia da Marinha bei Carvoeiro. Hier kann ich mich mit meinem kleinen Auto schön in die Büsche schlagen, habe ein ruhiges Plätzchen, etwas abseits vom Trubel, gefunden. Nette Trampelpfade der Küste, feinste Felsalgarve, unterbrochen von netten kleinen Stränden, laden zum einigermaßen knöchelschonenden Gassigehen ein. Und ein paar Geocaches wurden auch erfolgreich geborgen. Außer einer, aber für den braucht man auch entweder ein Boot oder eine Kletterausrüstung. Nächstes Jahr vielleicht … Wo genau das Plätzchen ist, das sonst vermutlich keiner kennt? Verrat ich nicht 😉

Weiter ging es in Richtung Westküste der Algarve. Die hat es mir einfach angetan. Schöne Klippen, schöne Strände, schön frei stehen. Im Westen ist generell etwas weniger los im Vergleich zum Süden. Da ich einige Plätze bisher ausgelassen hatte werden die nun nachgeholt. Nicht nur unten an der Algarve, sondern auch etwas nördlich davon. Vila do Bispo, Almograve, und vor allem bei Porto Covo gibt es gleich mehrere schöne Plätzchen. Und schwupps, war ich schon nicht mehr in der Algarve. Auf der Suche nach einem windstillen Ort hat es mich irgendwie immer weiter nach Norden getrieben.

Es wird kühler im Norden. Und noch kühler …

Woche 2: Und da finde ich mich nach einer Woche an dem schönen Stausee Pego do Altar wieder. Hier bin ich ja schonmal gestanden, auf meinem Weg Richtung Süden, letzten November. Und wohin jetzt? Erstmalig musste ich mir ernsthaft Gedanken um so etwas wie einen Zeitplan machen. Denn diverse private Termine und berufliche Verpflichtungen wollten sich einfach nicht so einfügen wie ich das gerne haben wollte. Eine Tour durch den Norden Portugals, dann langsam wieder zurück nach Deutschland? Irgendwie ging das zeitlich einfach nicht auf. Und auf ein halb-langsames zurückfahren hatte ich irgendwie keine Lust. Wochenlang fast jeden Tag fahren müssen, irgendwie hat mich das nicht so angemacht.

Woche 3: Also machen wir kurzen Prozess und neue Pläne: wir düsen in großen und schnellen Schritten zurück nach Deutschland. Eine Woche lang durchschnittlich 300km am Tag, das geht. Und bis zur spanischen Grenze ist es ohnehin nicht weit.

Ein Ende ist so absehbar, und ich kann meine Verabredungen wahrnehmen. Die sind sogar eine ganz gute Motivation sich ins Auto zu setzen und loszufahren. Und genau das mache ich, recht spontan: bei Elvas über die Grenze nach Spanien, vorbei an Salamanca und immer weiter nach Norden, bis zur französischen Atlantikküste. Dank frostiger Temperaturen in den Höhenlagen von Nordspanien war ich auch ganz froh wieder auf die französische Atlantikküste zu treffen. In Frankreich nach Bordeaux mal rechts abbiegen und Mulhouse ansteuern – eine Strecke, die übrigens fast mautfrei ist. Etwa 40 Euro habe ich in Nordspanien / Südfrankreich und nochmal die letzten Kilometer in Frankreich in Maut investiert. Hat mich dann im Gegenzug aber auch viel Zeit, Fahrstress und/oder Sprit gespart. Ansonsten kann man sagen: gerade in Frankreich ist das Straßennetz an Nationalstraßen echt gut. Kilometermäßig macht es zur Autobahn nicht viel aus. Zeitmäßig schon etwas, denn auf den Bundesstraßen ist je nach Ausbaulage 90 oder 110 km/h angesagt. Autobahn immerhin 130 km/h. Gut, für größere / langsamere Wohnmobile macht das vermutlich keinen so großen Unterschied. Bei mir kommt noch das Risiko hinzu geblitzt zu werden, gerade in den 90er-Zonen ist das echt gegeben. Und so ein französischer Strafzettel wegen Geschwindigkeitsübertretung kostet pauschal 90€. Aber ich bin glaub durchgekommen …

Nun stehe ich erst einmal in der Freiburger Ecke. Die wird ja nicht von irgendwoher als das „Toskana Deutschland’s“ bezeichnet. Es ist hier definitiv wärmer als daheim im Schwarzwald, und auch deshalb wird der Heimatbesuch noch ein paar Tage Zeit haben. Und nach einer Woche Rumfahrerei mit schlechtem Internet und lauer Arbeitsmotivation ist erst einmal etwas Arbeit angesagt. Denn eines ist bei solchen Fahrtagen klar: sie sind ermüdend, und am Abend noch großartig das Arbeiten anzufangen, das hat nicht immer so geklappt wie erhofft.

Ach ja, wenn der große Berg an Kundenarbeit wieder etwas abgetragen ist, dann kommen einige schöne neue Sachen auf crosli 🙂

Tizon hat ne dicke Lippe riskiert …

Man weiß nicht, mit was oder wem er es sich diesmal angelegt hat, aber Tizon hat ne dicke Lippe. Also in Form von Monster-Lefzen. Ameisen oder Brennnessel? Keine Ahnung. Hoffe nur, dass es nicht schlimmer wird, schließlich ist ja gerade ein langes Feiertags-Wochenende. Ach ja, frohe Ostern wünsch ich euch 😉

Impressionen: von Portugal nach Deutschland

Sonnenbad auf unserem Lieblingsplatz

Sonnenbad auf unserem Lieblingsplatz

Praia da Marinha

Praia da Marinha

Versteinerte Muschel auf dem Wanderweg

Versteinerte Muschel auf dem Wanderweg / Marinha

Kunst im Wäldchen

Kunst im Wäldchen – bei Vila do Bispo

Einer der schönsten Dünen-Strandplätze überhaupt: Praia do Malhao

Einer der schönsten Dünen-Strandplätze überhaupt: Praia do Malhao

Übernachtungsplatz mit Ausblick in Almograve

Übernachtungsplatz mit Ausblick in Almograve

Kunst am Strand

Kunst am Strand

Strandtag

Noch ein Strandtag

Übernachtungsstopp in Spanien - Die Kirche von Torquemada

Übernachtungsstopp in Spanien – Die Kirche von Torquemada

Torquemada, ein schönes spanisches Städtchen

Torquemada, ein schönes spanisches Städtchen

Top Haltungsnoten: Füßchen hochlegen beim Autofahren

Top Haltungsnoten: Füßchen hochlegen beim Autofahren

Frühling (oder sowas) am Rhein

Frühling (oder sowas) am Rhein