Da sind wir nun: der Wohnmobilausbau ist vollbracht, aus dem Haus sind wir ausgezogen, und der allererste Tag unserer Tour fast vorbei. Wir, das bin ich (Tanja) und mein Hund (Tizon), sind nun also auf Tour.

Gut, der Ausbau ist jetzt nicht gaaanz fertig.

Ich reise sozusagen mit recht viel Werkzeug. Kleinarbeiten müssen unterwegs erledigt werden, mir ist einfach die Zeit davon gelaufen. Arbeiten, Ausziehen und Ausbauen waren dann doch etwas zu amibitioniert. Oder auch nicht, vielleicht braucht es etwas Zeitdruck und eine Deadline. Soll ja einige geben, die schon seit Jahren an ihrem Ausbau rumbasteln. Ich bin froh, dass diese vier Monate vorbei sind – und soweit alles funktioniert. Jetzt brauche ich vielleicht noch eine Woche bis alles an seinem Platz ist und läuft.

Gen Osten. Aber nur ein bisschen. Im Hundetempo.

Vom Schwarzwald aus sind wir einfach mal in Richtung Osten gefahren, genauer gesagt durch das Obere Donautal. Eine schöne Etappe, mit paarmal Pause machen, zum Gassigehen und so. Der Hund war heute voll durch den Wind, umziehen ist generell nicht sein Ding. Laufen, spielen und baden kann Abhilfe schaffen, hat heute aber nicht so ganz geklappt. Denke er muss sich erst noch an das Fahren selbst gewöhnen. An das NICHT ankommen. Ach ja, er liebt das Wohnmobil übrigens.

Erste Verwirrung auf dem Womostellplatz

Das Vorhaben wild zu stehen um erst einmal ein paar Stunden in Chaosbeseitigung zu investieren hat irgendwie nicht geklappt, ich habe nichts wirklich Gutes gefunden. Dabei wäre es kein Fehler gewesen, schließlich habe ich heute wirklich alle Stauräume vollgestopft. Nachdem ich sie vorgesteern schonmal vollgestopft habe, wegen dem Termin beim TÜV (der Ducato ist jetzt offiziell kein Lkw mehr sondern ein Wohnmobil). Nicht einfach, einen Haushalt zu minimieren – vom 90qm-Haus zum 6qm-Wohnmobil. Letztendlich bin ich in Sigmaringen gelandet, auf einem Wohnmobilstellplatz. Eigentlich ganz nett hier: gutes Mobilfunknetz, gleich neben dem Campingplatz, der Donau, dem Kaufland, perfekt zum Gassigehen und morgen früh drehe ich erstmal ne Runde in dem Freibad, das ich vorhin gefunden habe. Acht Euro kostet das Parkticket für den Wohnmobilstellplatz übrigens. Eigentlich unnötig ausgegebenes Geld, nur um für eine Nacht zu parken. Ich nutze ja keine Infrastruktur oder so …

Aber die eigentliche Verwirrung sind die anderen Wohnmobilisten hier. Es ist wirklich warm draußen, ich sitze hier im Ducato mit offener Schiebetüre, es ist halb zehn Uhr abends. Alle sitzen in ihren Wägen. Alle haben die Sat-Anlage rausgefahren. Alle glotzen TV. Ich war die einzige, die vorhin noch draußen gesessen ist. Warum ??

Und just in diesem Moment gehen auf dem Platz die Straßenlaternen an. So richtig grelle Scheinwerfer. WARUM ?? Und wieso fällt mir sowas immer nur auf deutschen Campingeinrichtungen auf?

Dieser Reiseblog wird …

… irgendwie anders. Das weiß ich schon. Aber ich weiß noch nicht genau wie. Ich denke nicht, dass ich über die schönsten Reiserouten, besten Wohnmobilstellplätze usw. berichten muss. Das tun andere bereits. Wir werden sehen. Nächste Woche.